Bestseller "Bitterfotze": Die Wut der frustrierten Mütter
Sara, die Heldin in Maria Svelands Roman "Bitterfotze", ist eine erfolgreiche Journalistin, Mutter eines zweijährigen Sohnes - und sie ist enttäuscht. Vom Kinderkriegen, das die Frauen zu Hause anbindet, während die Männer ihr Leben weiterführen. Von ihrem Ehemann, der eigentlch zu den Guten gehört und sie trotzdem gleich nach der Geburt ein paar Wochen allein lässt. Und vom Zustand der schwedischen Gesellschaft, die zwar Gleichberechtigung predigt, aber immer noch von den Bedürfnissen der Männer dominiert wird. Für BRIGITTE.de sprach Susanne Klingner mit Maria Sveland. Klingner, 30, ist eine der Co-Autorinnen des Buches "Wir Alphamädchen - Warum Feminismus das Leben schöner macht", das letztes Jahr erschien und mit dazu beitrug, in Deutschland eine neue Feminismus-Debatte anzustoßen.
Maria Sveland
BRIGITTE.de: Sie erzählen in "Bitterfotze" von einer frustrierten jungen Mutter. Sie sind selbst Mitte 30 und zweifache Mutter. Wie autobiografisch ist Ihr Buch?
Maria Sveland: 37,2 Prozent. (lacht)
BRIGITTE.de: Ah ja.
Maria Sveland: Es ist einfach ein Roman. Überall steckt ein bisschen was von mir drin, aber es ist Saras Geschichte, nicht meine.
BRIGITTE.de: Ich frage nur, weil sich das Buch überaus realistisch liest, stellenweise auch sehr hart.
Maria Sveland: Als ich anfing zu schreiben, habe ich mir geschworen, so ehrlich und wahrheitsgetreu zu sein wie es nur geht. Daher dieser wütende Ton. Denn ich bin wirklich über viele Dinge in der Welt echt sauer und frustriert.
BRIGITTE.de: Sie schreiben an einer Stelle: "In diesem verfluchten Patriarchat ist es schwer genug, Mutter zu werden. Wenn Du dann noch die Welt mit feministischen Augen siehst, ist es fast nicht auszuhalten." Das sind Begriffe, die heute von vielen Frauen, zumal Müttern, gar nicht in Betracht gezogen werden. Sie sind Feministin, oder?
Maria Sveland: Ja, klar! Manchmal ist es zwar wirklich schwer, das alles zu ertragen. Aber ich kann mir eben auch nicht vorstellen, nicht ununterbrochen gegen die ganzen Ungerechtigkeiten zu kämpfen, die privaten und die in der Politik.
BRIGITTE.de: Die frustrierte, wütende Feministin - ein sehr beliebtes Klischee...
Maria Sveland: Natürlich sind wir wütend! Wir haben auch allen Grund dazu. Schauen Sie sich die Welt doch mal an. Es wäre dumm und ignorant, nicht wütend zu sein.














beim lesen erklärt sich auch der wirklich nicht einfache titel. aber eine fotze ist auch einfach eine art tasche, die der jäger mit sich trägt. wofür auch immer.
In diesem Sinne: Hinter einerm erfolgreichen Mann steht eine Frau; hinter einer erfolgreichen Frau liegt eine Scheidung!
ich bin der autorin sehr dankbar für die zusammenfassung all der bitterkeit die kommt, wenn ein kind da ist. ich bin fast geschieden und spüre die aufkommende leichtigkeit und das lachen wieder.