BRIGITTE-Studie im Krisenjahr: Wer nach oben will, muss springen
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Brigitte Huber, 45, hat zwei Söhne (26 und 12) und ist seit 2003 bei BRIGITTE
Immer noch. Seit ich denken und lesen und mich aufregen kann, stolpere ich über diese beiden Wörter, sobald es um Frauen, Job, Macht und Geld geht. Immer noch. Immer noch verdienen wir skandalös weniger. Immer noch sind die Männer nahezu unter sich in den Top-Positionen der Wirtschaft. Immer noch geht es nur im Schneckentempo voran. Drei Schritte vor, zwei zurück. Manchmal auch zweieinhalb. Langsam, mühsam, nervtötend. Und da ist es auch nur ein schwacher Trost, dass es Frauen inzwischen in fast allen relevanten Jobs gibt bis hin zum Bundeskanzleramt.
Denn unterm Strich, machen wir uns nichts vor, sind wir dort, wo es entscheidend wird, fast überall nur als Spurenelemente wahrzunehmen. Nicht als kritische Masse.
Doch genau das scheint sich jetzt zu drehen. Denn es stehen junge Frauen am Start, wie es sie noch nicht gab. Generation verunsichert? Von wegen. "Wenn nicht die, wer dann?", kommt man vielmehr ins Schwärmen. Wie das gerade veröffentlichte Update der BRIGITTE-Studie "Frauen auf dem Sprung" im Jahr der Wirtschaftskrise beeindruckend klar zeigt, haben wir es mit jungen Frauen zu tun, die das "Immer-noch-Spiel" abpfeifen werden. Weil sie herrlich selbstbewusst sind. Weil sie keine Kompromisse machen, voller Optimismus noch vorn schauen. Entweder - oder? Diese Frage stellen sie sich nicht, und sie lassen sie sich erst recht nicht von anderen stellen. Kinder? Wollen die meisten. Karriere? Fast die Hälfte. Hohes Einkommen? Ja, bitte, sagen 60 Prozent. Verantwortung? Sowieso. Und das Beste: "Diese Frauen", davon ist Prof. Jutta Allmendinger, wissenschaftliche Leiterin der BRIGITTE-Studie, überzeugt, "machen keinen Rückzieher."
Hoffentlich behält sie recht. Und hoffentlich tun sie es, die jungen Frauen, im entscheidenden Moment: springen. Denn springen müssen sie, wenn sie ganz nach oben wollen. Das kann ihnen niemand abnehmen. Klar, es liegt auch an den Außenbedingungen. Die haben es uns Frauen bislang oft schwer genug gemacht, in Führungspositionen zu kommen.













