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Sie sitzt auf der Bettkante, hält ihre Tochter im Arm, löst sich, streicht ihr über den Rücken. "Noch drei Tage", sagt Anna Peklo (Name von der Redaktion geändert), "dann ist er wieder da. Das schaffen wir. Locker schaffen wir das, gell?" Noch dreimal schlafen, noch dreimal die Hände falten zum Gebet: "Lieber Gott, mach, dass Papa gesund zurückkommt. Dass ihm nichts passiert auf dem Heimflug. Und danke, dass du bis jetzt so gut auf ihn aufgepasst hast. Amen."
Seit vier Monaten lebt Thomas Peklo (Name von der Redaktion geändert) in Afghanistan, er ist einer der knapp 3500 Soldaten der Bundeswehr, die dort ihren Dienst tun. Peklo arbeitet im Büro, er kümmert sich um die Neuankömmlinge, weist Quartiere zu, organisiert nach vier Monaten die Flüge nach Hause. Nur selten verlässt er das Lager in Masir- i-Scharif. "Das ist für mich beruhigend", sagt Anna Peklo, "aber eine Garantie,dass er gesund wiederkommt, ist es natürlich nicht." Seit vier Monaten lebt sie mit den zwei Kindern in einem Dorf in Schwaben. Marie ist zehn, Anton sieben Jahre alt.
Die Kinder sind im Bett, und Anna Peklo sitzt auf der Eckbank in der Küche, neben ihr eine Leselampe, über ihr ein Kruzifix und gerahmte Familienidylle: Anton und Marie mit den Eltern im Garten, Anton und Marie als Babys. Anna Peklos Hände umklammern eine Tasse Tee. Eigentlich wäre morgen alles vorbei gewesen. Morgen wäre sie zum Flughafen gefahren, hätte ihren Mann in den Arm genommen, zu Hause hätten die Kinder mit dem selbst gebastelten Willkommensschild gewartet. Dann kam der Anruf. Die Maschine wird drei Tage später in Richtung Heimat starten. "Das hat mich umgehauen", erzählt die 40- Jährige. "Das Gehirn sagt: Jetzt reiß dich zusammen, auf die drei Tage kommt es nicht an. Aber der Bauch, der sagt was anderes." Da war sie wieder: die Angst um ihren Mann, jetzt noch, wo es doch fast geschafft ist. "Mein Mann hat mir erklärt, dass Flüge oft verschoben werden, das sei normal. Aber ich weiß eben nicht, ob es nicht doch einen Grund gibt, den er mir nur nicht sagen will."
Schon 76 Bundeswehrsoldaten sind seit 1993 im Auslandseinsatz gestorben, 30 davon in Afghanistan. Seit Anfang 2002 ist die Bundeswehr Teil der ISAF, der "International Security Assistance Force", die im Auftrag der Vereinten Nationen handelt. Es ist der erste Auslandseinsatz für Thomas Peklo.













Nur jemand der sonst keine Sorgen hat (möge es so bleiben!) kann derart naive und taktlose Kommentare abgeben.
Als mein Mann in Bosnien im Einsatz war (3x), in der richtig heissen Phase, sagte mir auch eine Dame: Hat er doch so gewollt, ist doch Berufssoldat!
Ich hätte diese dumme Pute auch fragen sollen; ach ja, und soll ich das dann meinen 3 Kindern sagen, wenn er erschossen wurde, weil er sich selbst ja nicht verteidigen darf?!
Es bringt uns nichts, wir müssen durchhalten, für die Kinder, für die Familie, für uns, es muss irgendwie gehen. Ängste habe ich immer wo weit wie möglich verdrängt und gewähre ihnen selbst nur dann, wenn es sich wirklich nicht vermeiden lässt sehr geringen Spielraum. Ich würde sonst durchdrehen.
Mädels, haltet durch und unterstützt euch gegenseitig!
Ich wünsche dem/der vorherigen Kommentator/In die selbe Situation, damit dadurch vielleicht weniger sinnfreie,kindlich-naive und unqualifizierte Kommentare geschrieben werden.