Afghanistan: Mein Mann, der Soldat
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Interview: Wie sich Soldaten und ihre Familien auf den Einsatz vorbereiten können
Dr. Peter Wendl, 38, arbeitet am Familieninstitut (ZFG) der Universität Eichstätt-Ingolstadt. Zusammen mit der Katholischen Militärseelsorge bietet er Vorbereitungskurse für Soldaten und ihre Familien an
BRIGITTE: Wenn ein Soldat zum Einsatz in ein Krisengebiet muss, ist die ganze Familie betroffen. Wie erlebt die Partnerin eines Soldaten einen Auslandseinsatz?
Dr. Peter Wendl: Sie ist Defizit-Verwalterin. Sie muss den Partner ersetzen. Und wenn er zurückkommt, muss sie ihn wieder in das Paar- und Familienleben integrieren. Konkrete Zahlen kann ich zwar nicht nennen, ich schätze aber, dass etwa ein Drittel der Paare das zu zweit schafft, ohne Anregung von außen. Etwa ein Drittel möchte keine Hilfe - ein Drittel aber lechzt geradezu da-nach. Diese Paare unterstützen wir in unseren Seminaren, die wir im Rahmen der Katholischen Militärseelsorge anbieten.
BRIGITTE: Wie sieht das konkret aus?
Dr. Peter Wendl: Wir sprechen Tabus, Ängste und mögliche Gefühlsentwicklungen an. Und erklären, dass ein Paar die Situation meist sehr unterschiedlich erlebt. Die Frau zu Hause hat Angst, dass ihr Mann verletzt oder gar getötet werden könnte - weil sie den Alltag beispielsweise in Afghanistan nicht kennt, selbst nichts tun kann, um die Gefährdung zu minimieren. Der Soldat hingegen weiß: Wenn er bestimmte Regeln befolgt, etwa nicht allein das Lager verlässt, sich im Ernstfall vorschriftsmäßig verhält, kann er die Gefahr zwar nicht negieren, aber minimieren. Seine Ängste drehen sich stärker um die Familie: Wie läuft es daheim, wenn ich nicht da bin? Bin ich ersetz-bar? Wie reagieren die Kinder darauf, dass ich nicht da bin? Auch Eifersucht ist ein Thema. Unausgesprochene Ängste sind eine Belastung für jede Beziehung, auch, weil sie in der Fantasie wachsen.
BRIGITTE: Welche Belastungen gibt es darüber hinaus?
Dr. Peter Wendl: Die Belastungen einer jeden Fernbeziehung: die Leere ohne den Partner, die Entfremdung. Dazu kommen existentielle Ängste, schließlich geht es nicht nach Tokio, um dort eine neue Niederlassung aufzubauen, sondern in ein für Körper und Seele riskantes Krisengebiet.













Nur jemand der sonst keine Sorgen hat (möge es so bleiben!) kann derart naive und taktlose Kommentare abgeben.
Als mein Mann in Bosnien im Einsatz war (3x), in der richtig heissen Phase, sagte mir auch eine Dame: Hat er doch so gewollt, ist doch Berufssoldat!
Ich hätte diese dumme Pute auch fragen sollen; ach ja, und soll ich das dann meinen 3 Kindern sagen, wenn er erschossen wurde, weil er sich selbst ja nicht verteidigen darf?!
Es bringt uns nichts, wir müssen durchhalten, für die Kinder, für die Familie, für uns, es muss irgendwie gehen. Ängste habe ich immer wo weit wie möglich verdrängt und gewähre ihnen selbst nur dann, wenn es sich wirklich nicht vermeiden lässt sehr geringen Spielraum. Ich würde sonst durchdrehen.
Mädels, haltet durch und unterstützt euch gegenseitig!
Ich wünsche dem/der vorherigen Kommentator/In die selbe Situation, damit dadurch vielleicht weniger sinnfreie,kindlich-naive und unqualifizierte Kommentare geschrieben werden.