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Tschechien
Ein Gericht: Quarkknödel mit Obst
Knödel sind so etwas wie das tschechische Nationalgericht. Es gibt sie in zig Varianten – mal deftig, mal süß. Süße Knödel werden aus verschiedenen Teigarten hergestellt – aus Hefeteig, Grießteig, Kartoffelteig oder Quarkteig. Sie werden mit frischem oder konserviertem Obst gefüllt, manchmal auch mit Marmelade oder Pflaumenmus.
Sie brauchen: 300 g weichen Quark, 700 g Mehl oder Grieß, 200 ml Milch, 3 Eier, 100 g Zucker, 100 g weiche Butter, 1 Prise Salz
Und so geht's: Butter mit Zucker und Eiern verrühren, Quark, Mehl und Milch sowie eine Prise Salz dazugeben und eine Weile ruhen lassen. Dann formen Sie aus dem Teig eine Rolle und schneiden kleine Teile ab - so groß, dass Sie eine Pflaume (oder ein anderes Stück Obst) damit umfassen können. Geben Sie die gefüllten Knödel in Salzwasser und lassen Sie sie etwa 6 Minuten kochen. Mit einem Sieb aus dem Wasser herausnehmen, mit einer Gabel durchstechen, damit der Dampf entweichen kann, und auf einem Teller anrichten. Mit Zucker, geriebenem Quark oder in Butter geröstetem Paniermehl oder gemahlenem Mohn bestreuen und mit zerlassener Butter übergießen.
Eine Reise: Burgen und Schlösser
Über 2000 Burgen, Schlösser, Festungen und Burgruinen sind in Böhmen und Mähren erhalten geblieben. In den Sommermonaten können Sie sich hier als Schlossherr oder Burgfräulein fühlen. Von den alten Festungen aus dem 12. Jahrhundert bis zu den romantischen Zuckerbäcker-Schlösschen öffnen die Denkmäler ihre Burgtore. Im Inneren erwartet Sie nicht nur jahrhundertealte Geschichte, sondern auch eine Menge Unterhaltung: Fechtturniere, Burgfeste, mittelalterliche Jahrmärkte aber auch klassische Konzerte finden in vielen der historischen Gebäude statt. Und in einigen kann man sogar Gespenster sehen. Die Schlösser-Saison geht von April bis Oktober, in dieser Zeit sind die Baudenkmäler täglich außer montags geöffnet.
Informationen bietet die Broschüre "111 Burgen, Schlösser und andere ausgewählte Denkmäler in der Tschechischen Republik", erhältlich bei der Tschechischen Zentrale für Tourismus: www.czech-tourist.de, Tel: 030/2044770 Infos zu den Schlössern unter www.zamky-hrady.cz
Ein Kultur-Highlight: Glaskunst
Böhmisches Glas wartet an allen Ecken in der Prager Innenstadt auf kauffreudige Touristen. Das Glas ist auch ein beliebter Exportartikel, Aristokraten aus aller Welt lassen sich ihre Vasen aus Tschechien liefern und altes böhmisches Glas erzielt auf Aktionen Höchstpreise. Glas wurde in Tschechien schon im Mittelalter hergestellt. Zu den bedeutendsten böhmischen Glasereien des 19. Jahrhunderts gehörte die Glashütte Klastersky Mlyn. Den Weltruf und die Beliebtheit der Erzeugnisse der Glasfabrik in Klastersky Mlyn beweisen zahlreiche Preise bei internationalen Ausstellungen und die Tatsache, dass schon um die Jahrhundertwende drei Viertel der Produktion für das Ausland bestimmt waren. Doch nicht nur in der traditionellen Glaskunst sind die Tschechen heute führend. Seit etwa 40 Jahren hat sich die moderne Glaskunst als Richtung etabliert. In Tschechien wird sie an vielen Kunstgewerbeschulen und in Glasateliers gepflegt. Auch in Deutschland ist es möglich, tschechische Glaskunst zu bestaunen: Eliska Stölting, selbst eine Glaskünstlerin aus Tschechien, hat vor einigen Jahren eine Glasgalerie in Hittfeld bei Hamburg eröffnet. Hier stellt sie die Arbeiten verschiedener tschechischer Künstler aus.
Informationen unter www.glassart.de.













