Dilma Rousseff ist seit Anfang 2011 Staatsoberhaupt von Brasilien und steht damit als erste Frau an der Spitze des größten südamerikanischen Landes. Ihr Vorgänger, Luiz Inácio Lula da Silva, gilt als ihr politischer Ziehvater. Nachdem die 63-Jährige ihm mehrere Jahre als Ministerin für Energie und später als Kabinettschefin zur Seite stand, will sie seinen politischen Kurs gegen Armut und für Wirtschaftswachstum und Menschenrechte fortsetzen. Außenpolitisch tritt sie selbstbewusst auf. Unter anderem fordert sie für ihr Land einen ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat. Da Brasilien ein katholisches Land ist, lastet Druck von den Kirchen und dem Papst auf der Präsidentin. Deswegen ist auch unter Rousseff, die sonst als liberale Politikerin gilt, nicht damit zu rechnen, dass das Verbot von Abtreibung und homosexuellen Ehen in naher Zukunft aufgehoben wird.













