Frauen und Macht
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Dr. Christine Bortenlänger
Dr. Christine Bortenlänger ist Geschäftsführerin der Börse München. Die 38-Jährige absolvierte eine Ausbildung zur Bankkauffrau sowie ein BWL-Studium und hat einen 16-jährigen Sohn.
"Grundsätzlich gehe ich mit Macht nicht anders um als Männer, die ich als gute Führungskräfte bezeichne und die mir als Vorbild dienten und dienen. Macht verpflichtet zu viel Verantwortung! Mit Macht heißt es behutsam umzugehen. Macht muss man nicht demonstrieren, wenn man gute Argumente hat.
An Macht positiv sind ganz klar die großen Gestaltungsmöglichkeiten. Für mich ist nichts negativ an Macht, außer vielleicht gelegentlich eine schlaflose Stunde, wenn große Themen anstehen...
Frauen sind im Topmanagement immer noch untervertreten. Das liegt an verschiedenen Dingen: z. B. an fehlenden Ganztagsbetreuungskonzepten für Familien von Führungskräften, an fehlender gesellschaftlicher Akzeptanz, an nicht ausreichendem Mut von Frauen, an oft immer noch unterschiedlich hohem Einkommen von Mann und Frau in gleicher Position, an fehlenden Vorbildern/ Rollenmodellen für Mädchen und junge Frauen.
Frauen, die eine einflussreiche Position anstreben, sollten die Sache ganz natürlich angehen. Und beruflich das verwirklichen, was wirklich Spaß macht. Dann gelingt es, das Umfeld mitzureißen und zu überzeugen. Ich selbst hatte nie Schwierigkeiten, in meiner Rolle als Führungskraft akzeptiert zu werden, weder von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern noch von Vorgesetzen. Ich habe keine 'gläserne Decke' und kein Mobbing erlebt."













