Gewalt gegen Frauen: Die Fakten
Gewalt kommt auch in den "besten" Familien vor – dies belegt ebenfalls die Studie von 2004. So haben zum Beispiel 60 Prozent aller Frauen, die von ihrem Partner schwer körperlich psychisch oder sexuell misshandelt werden, eine mittlere oder hohe Ausbildung und einen qualifizierten Beruf – 37 Prozent aller Männer, die ihre Partnerin quälen, sind Akademiker. Der Europarat stellte fest, "dass familiäre Gewalt die Hauptursache für den Tod oder die Gesundheitsschädigung von Frauen im Alter zwischen 16 und 44 Jahren darstellt."
Aus den meisten Quellen geht klar hervor, dass bei 90 bis 95 Prozent aller Fälle familiärer Gewalt Frauen die Opfer und Männer die Täter sind. Die Bundeskriminalstatistik liefert hierzu leider keine nach Geschlecht differenzierten Daten.
Vor mehr als 30 Jahren wurde in Deutschland das erste Frauenhaus gegründet. Zurzeit fliehen jährlich etwa 20 000 Frauen mit ebenso vielen Kindern in eines der bundesweit 350 Häuser – mehr als 50 Zufluchtstätten mussten wegen Geldmangel in den letzten Jahren schließen. Denn nur in Berlin, Hamburg und Schleswig-Holstein erhalten die Frauenhäuser seit Jahren einen eigenen Etat. Nicht kostendeckend, aber zumindest berechenbar.
In den anderen 13 Bundesländern müssen sich Frauenhäuser durch den so genannten Tagesssatz finanzieren und das heißt: Sie bekommen ausschließlich für belegte Plätze Geld. Diese Form der Bezuschussung bedeutet für die Frauen in Not und für die Einrichtungen massive Nachteile. Hauptproblem der Häuser: Jede längerfristige Planung ist unmöglich. Hauptproblem für die Zuflucht suchenden Frauen: Sie müssen sofort einen Antrag auf Hartz IV stellen. Und dafür braucht sie eine Menge Bescheinigungen - Kontoauszüge, Kindergeldbescheid, Krankenkassennachweis...
Nichts, woran eine flüchtende Frau direkt denkt. Das Zusammensuchen der geforderten Papiere kostet Kraft und Zeit und birgt sogar Gefahren - wenn nämlich die Betroffene noch mal nach Hause muss, um die Belege zu holen. Deshalb diskutiert der Bundestag nun erstmals, ob Frauenhäuser grundsätzlich finanziell unterstützt werden sollen. Viele Befürworter fordern darüber hinaus ein einklagbares Recht auf Hilfe: Jede Frau, die einen Platz im Frauenhaus braucht, sollte dementsprechend einen Anspruch darauf haben.














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am um
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halmackenreuter
am 16.08.09 um 10:55
"...mehr als 50 Zufluchtstätten mussten wegen Geldmangel in den letzten Jahren schließen. Denn nur in Berlin, Hamburg und Schleswig-Holstein erhalten die Frauenhäuser seit Jahren einen eigenen Etat."
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halmackenreuter
am 16.08.09 um 10:41
"Aus den meisten Quellen geht klar hervor, dass bei 90 bis 95 Prozent aller Fälle familiärer Gewalt Frauen die Opfer und Männer die Täter sind." Es sind dies jedoch nur Quellen, die Hellfeld-Daten zugrundelegen. Bei so ziemlich jeder Straftat wird aber auch das Dunkelfeld erforscht, d.h. die nicht polizeilich aktenkundig gewordenen Fälle, weil man nur so etwas über das wahre Ausmaß des Delikts erfährt. Bei häuslicher Gewalt sagen die Dunkelfeld-Studien ziemlich eindeutig aus, dass häusliche Gewalt, auch körperliche, etwa zur Hälfte von Frauen ausgeht.
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halmackenreuter
am 16.08.09 um 10:34
Bevor die Kommentarfunktion wegen zuviel Meinungsfreiheit wieder abgestellt wird, hier noch einige Bemerkungen zu Frau Baumgartens "Fakten".
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klinker
am 15.08.09 um 12:07
Das es sich bei den "Fakten" nicht um Fakten, sondern um die krude Realitätsausblendung einer Autorin handelt, die ihren jounailleistischen Job dazu benutzt, ihre Ideologie zu verbreiten, statt Aufklärung zu betreiben, weiss jeder, der sich halbwegs mit dem Thema beschäftigt hat.
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bedsitter
am 15.08.09 um 09:33
Die "Fakten" sind eben keine Fakten die belastbar sind. Als "Gewalt gegen Frauen" definieren Frauenhäuser u.a. "er fährt zu schnell Auto", "er gibt mir nicht genug Geld", "er spricht nicht ausreichend mit mir", usw. usw. Das wegen dieser absurden Definition "jede 4. Frau Opfer häuslicher Gewalt ist", verwundert da nicht mehr. Bei häuslicher Gewalt gegen Männer hat das Ministerium übrigens eine ähnlich hohe Quote festgestellt, weigerte sich jedoch strikt weiterführende Untersuchungen durchzuführen. Diese gab es nur bei Gewalt gegen Frauen.
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arouet58
am 14.08.09 um 23:34
Die Aussage, Partnergewalt sei die häufigste Todes - oder Schädigungsursache für Frauen zwischen 15 u. 44 ist einfach absurd falsch. In keinem Land Europas ist Gewalt unter den 10 häufigsten Todes-/Schadursachen zu finden, weder für Männer noch für Frauen, schon gar nicht Partnergewalt.
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Michael
am 14.08.09 um 22:34
Frau Baumgarten, Gratulation.
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maennersache
am 07.08.09 um 19:46
http://abgeschmackt.blogspot.com/2008/09/bmk-baader-meinhof-komplex-ist-gewalt.html
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maennersache
am 07.08.09 um 19:35
http://maennersache.blog.volksfreund.de/2009/05/08/polizei-trier-lernt-nicht-dazu-gewalt-ist-nicht-maennlich/
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maennersache
am 07.08.09 um 19:34
http://maennersache.blog.volksfreund.de/2009/05/18/weibliche-gewalt-in-engen-sozialen-beziehungen-in-trier-aber-nicht-nur-da/
mehr (14)Gerade das Beispiel Berlin ist interessant - und sehr erschreckend. Wie im vorherigen Kommentar erwähnt, sind dort fast 27 Prozent aller polizeilich erfassten Opfer häuslicher Gewalt männlich. Anzahl der vom Senat geförderten Männerhäuser in Berlin: 0.
Der klamme Berliner Senat gibt jährlich Millionen für Frauenhäuser und für öffentliche "Aufklärungskampagnen" über häusliche Gewalt (gegen Frauen) aus. Die männlichen Opfer ignoriert er vollständig, alleine die Polizeistatistik lügt als einzige nicht, denn sie klärt über die wahren Verhältnisse im Hellfeld aus. Es gibt also jede Menge blinde Flecken und Wahrnehmungsprobleme in der Politik in Bezug auf familiäre Gewalt - aber anders, als Frau Baumgarten das wahrhaben will.
Sogar einige Hellfeld-Daten aus bestimmten Regionen kommen zu dem Ergebnis, dass weit mehr als 5-10 Prozent der Opfer Männer sind: Berlin etwa meldete für 2007 26,9 Prozent männliche Opfer, Niedersachsen im gleichen Jahr fast 22 Prozent, der schweizer Kanton St. Gallen fürs erste Halbjahr 2008 gar 42 Prozent.
Immer mehr Männer trauen sich also offenbar, zur Polizei zu gehen und Anzeige zu erstatten. Gut so!
"Der Europarat stellte fest, 'dass familiäre Gewalt die Hauptursache für den Tod oder die Gesundheitsschädigung von Frauen im Alter zwischen 16 und 44 Jahren darstellt.'" Das ist längst widerlegt, ausführlich z.B. unter http://manndat.abplesk01.de/index.php?id=550
Z.B. Bundesgesundheitssurvey 1998: Hieri wurde eine repräsentative Bevölkerungsgruppe von 18 bis 79 Jahren u.a. danach gefragt, ob sie innerhalb der letzten 12 Monate eine Verletzung/Vergiftung erlitten hatte, die ärztlich versorgt werden musste. Nur 0,3 Prozent aller Menschen (Männer und Frauen!) mussten wegen einer Gewalttat behandelt werden. Dabei wurde noch nicht einmal nach familiärer und "öffentlicher" Gewalt unterschieden. Selbst unter Berücksichtigung einer Dunkelziffer sind die Zahlen des Europarats maßlos übertrieben, erst recht natürlich in Bezug auf die Tötung
Was mir noch übler aufstößt ist die Leugnung und zweite Viktiminisierung all derjenigen, die unter Gewalt durch Frauen leiden mußten und es noch tun, sei es durch die zigtausenden von schlagenden Müttern, den ach so harmlosen gewalttätigen Gattinnen, den Exen, die ihren Gatten am liebsten auf Sozialhilfeniveau oder noch besser auf der Straße sehen wollen und es nur allzu oft schaffen.
Frau Baumgarten's Art der Arbeit hat in einer Redaktion, die auf jounalistische Qualität, statt auf Meinungsmache im Stile des Stürmer Wert legt, nichts zu suchen.
Bleibt die Frage wer sich um geschlagene Männer und deren Kinder kümmert? Warum wird ihnen zugemutet weiterhin mit der Schlägerin unter einem Dach zu leben? Warum gibt es keine öffentlich finanzierten Männerhäuser?
Auf welche Studie beruft sich da der Europarat?
Hier eine detailliertere Aufschlüsselung:
Die häufigsten Todesursachen variieren mit dem Alter:
* bei Frauen unter 30 Jahren sind Verkehrsunfälle die häufigste Todesursache;
* in der Altersgruppe der 30- bis 34-jährigen ist es Selbstmord;
* von den 35- bis 64-jährigen Frauen sterben die meisten an Krebs, vor allem Brust- und Gebärmutterhalskrebs;
* bei Frauen ab 65 Jahren ist fast die Hälfte der Todesfälle Krankheiten des Kreislaufapparats zuzuschreiben.
Quelle:
http://europa.eu/legislation_summaries/public_health/health_determinants_environment/c11558_de.htm
Erst ein polemisch geführtes Interview, das nur deshalb nicht zum Streitgespräch ausartete, weil Prof.Amendt bemerkenswert sachlich blieb, dann ein Kommentar, der es sich erlaubt, Prof. Amendt Ansichten zu unterstellen, die er nicht geäußert hat und als krönender Abschluß eine einseitige "Faktensammlung", die alle Fakten, die nicht ins feministische Weltbild passen wollen, ausblendet.
Z.B. diese:
Processes Explaining the Concealment and Distortion
of Evidence on Gender Symmetry in Partner Violence von Prof. Murray Straus.
http://www.menshealthaustralia.net/files/Gender-symmetry-with-Graham-Kevan.pdf
In dem Artikel für eine renommierte Fachzeitschrift wird dargelegt, wie "sachlich" feministische "Wissenschaft" arbeitet.
Und diese:
REFERENCES EXAMINING ASSAULTS BY WOMEN ON THEIR SPOUSES OR MALE PARTNERS:
AN ANNOTATED BIBLIOGRAPHY
Eine Liste internationaler Studien.
Naheres zu vielen der Studien ergibt die Benutzung von Google Scholar.