Gewalt gegen Frauen: Warum Frauenhäuser notwendig sind

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BRIGITTE.de: Amendt sagt: Gewalt in der Familie betrifft alle, deshalb sollten Familienhäuser eingerichtet werden. Klingt doch vernünftig.

Katja Grieger: Es ist immer die ganze Familie betroffen. Da hat Amendt absolut Recht. Aber: Gewalt ist nicht gleich und Gewalt macht nicht gleich. Deshalb plädiere ich sehr für große Vielfalt in den Unterstützungssystemen, für Differenzierung. So dass jede und jeder die Hilfe bekommt, die sie oder er braucht. Auch die Kinder. Aber das ist nicht an einem Ort zu regeln, davon bin ich fest überzeugt. Es würde doch auch niemand einer Frau, die von einem Fremden vergewaltigt wurde, ernsthaft vorschlagen: Geh mit dem Vergewaltiger in ein Haus und arbeitet dort mal schön alles zusammen auf. Warum aber sollte das funktionieren, wenn der Vergewaltiger der Ehemann ist? Amendt leugnet mit diesem Vorschlag außerdem, dass es Frauen gibt, die ihres Lebens nicht mehr sicher sind. Vor dem Hintergrund, dass immer wieder Frauen von Partnern ermorden werden, halte ich das für starken Tobak.

BRIGITTE.de: Amendt fordert ja auch mehr Beratung, für Familien in denen Gewalt herrscht. Können Sie sich dem anschließen?

Katja Grieger: Auf jeden Fall. Aber aus meiner Sicht kommt es darauf an, für die jeweilige Situation das passende Angebot zu finden. Manchmal ist das die Unterstützung in der Frauenberatungsstelle, manchmal muss eine Frau eine Zeitlang ins Frauenhaus, und nimmt später die Familienberatung in Anspruch. Das schließt sich ja alles nicht gegenseitig aus. Und die unterschiedlichsten Einrichtungen kooperieren ja auch jetzt schon sehr gut miteinander. Natürlich empfiehlt eine Frauenhaus-Mitarbeiterin einer Frau die Familienberatung, wenn sie mit ihrem Mann das Problem aufarbeiten will. Und die Familienberatungsstelle verweist eine Frau, die schutzbedürftig ist, an ein Frauenhaus. Das funktioniert und ergänzt sich sehr gut. Nur Herr Amendt blendet das leider aus.

BRIGITTE.de: Amendt sagt, Männer leiden mindestens genauso unter Gewalt, die von ihren Frauen ausgeübt wird. Würden Sie denn die Einrichtung von Männerhäusern begrüßen?

Katja Grieger: Ich hätte nichts dagegen. Ich teile nur dieses Gegeneinander-Ausspielen nicht, nach dem Motto: Wer sind nun die wirklichen Opfer. Diese Diskussion bringt uns nicht weiter. Ich finde, dass jeder Mensch der Gewalt erlebt, eine professionelle, auf seine Situation zugeschnittene Unterstützung erhalten muss. Spezialisierte Frauenberatung ist unverzichtbar, solange es Gewalt gegen Frauen gibt.

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  • Artikel vom 20.08.2009
  • Interview: Silke Baumgarten
Letzte Kommentare
  • Absurdistan
    am 08.11.11 um 16:39
    war beim JA. Dort hat man mir geraten das gem. Sorger. einzuklagen. Lebensgefährtin depressiv und psychotisch. In Ihrer Biographie sind lauter Therapien ambulant und stationär. Ich äußerte Bedenken weil ich befürchtete sie würde mich dann mit häuslicher Gewalt falsch Beschuldigen wie sie es mit dem Ex-Mann getan hat. (Sie hatte es mir gestanden). Trotzdem, ich sollte ihr sagen ich wäre beim JA gewesen und es noch mal gütlich versuchen. Wie befürchtet hat sie mich wegen häuslicher Gewalt beschuldigt und ist mit unserem Baby ins Frauenhaus. Die Einstweilige Anordnung Gewaltschutz und die Zuweisung der Wohnung wurde vor Gericht abgelehnt. Weil sie ins Frauenhaus gegangen ist wechselte die Zuständigkeit des JA. Jetzt ist auch eine JA-Mitarbeiterin vom Frauenhaus für MICH zuständig. Von objektivität keine Spur mehr. Aus Ihrer Perspektive sind Männer immer Täter und Frauen immer Opfer. Wenn Frauen keine Erziehungsqualität haben brauchen sie nur Hilfsangebote. Männer sind g
  • Spanier
    am 09.06.11 um 01:59
    Sie leugnet nicht explizit, dass Männer mindestens genau so betroffen sind von häuslicher Gewalt, ihre Position zu Männerhäusern ist dennoch nur: "Ich hätte nichts dagegen."
    Müsste sie nicht vehement auch dafür eintreten, dass Männer geschützt werden, wenn sie doch anerkennt, dass diese genau so oft geschlagen werden von ihren Frauen wie umgekehrt?
    Wer spielt hier die Opfer gegeneinander aus?

    Offenbar sind ihr verprügelte Männer völlig egal. Eine weitere Bestätigung dafür, dass Amendt recht hat.

  • SENSU Ertan
    am 14.01.11 um 10:48
    meiner frau hat mich am 06.01.11 verlassen und ins frauenhaus salzburg gegangen.das war ein schock für mich wie sie an dieser abend mir das gesagt hat.sie war dort hat alles besprochen und sie wurde dort angenommen.das komische daran ist das die frauenheim ohne die genanten vorraussetztungen meine frau dort angenommen haben.ich hab sie nie geschlagen oder misshandelt auch micht missbraucht,raus geschmissen hab ich sie nie ich hab sie nur geliebt und liebe sie immer noch wir haben ein tochter sie ist jetzt 4,5 jahre wir waren 11 jahre zusammen es gab in der zeit schon öfters probleme oder streitereien wie bei alle familien aber etwas so schlimmes wie die vorraussetztungen von der frauenhaus ist nie aufgetreten.meiner familie ist zusammen gebrochen und ich kann nichts tun gegen dieser personen sie machen alles noch mehr kaput ach kann nur zu schauen.die tochter will das wir wieder eine familie werden sie will nicht von beide eltern teile weg und ich will auch zurück meine familie.m.f.
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