Google Street View: Die wichtigsten Fragen

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Welche deutschen Städte sind seit November 2010 im Internet zu sehen?

Google Street View hat zunächst die Bilder für die 20 größten Städte in Deutschland online gestellt. Zu sehen sind Berlin, Bielefeld, Bochum, Bonn, Bremen, Dortmund, Dresden, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, Mannheim, München, Nürnberg, Stuttgart und Wuppertal.

Warum wird der Dienst so heftig kritisiert?

Die Häuser wurden mit Kameras gefilmt, die in 2,5 Meter Höhe auf den Autodächern montiert wurden. Damit konnten sie auch über Hecken und Zäune hinweg fotografieren, die Passanten normalerweise den Blick auf Häuser und Gärten versperren. Viele Mieter und Hausbesitzer fürchten, dass potenzielle Einbrecher so im Internet ganz bequem die Ziele für ihre Diebestour recherchieren und nach Schwachstellen (ebenerdige Fenster, Balkontüren usw.) suchen könnten.

Darf Google überhaupt fremde Häuser und ganze Straßenzüge fotografieren?

Darüber streiten Juristen in Deutschland schon seit Jahren. Im Gesetz findet sich aber keine Vorschrift, die Google die Aufnahmen tatsächlich verbietet. Einige Städte versuchen, dem amerikanischen Unternehmen Gebühren dafür abzunehmen, dass seine Kameraautos über die Straßen der Gemeinde fahren. Es ist aber zweifelhaft, dass solche Regelungen vor Gericht Bestand haben werden.

Wurde bei Street View noch mehr erfasst als nur Fassaden?

Im Frühjahr wurde bekannt, dass die Google-Kameraautos mit einem Programm ausgestattet sind, das Drahtlosnetzwerke (WLAN) erfassen kann. Mittlerweile hat sich das Unternehmen entschuldigt und will die Daten an den Hamburger Datenschutzbeauftragten herausgeben.

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  • Artikel vom 11.08.2010
  • Text: wal
    Foto: dpa/picture alliance
Letzte Kommentare
  • tom57
    am 16.08.10 um 11:59
    „Bilderbuchs-Köln” (www.bilderbuch-koeln.de) darf nach einer Entscheidung des Landgerichtes Köln abbilden (LG Köln, Urteil vom 13.1.2010 - 28 O 578/09 [rechtskräftig]). Für Verkehrskameras (http://www.svz-bw.de/index.php?option=com_content&view=article&id=124&Itemid=136) nimmt der Staat für sich in Anspruch, minutlich aktuelisierte Bilder in das Internet einzustellen. Google Streetview billigt Betroffenen zu, dass bei Widerspruch eine Abbildung nicht stattfindet. Ich verstehe den Hype nicht. Ilse Aigner und andere Politiker verhalten sich ausgesprochen populistisch und sollten sich erst einmal an der eigenen Nase packen.
  • Demelza
    am 14.08.10 um 23:39
    das mit den einbrechern verstehe ich jetzt ehrlich gesagt auch nicht - da ist jede todesanzeige mit angabe, wann eine beerdigung stattfindet, aussagekräftiger (da weiss der einbrecher sofort, wo wann keiner zu hause ist); aber trotzdem muss es doch nicht sein, dass bei streetview dann auch noch die wlan-daten mitveröffentlicht werden. und sich über die ängste derer, die bedenken gegen street view haben, lustig zu machen, muss m.e. auch nicht sein.
  • Fritz
    am 14.08.10 um 16:34
    Wenn jemand so eine heruntergekommene Hütte bewohnt,soll er doch Christo bestellen.
    Der wickelt ihm seine Schrottimmobilie ein und setzt auch noch ein Schleifchen oben drauf.

    Und im Ernst:Kann man den Nörglern ihre Häuser nicht Tag und Nacht sehen,wenn man sich davor stellt

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