Ich gestehe: Wenn ich eine Frau mit Kopftuch sehe, habe ich den Impuls, sie forschend anzugucken: Ob sie es wohl freiwillig trägt? Und jedes Mal ärgere ich mich. Über mich. Darüber, dass ich für einen Moment dem Klischee aufsitze, dass muslimische Frauen unters Kopftuch gezwungen werden. Dabei stellt sich für viele gläubige Frauen das Problem genau andersrum: In acht Bundesländern dürfen Lehrerinnen kein Kopftuch im Unterricht tragen. Das ist eine unerträgliche Bevormundung, meine ich.
So sieht es auch Human Rights Watch. Das Verbot ist eine Verletzung der Menschenrechte, zu diesem Schluss kommt die Menschenrechtsorganisation in ihrem am Donnerstag veröffentlichten Bericht: "Diese Gesetze zwingen kopftuchtragende Frauen, sich entweder für ihren Beruf oder für ihren Glauben zu entscheiden", sagt Haleh Chahrokh. Die Autorin der Studie hat über einen Zeitraum von acht Monaten über 30 Betroffene interviewt. "Ich fühlte mich plötzlich wie eine fremde Person", so eine Grundschullehrerin. "Man wird Kopftuchfrau'", sagte eine andere. Einige Frauen zogen wegen des Verbotes um, andere entschieden sich dafür, das Kopftuch im Klassenzimmer abzunehmen - und gerieten deswegen in Gewissenskonflikte. Fast alle fühlen sich ausgeschlossen und fragen zu Recht, warum Lehrerinnen aufgrund ihrer Kleidung und nicht ihres Verhaltens beurteilt werden.
Die Debatte ums Kopftuch wird seit Jahren polemisch geführt. Die einen, die Traditionalisten, geraten in Wallung, weil sie das Kopftuch für ein religiöses Hardliner-Symbol halten. Andere, unter ihnen "Emma"-Herausgeberin Alice Schwarzer und die türkischstämmige Anwältin Seyran Ates, sind der Ansicht, das Kopftuch unterdrücke Frauen. Ein Verbot, so argumentieren sie, sei zu ihrem Schutz.
Und wenn die muslimischen Frauen diesen Schutz gar nicht brauchen oder wollen? Wo sind wir denn? Frauen sollen selbst entscheiden, ob, wie, aus welchen Gründen und in welchen Situationen sie ihren Kopf bedecken oder nicht. Ich verspreche, ich gucke auch nicht mehr blöd.













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am um
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hativollmond
am 08.09.11 um 15:25
Komisch, alle finden eine Frau, die wegen ihres Glaubens (und nur wegen ihres Glaubens) das Kopftuch trägt, unterdrückt. Und was macht ihr, die meinen, Kopftuch gehöre nicht in die Schule oder sonstwohin? Genau das Gleiche! Was hat denn das Wissen einer Lehrerin mit dem Kopftuch zu tun? Glaubt ihr, dass plötzlich ihre Gehirnzellen aufgehört haben zu arbeiten? Ihr beklagt euch, dass die muslimische Frau nicht am Arbeitsleben teilnimmt, sich zurückzieht und sich nicht "integrieren" kann. Kommt mal eine muslimische Lehrerin die sich für die Gesellschaft einsetzen will, möchtet ihr sie dann doch nicht. Wisst ihr denn, in was für einen Gewissenskonflikt ihr diese Frauen steckt? Wieso akzeptiert ihr nicht, dass sie genau wie alle anderen Frauen das Recht hat, sich so zu kleiden, wie sie will. Außerdem stößt dieses Gesetz gegen das Recht der Glaubensfreiheit. Wo sind die Stimmen des "ach so demokratischen" Deutschlands? Anscheinend sind manche Menschen gleicher als andere. So ein
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Andreas Gratenau
am 05.11.10 um 14:49
Religion ist eine GEISTIGE ANGELEGENHEIT! Wer sie veräußerlicht durch Kopftücher, Turbane, Fische oder sonstwas... hat in seiner Seele einen dumpfen Drang, sich über ein Symbol selbst wichtig zu machen, sich zu erhöhen - vergleichbar mit einem heraushängenden Schlüsselbündel am Gürtel. Dass das am Thema vorbeigeht - der RELIGIO, der Rückbesinnung auf den recht unbekannten Schöpfer -, das ist das Blöde eben auch am Kopftuch.
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aischaslam
am 12.08.09 um 16:45
Ich bin selber eine Konventierte Muslime die daqs Kopftuch aus freien stücken trägt. Ich kann sehr wohl nachvollziehen das viele Eltern aufgrund der Islamhetze der Medien und das eltern in schulen keine Religiösen Symbole erwünschen, aber stelle mir da die frage, wenn dies der fall ist, das Die Schüler Ihren eigenen weg finden sollen, warum genau diese öffentlichen Schulen zu weihnachten oder Ostern mit Weihnachtsbaum oder Ostereinern geschmückt werden und Gottesdienste in Kirchen abgehalten werden? Wenn man schon auf Religiöse symbole verzichten will, so auch auf diese. Mann soll auch bedenken das unsere Kinder zu diesen Schulen gehn. Gleiches Recht dann auch für alle.
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ariella60
am 01.04.09 um 20:12
Ist es wirklich liberal zu erlauben, dass sich in unserer Gesellschaft eine Gruppe etabliert, die weibliche Haare für obszön hält? Was sonst steckt denn dahinter als eine unglaubliche Verklemmtheit, als Angst vor weiblicher Sexualität? Wollen wir dahin zurück? Wieviel Leid bringt der Glaube, die Ehre einer Familie habe etwas mit der Sexualität der Frauen zu tun, über muslimische Familien! Ich bin für ein Kopftuchverbot. Mit großer Sorge sehe ich, wie sich in unserer Gesellschaft eine Gruppe etabliert und stetig vergrößert, die völlig andere Werte hat - und wir fordern nichts von ihr, sondern finanzieren sie zum großen Teil auch noch mit. So entstehen Bürgerkriege! Denn irgendwann wird die Bevölkerungsgruppe der traditionell ausgerichteten Muslime, die ganz nach ihren eigenen Regeln lebt, aufbegehren und beispielsweise verlangen, dass in ihren Wohnbezirken die Scharia gilt. Wir müssen anfangen, den Menschen mit Migrationshintergrund zur Integration zu verhelfen. Wer par
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meatloaf
am 13.03.09 um 17:37
Ob Frau Kirsch das für eine unerträgliche Bevormundung hält oder nicht...
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ernesto_01
am 13.03.09 um 14:25
Warum sollte sich nicht jede/r so kleiden können, wie er mag? Warum sehen manche in einem schlichten Kopftuch ein "rotes Tuch"? Ist die Angst so groß?
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Hannno
am 11.03.09 um 19:57
niemand hat das Recht, auf der Strasse oder sonstwo in der Öffentlichkeit, seine "Mitmenschen" , mit seiner privaten Einstellung oder Religions- , Konfessions-Zugehörigkeit zu drangsalieren, in dem ich die Abzeichen oder Zeichen einer privaten Meinung , in die freie Öffentlichkeit bringe.Kopftuch z.B. ist eine Kopfbedeckung bei schlechtem Wetter und hat also nichts, rein garnichts in einer ( im freien Teil der Welt bestehenden) Schulklasse zu suchen.
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Bärbel
am 06.03.09 um 14:07
Ein solches Symbol hat in der Schule nichts zu suchen, weil auf diese Weise Reklame für den Islam gemacht wird.Ich als Mutter würde es nicht wollen, daß mein Kind auf diese Weise für eine andere Religion interessiert wird. Gerade wo der Islam an den aktuellen Ereignissen ja zeigt, was für eine Gesinnung dahintersteht.
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Hannno
am 05.03.09 um 11:41
Religion ist Privatsache und darf in der Öffentlichkeit nur stattfinden solange andere Gruppen nicht belästigt werden. Das Kopftuch ist ein Symbol der muslemisch in der Jugend verdeckten Beeinflussung mit z.T. defensiver Gewalt (du musst das tun was "wir" für richtig halten) mit brutalen Eingriffen bis zur Gehirnwäsche (+Beschneidung ). Wer sowas in Deutschland duldet macht sich der "Menschenverachtung" schuldig. wo bleibt die Kinderzeit wenn schon kleine Wesen tagtäglich gezwungen sind den Erwachsenen alles nach zu machen, was denen auch über Jahrzehnten eingetrichtert wurde (ohne eigenes Wissen und ohne eigene Meinung äussern zu dürfen) ..Was ist ein Guru, Imam,Papst,Prophet oder Priester anderes als ein "gut gebildeter Mensch",der im Auftrag der Regierung Erklärungen abgibt, belehrt und auch Lebenshilfe gibt. Jede "übermenschliche Fähigkeit" ist nur zum Zweck der Gewaltverteilung angedichtet.Wenn d. grösste vorstellbare Herrscher krank wird, wer ausser "ein GOTT" soll
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Hannno
am 05.03.09 um 11:41
Religion ist Privatsache und darf in der Öffentlichkeit nur stattfinden solange andere Gruppen nicht belästigt werden. Das Kopftuch ist ein Symbol der muslemisch in der Jugend verdeckten Beeinflussung mit z.T. defensiver Gewalt (du musst das tun was "wir" für richtig halten) mit brutalen Eingriffen bis zur Gehirnwäsche (+Beschneidung ). Wer sowas in Deutschland duldet macht sich der "Menschenverachtung" schuldig. wo bleibt die Kinderzeit wenn schon kleine Wesen tagtäglich gezwungen sind den Erwachsenen alles nach zu machen, was denen auch über Jahrzehnten eingetrichtert wurde (ohne eigenes Wissen und ohne eigene Meinung äussern zu dürfen) ..Was ist ein Guru, Imam,Papst,Prophet oder Priester anderes als ein "gut gebildeter Mensch",der im Auftrag der Regierung Erklärungen abgibt, belehrt und auch Lebenshilfe gibt. Jede "übermenschliche Fähigkeit" ist nur zum Zweck der Gewaltverteilung angedichtet.Wenn d. grösste vorstellbare Herrscher krank wird, wer ausser "ein GOTT" soll
mehr (16)in der Freizeit kann sich jede/r kleiden wie er/sie/es mag...
ich möchte aber weder, daß meine Tochter an einer staatlichen Schule von einer Nonne mit Schleier noch von einer Muslimin mit Kopftuch unterrichtet wird.
Im Übrigen weise ich gerne auf das bestehende Kopftuchverbot an türkischen Schulen hin!
Wenn jemand freiwillig für den Islam ist, so soll er es sein. Er soll aber die Hände von unseren Kindern lassen.