Kristina Köhler: Acht Fragen zur neuen Familienministerin
1. Wieso kam Merkel gerade auf sie?
Ist ein bekennender Merkel-Fan: Kristina Köhler
Sicher nicht wegen Köhlers übermäßigen familienpolitischen Engagements: Bisher hat die 32-Jährige sich von diesem Politikbereich eher distanziert: "Junge Frau macht Familienpolitik" fand sie "so klischeehaft", sie konzentrierte sich deshalb lieber auf eher männlich besetzte Themen wie Innere Sicherheit, Islamismus, Extremismus. Auf den Ministersessel katapultiert sie jetzt ihre Herkunft: Wie der zurückgetretene Franz Josef Jung stammt auch Köhler aus Hessen, genauer aus Wiesbaden, für den Wahlkreis sitzt sie seit 2002 im Bundestag. Der parteiinterne Länderproporz zwang Angela Merkel vergangene Woche, nach Jung wieder einen Hessen oder eine Hessin ins Kabinett zu holen. Und Köhler kam ihr gerade recht: Als durchsetzungsfähiges Nachwuchstalent gilt sie schon länger. Bekennender Merkel-Fan ist sie auch. Das kann in solchen Fällen ja nicht schaden.














"Wir hoffen, dass sie dabei die Frauen nicht ganz vergisst. Und schenken der Neuen zum Einstand, hübsch lila verpackt und mit den besten Wünschen, "Der kleine Unterschied" von Alice Schwarzer."
An die Farbe Lila wird sich Frau Köhler wohl zu gewöhnen haben, denn zu durch und durch eingefärbt ist ihr Ministerium.
/ Ein Buchtipp aber auch von mir:
Walter Hollstein: Was vom Manne übrig blieb
/ Ein sehr schön zu lesendes und aufschlussreiches Werk, mit einem großzügigen Quellenverzeichnis und dem zulässigen Fazit, dass es den hiesigen Feministinnen zu verdanken ist, dass in Sachen Jungen- und Männerforschung der deutschsprachige Raum Schlusslicht in der westlichen Welt war, ist und ohne Paradigmenwechsel noch lange bleiben wird.
MfG