Serie Alleinerziehende: BRIGITTE setzt sich ein

Neue Zahlen: Mehr Alleinerziehende in Deutschland

Die Zahl der Alleinerziehenden in Deutschland wächst. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte, lebten im vergangenen Jahr rund 19 Prozent der Kinder unter 18 Jahren in einem Haushalt mit Alleinerziehenden.

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Zum Vergleich: 1996 waren es noch 14 Prozent der Minderjährigen, die nur mit einem Elternteil lebten. Wenig überraschend an den neuesten Erhebungen des Statistischen Bundesamtes: Alleinerziehen ist "Frauensache". Neun von zehn Alleinerziehenden sind Frauen. Wenn Väter der alleinerziehende Elternteil sind, betreuen sie häufig ältere Kinder.

Von den rund 1,4 Millionen alleinerziehenden Mütter sind 60 Prozent berufstätig. Sie arbeiten deutlich häufiger Vollzeit als Mütter aus Paarfamilien. Im Jahr 2009 hatten 54 Prozent der alleinerziehenden Mütter, die Kinder unter drei Jahren im Haushalt versorgten, ein monatliches Familiennettoeinkommen von unter 1 100 Euro. Der Grund ist, dass alleinerziehende Mütter mit kleinen Kindern am seltensten einer beruflichen Tätigkeit nachgehen. Je älter die Kinder sind, desto geringer ist der Anteil alleinerziehender Mütter mit niedrigem Einkommen.

Aus der Erhebung des Statistischen Bundesamtes geht auch hervor, dass der Anteil an Alleinerziehenden in Ostdeutschland (27 Prozent) deutlich höher ist als in Westdeutschland (17 Prozent) und dass überdurchschnittlich viele Alleinerziehende in Großstädten leben.

Basis: Zu den Alleinerziehenden zählen in der Erhebung alle Mütter und Väter, die ohne Ehe- oder Lebenspartner mit mindestens einem ledigen Kind unter 18 Jahren in einem Haushalt zusammen leben.

Mehr zum Thema Alleinerziehende lesen Sie in unserer Serie. Sie sind selbst betroffen und wollen sich mit anderen Alleinerziehenden austauschen? Besuchen Sie unser Forum.

  • Artikel vom 30.07.2010
  • Foto: SirName / photocase.com
Letzte Kommentare
  • BRIGITTE.de-Team
    am 17.03.11 um 17:09
    Liebe Luisia,
    einen konkreten Tipp zu Ihrer Situation haben wir leider nicht, aber wenden Sie sich doch an die Chancenbeauftragte in Ihrem Arbeitsamt. Diese Chancenbeauftragte sind dafür da, Frauen und speziell Alleinerziehende zu beraten. Sicherlich gibt es da Erfahrungswerte bezüglich Schichtdienst, denn Sie sind ja nciht die Einzige, die dieses Problem hat.
    Weitere Infos: http://bit.ly/dWxBt9

    Wir wünschen viel Erfolg!
    Ihr BRIGITTE.de-Team

  • Luisia
    am 16.03.11 um 22:27
    Weiß jemand eine Hilfe, wenn man auch noch im Schichtdienst arbeiten muß? Ich bin Krankenschwester und hätte gerne eine Stelle mit nur Frühdienst, doch wie soll ich meinem zukünftigen Chef sagen, daß er mich trotz dieser Einschränkung nehmen soll? Mein Sohn wird bald 2 Jahre alt und ich bin in der Schwangerschaft verlassen worden... Gibt es da eine gesetzliche Hilfe??? Das wäre toll :-)
  • Herr_Rhein
    am 30.07.10 um 18:55
    Alleinerziehen ist hipp, das wissen auch Väter, die in Teilen oder in Gänze entsorgt wurden.
    Wie war das, jedes dritte Kind wird mittlerweile nichtehelich geboren?
    Und davon erhalten mehr als die Hälfte der Väter das Sorgerecht nicht.
    Betrifft also rund 113.000 Kinder/Jahr.
    Diese Kinder/Jahrgang kann man also bei der Bewertung zum väterlichen Engagement gepflegt über Bord werfen, weil die Väter auch später nicht allein erziehen können/dürfen.
    Dem deutschen und aktuellen Unterhaltsrecht sei´s gedankt, gehen die Mütter etwas eher arbeiten!
    Tja, und was wird dann aus den Kindern, wenn Mutti nun arbeiten geht, der Spagat mal nicht mehr recht gelingt? Sie entdeckt den Vati neu ...
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