Serie Angela Merkel: Eine Frau bewegt Deutschland

Merkel, Obama und das Opel-Desaster: Chronik einer Verletzung

Geplatzter Opel-Deal: Eine Stunde vor ihrem Abflug aus den USA wurde Angela Merkel von Obama und General Motors brüskiert - und muss nun versuchen, ihr Gesicht zu wahren.

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Da war die Welt noch in Ordnung: Angela Merkel zu Gast bei Barack Obama

Da war die Welt noch in Ordnung: Angela Merkel zu Gast bei Barack Obama

Es wirkt vertraut, fast zärtlich, wenn Barack Obama bei gemeinsamen Auftritten seine Hand auf Angela Merkels Rücken legt. Man glaubt zu spüren, wie sehr der amerikanische Präsident in der deutschen Bundeskanzlerin die zuverlässige Partnerin schätzt. So mag es auch am Morgen des 3. November gewesen sein: Eine Stunde lang reden Obama und Merkel miteinander. Wenn es Unstimmigkeiten zwischen den beiden in den ersten Amtsmonaten gegeben haben sollte, dürften die längst ausgeräumt sein. Ein gutes Gespräch, vertrauensvoll und wertschätzend. So sieht es aus. So muss es auch auf Merkel gewirkt haben.

Unmittelbar danach spricht Merkel im Kongress, eine große Ehre für eine deutsche Politikerin. Merkel trifft den richtigen Ton, als sie offen über den Mauerfall und ihre persönlichen Erlebnisse spricht. Sie erntet Standing Ovations. Ein großer Tag für Merkel. Ein großer Tag für die deutsch-amerikanischen Beziehungen. Den Abschluss dieses Besuchs soll ein Mittagessen mit führenden Wirtschaftsexperten bilden.

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  • Text: Claudia Kirsch
    Fotos: Getty Images
Letzte Kommentare
  • SkyWalker
    am 12.11.09 um 16:43
    Vielleicht sollte die Brigitte lieber nichts über Politik schreiben und bei Themen wie Mode usw. bleiben? Dieser Artikel, insbesondere der Schluss, ist völliger Unsinn: wäre Frau Merkel ein Herr Merkel, wäre er ebenso vorgeführt worden und würde ebenso blöd dastehen - manche würden es als Zeichen seiner Schwäche auslegen. Sowas kann eben auch Frauen passieren, wenn sie ein hohes Amt bekleiden.
    Im übrigen sind die USA keine sozialistischer Staat, mithin ist GM *nicht* Eigentum von Herrn Obama, und dieser ist gegenüber GM-Chef Henderson nur sehr begrenzt weisungsbefugt. Es ist also ohnehin fragwürdig, einen Zusammenhang zwischen einem *Staatsbesuch* und dem *Unternehmen* General Motors herzustellen.
  • Quidam
    am 10.11.09 um 23:57
    Ich finde das kleine Bild unredlich - es impliziert, dass dieser misstrauische Blick sich auf die Glaubwürdigkeit von Mr. Obama im GM-Geschäft bezieht. Was nicht stimmt. Das Bild entstand beim Treffen am Vormittag und ist einfach nur ein Schnappschuss in einem Augenblick, als Frau Merkel sich nicht selbst korrigierte. Manchmal habe ich wirklich den Eindruck, als sei Brigitte wenig loyal zu den Frauen.
 
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