Barack Obama: "Endlich ein richtiger Mensch"

Die ganze Welt sah hin, als der neue US-Präsident seinen Amtseid schwor. Auch die BRIGITTE-Redakteure verfolgten das Spektakel am Fernseher oder im Radio - und erzählen hier, wie sie die Rede erlebt haben.

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Obama, der Therapeut

Ich kann Kitsch nicht ausstehen. Mag keine Herzchen am Valentinstag und kollektive Tränen der Rührung sind mir suspekt. Von Barack Hussein Obama erwarte ich eine perfekte Inszenierung von Emotionen und eine eindrucksvolle Rede. Mich interessiert die Rede.

Und dann das. Ich kann mich nicht entziehen. Ich glaube ihm, glaube ihm gefühlsmäßig. Höre gebannt zu, als Obama von Krisen und kollektivem Versagen und von Ängsten und notwendigen Opfern spricht. Offen und ernst wirkt dieser Präsident Nummer 44, in manchen Momenten klingt er fast wie ein Therapeut. Und als er sagt, dass alle Menschen gleich und frei sind und ich die Ergriffenheit in den Gesichtern seiner Zuhörer und Zuhörerinnen sehe, und als er von seinem Vater spricht, der vor weniger als 60 Jahren noch nicht einmal in einem Restaurant bedient worden wäre, da... Ähem, ich glaube, ich habe da was im Auge.

Claudia Kirsch, Ressortleiterin Politik, Gesellschaft, Beruf

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  • Obama-Foto: Getty Images
Letzte Kommentare
  • Miro
    am 03.02.09 um 11:26
    Auch ich fand die Rede von Barack Obama sehr beeindruckend. Endlich mal einer, der nach vorne schaut und aufbauen kann. Am liebsten hätte ich nun jeden Tag eine solche Motivationsrede!
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