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Bilder, die berühren: Jedes Jahr wählt eine Jury die besten Pressefotos des Jahres. Wir zeigen die Gewinner des diesjährigen "World Press Photo"-Wettbewerbs.
Die Ausstellung mit den World Press Photos ist noch bis zum 3. Juni im Verlagshaus von Gruner + Jahr in Hamburg zu sehen.
Fatima al-Qaws wiegt am 15. Oktober 2011 in Sanaa, Jemen, ihren Sohn Zayed (18) in den Armen. Er war von Tränengas getroffen worden, als er an einer Demonstration teilnahm. Anhaltende Proteste gegen das 33 Jahre andauernde Regime des autoritären Präsidenten Ali Abdullah Saleh eskalierten später an diesem Tag.
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Samuel Aranda, Spanien, für The New York Times
Pressefotos 2011: 2. Preis "Kunst und Kultur" (Einzelfotos)
Ein Model der neunten Dakar Fashion Week posiert vor einer Schneiderei im Zentrum von Dakar, Senegal. Sie trägt ein Kleid der amerikanischsenegalesischen Modedesignerin Yolande Ngom Mancini. Die Modewoche entstand 2003 auf Initiative eines früheren Models, der heutigen Designerin Adama Paris, als Privatprojekt und entwickelte sich zur führenden Modedesign-Show des Kontinents.
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Vincent Boisot, Frankreich, Riva Press für Le Figaro Magazine
Pressefotos 2011: 1. Preis "Kunst und Kultur" (Fotoserien)
Marika Bajur singt "Kuriu" im Restaurant Eurasia, Sotschi. Entertainer treten an der Ostküste des Schwarzen Meeres im russischen Urlaubsort Sotschi in Restaurants auf. Die Sänger jeden Alters kommen aus allen Gesellschaftsschichten. Manche treten das ganze Jahr hindurch an einem Ort auf, andere ziehen im Sommer von einem Restaurant ins andere.
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Rob Hornstra, Niederlande, Institute for Artist Management
Maria, eine drogenabhängige Prostituierte, ruht sich zwischen zwei Kunden in dem Zimmer aus, das sie in Krywyi Rih, Ukraine, mietet. Dieses Land hat nach einem UNICEF-Bericht die höchste HIV/AIDS-Rate in Europa. Jede fünfte Prostituierten lebt mit HIV. Maria sagt, dass sie HIV-negativ bleibt.
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Brent Stirton, Südafrika, Reportage von Getty Images für Kyiv Post/The Sunday Times Magazine
Tahani (in Rosa), die im Alter von sechs Jahren verheiratet worden ist, und ihre ehemalige Mitschülerin Ghada, auch eine Kinderbraut, stehen mit ihren Ehemännern vor ihrem Haus in Hajjah, Jemen. Jedes Jahr werden Millionen von Mädchen unter 18 Jahren auf der ganzen Welt von ihren Familien verheiratet.
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Stephanie Sinclair, USA, VII Photo Agency für National Geographic
Ein Porträt des Gründers von Nordkorea, Kim Il Sung, schmückt ein Haus in der Hauptstadt. Nachfolger des "Großen Führers" war ab 1994 sein Sohn Kim Jong Il. Dieser starb am 17. Dezember und hatte seinen jüngsten Sohn Kim Jong Un 27 oder 28 Jahre) zum Nachfolger bestimmt.
Marcos und Monica waren 65 Jahre verheiratet und lebten die meiste Zeit im selben Apartment in Buenos Aires. 2007, im Alter von 84 Jahren, wurde bei Monica Alzheimer festgestellt. Marcos pflegte sie selbst und bewältigte den emotionellen und körperlichen Stress eines pflegenden Angehörigen. Im letzten Jahr ihres Lebens war Monica bettlägerig. Sie konnte ihn kaum erkennen, aber Liebkosungen halfen dabei, auch wenn es nur für Sekunden war. Marcos war fest entschlossen, seine Frau zu Hause zu pflegen. "Sagen Sie mir, wo sie besser aufgehoben ist als hier", sagte er. "Ich behandle sie wie eine Prinzessin, hier hat sie alles." Monica starb im Juli 2011.
Demonstranten auf dem Tahrir-Platz, Kairo, reagieren am 10. Februar auf eine Fernsehansprache des ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak, in der er wider Erwarten sagt, nicht zurücktreten zu wollen. Seit Ende Januar war landesweit gegen die 30-jährige Herrschaft Mubaraks protestiert worden, wobei der Tahrir-Platz sich immer mehr zum explosiven Mittelpunkt entwickelt hatte. Schließlich erklärte Vizepräsident Suleiman am 11. Februar um 18.00 Uhr, dass Mubarak zurückgetreten sei und die Staatsführung dem obersten Militärrat übergeben habe.
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Alex Majoli, Italien, Magnum Photos für Newsweek
Nach einem starken Erdbeben vor der Küste verwüsteten Tsunami-Wellen den Nordosten Japans. Iwate, Miyagi und Fukushima, die drei am stärksten betroffenen Präfekturen, versanken unter circa 22,63 Millionen Tonnen Schutt. Oben: Rikuzenhashikami, Kesennuma, Präfektur Miyagi. Die Weltbank schätzt den wirtschaftlichen Schaden des Tsunamis auf 178 Milliarden Euro, womit diese Naturkatastrophe die teuerste der Weltgeschichte ist.
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Paolo Pellegrin, Italien, Magnum Photos für Zeit Magazin
Ein junges Eisbärmännchen klettert Ende Juli bei Ostrowa Oranskie, in Nowaja Zemlja, Russland, in einer Klippenwand und versucht vergeblich Eier aus den Nestern der Dickschnabellummen zu fressen. Eisbären fressen hauptsächlich Robben, deren Speck den enormen Energiebedarf der Bären deckt. In den Sommermonaten, wenn viel Meereis schmilzt, ist es möglich, dass Eisbären nicht weiterziehen können und alles fressen, was sie finden. Da sie für Nahrungsaufnahme, Fortbewegung und Fortpflanzung von Meereisplatten abhängig sind, sind Eisbären den Folgen der Klimaerwärmung schutzlos ausgeliefert.
Ein Anti-Wilderer-Team beschützt ein Nördliches Breitmaulnashorn im Ol Pejata Reservat in Kenia. Das Tier wird rund um die Uhr bewacht. In diesem Park sind vier der acht letzten Breitmaulnashörner der Welt zu Hause. Obwohl Nashorn-Horn weltweit verboten ist, steigt die Nachfrage enorm, da die neureiche Mittelklasse Asiens sich die begehrte, ehemals den Reichen vorbehaltene Substanz leisten kann. Allein Südafrika verlor 2011 über 400 Nashörner durch Wilderei.
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Brent Stirton, Südafrika, Reportage von Getty Images für National Geographic
Pressefotos 2011: 2. Preis "Menschen in den Schlagzeilen" (Einzelfotos)
Eine Frau wird am 21. Oktober bei Demonstrationen gegen die "Stop-and-frisk"-Taktik der Polizei in Harlem, New York, verhaftet. Im Zuge dieser Vorgehensweise kann die New Yorker Polizei Menschen auf der Straße festnehmen und durchsuchen, obwohl sie keine Straftat begangen haben. Die Polizei und das Bürgermeisteramt sind weiterhin der Ansicht, dass diese Maßnahme die Kriminalität in der Stadt erheblich gesenkt hat. Gegner wenden ein, dass mit diesem Vorgehen Geringverdienende und Farbige schikaniert werden.
Pressefotos 2011: 1. Preis "Menschen in den Schlagzeilen" (Fotoserien)
Am 11. März traf ein Erdbeben der Stärke 9,0 den Nordosten Japans, 70 km vor der Küste von Tohoku. Das Erdbeben löste einen Tsunami aus, der etwa 500 km2 überschwemmte, Gebäude zerstörte, die Infrastruktur lahmlegte und über 340.000 Menschen obdachlos machte. Dieses Erdbeben war das bisher stärkste in Japan und weltweit eines der heftigsten, das je registriert wurde. Chieko Matsukawa hält das Abschlusszeugnis ihrer Tochter in die Höhe, das sie aus der Ruine ihres Hauses in Higashimatsushima gerettet hat.
Mellica Mehraban, eine im Iran geborene Schauspielerin, wuchs in Dänemark auf. Sie spielte eine Hauptrolle im iranischen Agententhriller "Fox Hunting", der im Mai beim Iranischen Filmfestival in Kopenhagen zum ersten Mal in Dänemark gezeigt wurde. Die Rolle stellte sie vor viele Herausforderungen. Sie musste ihre Farsi-Kenntnisse auffrischen und lernen, Liebe auf die Leinwand zu bringen, ohne mit dem betreffenden Mann zu reden oder ihn zu berühren. Auch musste Mehraban sich damit abfinden, in einem Film, der als antiwestlich gelten könnte, die Ganovin zu spielen.
Neue Rekruten in einem von Deutschen geführten Polizei-Trainingszentrum in Kunduz, Afghanistan. Viele der jungen Männer aus ländlichen Gegenden, wo es wenig Bildungsmöglichkeiten gibt, sind Analphabeten. Oft gehen sie nur aus finanziellen Gründen zur Polizei - ein Polizist verdient etwa € 130 im Monat -, aber ihre Regierungstreue ist gering. Harte Arbeitsbedingungen und das Risiko, von den Taliban getötet zu werden, führen dazu, dass viele den Polizeidienst vor Vertragsende verlassen.
Rebellen kämpfen am 11. März um Ras Lanuf, eine Stadt mit Erdölraffinerien an der libyschen Küste. Der Aufstand gegen das Regime von Oberst Muammar Gaddafi hatte sich Mitte Februar aus Zusammenstößen mit den Machthabern in der ostlibyschen Stadt Bengasi entwickelt. Die Ressentiments gegen Gaddafi waren im Osten des Landes am stärksten, und Bengasi wurde als Rebellenhochburg angesehen. Ras Lanuf war am 4. März beim ersten Vorstoß nach Westen zur Hauptstadt Tripolis an die Regierungsgegner gefallen. Nach heftigen Land-, Luft- und See-Bombardements nahmen Gaddafis Truppen die Stadt am 10. März wieder ein und drängten die Rebellen zurück. Die Rebellen zogen wieder nach Westen und hatten am Ende des Monats Ras Lanuf zurückerobert. Es sollte noch bis Ende August dauern, bis die Stadt ein für alle Mal eingenommen wurde.
Foto:
Yuri Kozyrev, Russland, Noor Images für Time
Die Insel Utøya, Norwegen, 22 Juli 2011. An diesem Tag tötete Anders Behring Breivik (32) 69 Menschen auf der kleinen Insel Utøya, 40 Kilometer nordwestlich von Oslo, Norwegen. Kurz zuvor hatte Breiviks eine Autobombe im Regierungsviertel der Hauptstadt gezündet. Dabei wurden acht Menschen getötet und 92 verletzt.
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Niclas Hammarström, Schweden, für Aftonbladet
Gedrängehalbspieler Conor Crowly von Blackrock College befreit am 5. Februar den Ball in heftigem Regen nach einem ruck in Anglesea Road, dem Heimstadion von Old Belvedere, während eines Rugby-Union-Spiels in der 1A Division der All-Ireland League gegen Old Belvedere. Beide Rugby-Union-Clubs kommen aus Dublin, Irland. Old Belvedere gewann das Spiel mit 10:9 und wurde Meister der League.
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ja, es ist die Gallery aus diesem Jahr, aber die ausgezeichneten Fotos stammen alle aus dem letzten Jahr. Deshalb sprechen wir hier von den Pressefotos 2011.
Viele Grüße
Ihr BRIGITTE.de-Team
M.
am 19.05.12 um 13:09
Hallo - handelt es sich hierbei nicht um die 2012 gallery ?
http://www.worldpressphoto.org/gallery/2012-world-press-photo
ja, es ist die Gallery aus diesem Jahr, aber die ausgezeichneten Fotos stammen alle aus dem letzten Jahr. Deshalb sprechen wir hier von den Pressefotos 2011.
Viele Grüße
Ihr BRIGITTE.de-Team
http://www.worldpressphoto.org/gallery/2012-world-press-photo