Robert Enke begeht Selbstmord: Der lange Leidensweg seiner Frau
Berufliche Tiefschläge
Bis sich Robert Enke bei Hannover 96 in der Bundesliga etablieren konnte und sogar zum Nationaltorhüter aufstieg, war es ein langer und weiter Weg, der auch als "leidvolle Odyssee durch Europa" (Welt, 5.8.2004) bezeichnet wurde. Er wurde als großes Torhütertalent gehandelt - doch auch er konnte in seiner ersten Bundesligasaison 1999 als Stammtorwart den Abstieg mit Borussia Mönchengladbach nicht verhindern.
Mit 22 Jahren wechselte er ins Ausland und stieg bei Benfica Lissabon zum Stammtorhüter und zum Mannschaftskapitän auf. Doch beim FC Barcelona folgte 2002 der erste große Knick. Enke konnte sich nicht durchsetzen, bald wechselte er zu Fenerbahce Istanbul. In der Türkei setzte sich der Absturz fort. Von den Fans beschimpft und mit Bierflaschen beworfen, löste er seinen Vertrag auf und flüchtete arbeitslos nach Barcelona, wo seine Frau Teresa und die Hunde warteten. Ein halbes Jahr ohne Beruf und ohne Gehalt - in dieser Zeit ließ sich Enke zum ersten Mal wegen Depressionen behandeln. Als sich sein Zustand stabilisierte, wechselte der Torwart über den Umweg Teneriffa nach Hannover - und wurde in einem Umfeld, das ihn verehrte, wieder zum Nationalspieler.
Vor einem Jahr musste Enke einen erneuten Rückschlag verkraften, als der Bayern-Profi Philipp Lahm ihm bei einem Trainingsspiel mit einem Schuss das Kahnbein in der linken Hand brach. "Warum? Warum ich? Sport und Fußball sind mein Leben. Es ist nicht einfach, wenn das plötzlich wegfällt", sagte Enke dazu.













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am um
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Mariiee
am 23.01.10 um 12:42
wir vermisse dich!
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mmoonixx
am 21.11.09 um 02:57
Wann endlich werden Krankheiten des Gemüts - der Seele - genauso betrachtet wie ein gebrochener Knochen oder ein fauler Zahn???
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Internette_
am 19.11.09 um 12:00
Dank Teresa Enkes Pressekonferenz können sich Menschen vielleicht vorstellen, was co-depressive Witwen durchmachen! Ich bin ihr unendlich dankbar für ihren Mut!
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Minas_Ithil
am 15.11.09 um 21:36
An den Lokführer denken alle. Nur weil man hier über Robert und seine Familie spricht, heißt das nicht, dass die Leute nicht an den Lokfüher denken. Auch bei der Trauerfeier heute wurde er mehrfach mit einbezogen. Also bitte ich doch von solchen Kommentaren, wie dem Deinigen, theresia, Abstand zu nehmen und die Menschen so trauern zu lassen, wie sie es für sich für richtig halten. Danke.
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miss
am 15.11.09 um 15:21
Vielleicht war es für Teresa Enke auch wie eine Befreiung, endlich darüber reden zu können, nachdem sie jahrelang nur immer zuhören, trösten und schweigen musste - damit nichts nach aussen dringt......
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Anysha71
am 12.11.09 um 10:45
@geko: Depressionen lassen sich nachgewiesenerweise am besten mit Antidepressiva und Therapie behandeln. Es gibt keinen anderen Weg!
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theresia
am 12.11.09 um 10:06
Es ist schon sehr schlimm, wenn sich ein Mensch auf diese Art und Weise das Leben nimmt. ABER wer denkt an den Lokführer?
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dike
am 11.11.09 um 16:27
Welch eine starke Frau. So mutig sich der Presse zu stellen, fordert meine Hochachtung ab.
mehr (8)aber du bist und bleibst in unseren herzen!!:)
du warst super
!und bist es immerr noch!
sschade das du gehen musstest...
aber du bist immer noch da in den herzen deiner fans!!!
DU BIST SUPER!
WIR VERMISSEN DICH SO SEHR!!
UND WIR SAGEN GOOD BYE!! ABER DU BIST IMMER NOCH BEI UNS!!
R.I.P! ROBERT ENKE!!
WE LOVE YOU SO WIE DU BIST!
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!IMMER UND EWIG!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
WE MISS YOU!!!:(
aber jetzt bist du bei deiner tochter.....:)wir vermisse euch beide..
lara du warst so süüß auf den fotos die man im internet findet!!
IHR SEID SUPER!
WIR LIEBEN EUCH!!AUS GANZEM HERZEN!
EURE FANS SIND BEI EUCH!!!!!!!!!!!!!!!!!
R.I.P
Ein depressiver Mensch ist nicht "übergeschnappt" - der moderne Mensch muss sich jeden Tag der tausendfachen Information stellen ; unsere Gesellschaft nimmt keine Rücksicht auf Trauer,Unwohlsein,Rückschläge welche es in JEDEM Leben gibt.
Was muss noch passieren auf dieser Welt - ausser einer tiefen Finanzkrise - welche uns aufrüttelt und uns anderen Werten wieder mehr Beachtung schenken lässt????
Man respektiert seinen kranken Partner und würde ihn nie verraten oder gegen seinen Willen in eine Klinik einweisen lassen. Man lebt mit der Gewissheit, dass es irgendwann in einem Suizid endet und kann nichts tun.
In unserer Stadt gibt es seit diesem Monat ein Psychologisches Krisentelefon. Ich bin mir sicher, wenn es das früher schon gegeben hätte, hätte ich da sicherlich einmal angerufen.
Mein Mann ist hat sich nach Jahre langem leid, einer erfolglosen, eher kontraproduktiven Kur 1998 mit 32 Jahren das Leben genommen. Er hinterließ seine Frau, seine 7 jährige Tochter, seinen Bruder und seine bis heute untröstlichen Eltern.
Es ist nach wie vor ein Tabuthema in Deutschland, obwohl Selbstmord die häufigste Todesursache bei jungen Menschen ist. Man kann nur hoffen, dass sich dies nun ändert!
In Memory of Jens
Ich finde, man sollte das Tabuthema Depression enttabuisieren und den Umgang damit normalisieren und ich hoffe, dass das jetzt nach dem Suizid Robert Enkes passiert.
Mein ganzes Mitgefühl gehört Frau Enke und der Familie.