Robert Enke begeht Selbstmord: Der lange Leidensweg seiner Frau
Die Fans hofften vergeblich: Eine Darm-Infektion brachte Robert Enke um den sicheren Platz im Nationalteam
Im Herbst dieses Jahres zwang ihn eine Virus-Infektion zum Aussetzen. Dabei war Enke ganz nah dran an seinem Karrierehöhepunkt. Bundestrainer Joachim Löw hatte ihn bis zum Jahresende als Nummer eins der deutschen Nationalmannschaft auserkoren, alles deutete darauf hin, dass er bei der WM-Endrunde in Südafrika im Tor stehen würde. Doch die Krankheit brachte ihn um den Einsatz gegen Russland in der WM-Qualifikation - und sein Konkurrent René Adler (Bayer Leverkusen) hielt glänzend. Der Kampf um die Nummer eins im deutschen Tor war nun wieder völlig offen.
In dieser Phase kehrten die Depressionen, die er lange unter Kontrolle zu haben schien, mit voller Wucht zurück. Enke begab sich wieder in Behandlung bei seinem langjährigen Arzt Valentin Markser, weigerte sich jedoch, in eine Klinik zu gehen. "Ein Selbstmord zeichnete sich meiner Ansicht nach nicht ab", sagt Markser rückblickend. "Es gab keine Indikation für eine mögliche Zwangseinweisung." Auch Teresa Enke ahnte nichts von den Suizidgedanken ihres Mannes.
Sein letzter Tag
Viele Menschen versammelten sich spontan, um um den beliebten Nationaltorhüter zu trauern
Am 10.11.2009 nahm sich Robert Enke das Leben. Er ließ sich von einem Zug überfahren. Der 32-Jährige hinterließ einen Abschiedsbrief, in dem er sich bei Angehörigen und Ärzten entschuldigte. Seine Frau Teresa Enke traf kurz nach der Tat an der Unfallstelle ein, brach beim Anblick von Roberts Leiche zusammen.













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am um
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Mariiee
am 23.01.10 um 12:42
wir vermisse dich!
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mmoonixx
am 21.11.09 um 02:57
Wann endlich werden Krankheiten des Gemüts - der Seele - genauso betrachtet wie ein gebrochener Knochen oder ein fauler Zahn???
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Internette_
am 19.11.09 um 12:00
Dank Teresa Enkes Pressekonferenz können sich Menschen vielleicht vorstellen, was co-depressive Witwen durchmachen! Ich bin ihr unendlich dankbar für ihren Mut!
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Minas_Ithil
am 15.11.09 um 21:36
An den Lokführer denken alle. Nur weil man hier über Robert und seine Familie spricht, heißt das nicht, dass die Leute nicht an den Lokfüher denken. Auch bei der Trauerfeier heute wurde er mehrfach mit einbezogen. Also bitte ich doch von solchen Kommentaren, wie dem Deinigen, theresia, Abstand zu nehmen und die Menschen so trauern zu lassen, wie sie es für sich für richtig halten. Danke.
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miss
am 15.11.09 um 15:21
Vielleicht war es für Teresa Enke auch wie eine Befreiung, endlich darüber reden zu können, nachdem sie jahrelang nur immer zuhören, trösten und schweigen musste - damit nichts nach aussen dringt......
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Anysha71
am 12.11.09 um 10:45
@geko: Depressionen lassen sich nachgewiesenerweise am besten mit Antidepressiva und Therapie behandeln. Es gibt keinen anderen Weg!
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theresia
am 12.11.09 um 10:06
Es ist schon sehr schlimm, wenn sich ein Mensch auf diese Art und Weise das Leben nimmt. ABER wer denkt an den Lokführer?
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dike
am 11.11.09 um 16:27
Welch eine starke Frau. So mutig sich der Presse zu stellen, fordert meine Hochachtung ab.
mehr (8)aber du bist und bleibst in unseren herzen!!:)
du warst super
!und bist es immerr noch!
sschade das du gehen musstest...
aber du bist immer noch da in den herzen deiner fans!!!
DU BIST SUPER!
WIR VERMISSEN DICH SO SEHR!!
UND WIR SAGEN GOOD BYE!! ABER DU BIST IMMER NOCH BEI UNS!!
R.I.P! ROBERT ENKE!!
WE LOVE YOU SO WIE DU BIST!
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!IMMER UND EWIG!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
WE MISS YOU!!!:(
aber jetzt bist du bei deiner tochter.....:)wir vermisse euch beide..
lara du warst so süüß auf den fotos die man im internet findet!!
IHR SEID SUPER!
WIR LIEBEN EUCH!!AUS GANZEM HERZEN!
EURE FANS SIND BEI EUCH!!!!!!!!!!!!!!!!!
R.I.P
Ein depressiver Mensch ist nicht "übergeschnappt" - der moderne Mensch muss sich jeden Tag der tausendfachen Information stellen ; unsere Gesellschaft nimmt keine Rücksicht auf Trauer,Unwohlsein,Rückschläge welche es in JEDEM Leben gibt.
Was muss noch passieren auf dieser Welt - ausser einer tiefen Finanzkrise - welche uns aufrüttelt und uns anderen Werten wieder mehr Beachtung schenken lässt????
Man respektiert seinen kranken Partner und würde ihn nie verraten oder gegen seinen Willen in eine Klinik einweisen lassen. Man lebt mit der Gewissheit, dass es irgendwann in einem Suizid endet und kann nichts tun.
In unserer Stadt gibt es seit diesem Monat ein Psychologisches Krisentelefon. Ich bin mir sicher, wenn es das früher schon gegeben hätte, hätte ich da sicherlich einmal angerufen.
Mein Mann ist hat sich nach Jahre langem leid, einer erfolglosen, eher kontraproduktiven Kur 1998 mit 32 Jahren das Leben genommen. Er hinterließ seine Frau, seine 7 jährige Tochter, seinen Bruder und seine bis heute untröstlichen Eltern.
Es ist nach wie vor ein Tabuthema in Deutschland, obwohl Selbstmord die häufigste Todesursache bei jungen Menschen ist. Man kann nur hoffen, dass sich dies nun ändert!
In Memory of Jens
Ich finde, man sollte das Tabuthema Depression enttabuisieren und den Umgang damit normalisieren und ich hoffe, dass das jetzt nach dem Suizid Robert Enkes passiert.
Mein ganzes Mitgefühl gehört Frau Enke und der Familie.