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Wir hatten Sie, liebe Nutzerin, gebeten, Babymützen zu stricken, die Kinder vor Infektionen und Auskühlung schützen können. Ihre Reaktion hat uns überwältigt: Über 71.000 Mützen wurden gestrickt. Danke! Die Kinderhilfsorganisation "Save the Children" veteilt sie nun in verschiedenen Mutter-Kind-Projekten auf der ganzen Welt.
BRIGITTE-Redakteurin Stefanie Hellge war in Bangladesch dabei.
Marjana ist sechs Tage alt. Ihre Mutter Shurma, 22, lebt mit der Familie ihres Mannes in dem Dorf Fakirpara in Bangladesch. Heute bekommen Mutter und Tochter Besuch von Shuborna, 21, die für die Organisation "Save the Children" arbeitet. Sie hat sich schon während der Schwangerschaft um die junge Mutter gekümmert, dreimal haben sie sich getroffen, doch dieser Besuch ist für beide der schönste. Shuborna gratuliert Shurma zu ihrer neugeborenen Tochter.
Für das kleine Mädchen hat sie ein Geschenk mitgebracht: eine zarte, mintgrüne Mütze, die das Neugeborene warm halten und vor Krankheiten schützen soll. Die Babymütze stammt aus Deutschland, sie wurde von einer BRIGITTE-Leserin gestrickt. Die Chancen stehen gut, dass Marjana eine gesunde Kindheit verlebt, das Baby ist kräftig und trinkt gut. Keine Selbstverständlichkeit in dieser Region von Bangladesch.
Hier im Bezirk Sylhet sterben etwa zehn Prozent aller Kinder, bevor sie das fünfte Lebensjahr erreichen, die meisten schon als Neugeborene oder während der Geburt. Auch Marjana war ein Risikofall: Als die 40 Wochen der Schwangerschaft um waren, setzten die Wehen nicht ein. Nach 14 Tagen des Wartens machten sich Shurma und ihre Schwiegermutter auf den Weg ins Krankenhaus, wo die Geburt eingeleitet wurde. Für eine Frau aus einem Dorf in Sylhet ist das revolutionär. Über 90 Prozent der Geburten finden zu Hause statt. Oft auf lehmigem Boden, der aus Kuhdung gefertigt wird.












