Stricken und helfen: Eine Mütze kann ein Kind retten

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Das Versprechen

"Wir glauben fest daran, dass jeder Mensch mit seinem Beitrag dafür sorgen kann, dass die Welt ein kleines bisschen besser wird." Okka Rau und Stephanie Pohl, Deutsches Nationalteam im Beachvolleyball

"Wir glauben fest daran, dass jeder Mensch mit seinem Beitrag dafür sorgen kann, dass die Welt ein kleines bisschen besser wird." Okka Rau und Stephanie Pohl, Deutsches Nationalteam im Beachvolleyball

Am 8. September 2000 beschlossen die UN-Mitgliedsländer, darunter auch die Bundesrepublik, die so genannten Millenniums- Entwicklungsziele, um die Armut auf der Welt zu bekämpfen und eine gleichberechtigte Partnerschaft zwischen armen und reichen Ländern zu fördern. Ziel Nummer vier: Bis zum Jahr 2015 soll die Sterblichkeit von Kindern unter fünf Jahren um zwei Drittel gesenkt werden. Momentan sterben in den Entwicklungsländern jedes Jahr knapp zehn Millionen Kinder vor ihrem fünften Geburtstag. Die meisten von ihnen in Afrika, südlich der Sahara, viele an vermeidbaren oder behandelbaren Krankheiten. Gegen Masern, Durchfall und Infektionskrankheiten existieren zwar längst Medikamente, die sind aber in den betroffenen Ländern oft nicht vorhanden oder für die Menschen viel zu teuer. Es fehlt an professioneller Betreuung während Schwangerschaft und Geburt, und viele Mütter sind so unterernährt, dass ihre Babys schon mit einem zu geringen Geburtsgewicht auf die Welt kommen und deshalb anfälliger sind für Krankheiten.

Die Bundesregierung hat sich verpflichtet, an der Verwirklichung des Millenniumsziels Nummer vier mitzuwirken und Mittel zur Bekämpfung der Kindersterblichkeit bereitzustellen. Dabei geht es nicht nur um Geld - Deutschland stellte 2008 rund 5,1 Milliarden Euro für Entwicklungshilfe zur Verfügung. Es geht auch darum, die betroffenen Länder beim Ausbau und der Stabilisierung bestehender Gesundheitssysteme zu unterstützen. Damit Hilfsgelder nicht irgendwo versickern, sondern tatsächlich dort ankommen, wo sie gebraucht werden.

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  • Text: Stefanie Hellge
    Foto: Anna Kari, Klaus Lange, Enver Hirsch
    Ein Artikel aus der BRIGITTE 24/08
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