Stricken und helfen: Eine Mütze kann ein Kind retten
Überleben in Sierra Leone: Lucy mit den Zwillingen Sao und Jinna
In Pakistan sank dadurch die Todesrate von Babys um die Hälfte. In Bangladesch erhalten inzwischen mit Hilfe der Organisation 57 Prozent aller Babys innerhalb der ersten Lebenswoche eine medizinische Grundversorgung, und in Malawi und Bangladesch führte Save the Children erfolgreich das "Känguruh- Programm" ein. Dabei tragen Mütter ihre untergewichtigen Kinder jederzeit dicht am Körper, Haut an Haut. So bleibt das Kind warm und sicher und kann immer an der Brust trinken - eine preiswerte Alternative zum Brutkasten, wie wir ihn kennen. Besonders schwierig ist die Arbeit der Organisation in Afrika südlich der Sahara - also genau dort, wo die meisten Kinder sterben. In Sierra Leone stirbt eines von vier Kindern vor seinem fünften Geburtstag, das ist die höchste Todesrate weltweit. Save the Children hat dort 15 Krankenhäuser eingerichtet, in denen Mütter und ihre Babys behandelt werden.
So wie Lucy, 32, die bereits sieben Kinder geboren hat. Vier davon starben, ihre Zwillinge Sao und Jinna kamen in einem der Save-the-Children-Krankenhäuser zur Welt. Sie sind gesund und robust. Die Regierungssysteme in Ländern wie Sierra Leone sind extrem fragil, manche korrupt. Um hier umfassender helfen zu können, ist die politische Zusammenarbeit sämtlicher UN-Länder nötig.
Die Mützen-Aktion
"Globalisierung bedeutet, dass unser Alltag direkten Einfluss auf das Überleben von Menschen auf anderen Kontinenten hat." Lisa Ortgies, Journalistin
In den USA, in England und sogar in Korea ist die Aktion "Eine Mütze voll Leben" bereits sehr erfolgreich. In den USA strickten ganze Schulklassen und Betriebe mit, auch Prominente wie Julia Roberts und Jamie Lee Curtis. In England wurden innerhalb der letzten sieben Monate über 350.000 Mützen gestrickt, einige sogar im britischen Parlament. Jeder Mütze lag ein Brief an Premierminister Gordon Brown bei. Das sind 350 000 Stimmen, die die englische Regierung an ihr Millenniumsversprechen erinnern. Den gleichen Erfolg wünschen wir uns für Deutschland. Darum bitten wir Sie: Stricken Sie eine Mütze für ein Kind in Not, und schicken Sie einen Brief an die Bundeskanzlerin. Denn Ihre Mütze kann ein Leben retten, Ihre Stimme vielleicht tausende.












