Politikerinnen mit Kind

Vom Wickeltisch ins Parlament

Familienministerin Kristina Schröder ist nach zehn Wochen Babypause wieder an ihren Schreibtisch zurückgekehrt. Wie kriegen sie und andere Politikerinnen Kind und Karriere unter einen Hut? Wie reagieren die Kollegen? Wir zeigen 14 Beispiele.

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Kristina Schröder, 34, Familienministerin

Die 34-Jährige ist die erste Bundesministerin, die während ihrer Amtszeit ein Kind bekommen hat. Entsprechend groß war der Medienrummel, als sie nun nach zehn Wochen Babypause wieder ihre Arbeit im Familienministerium aufnahm. Wie ist es, nach so kurzer Zeit wieder in den Job zu starten? Wie organisieren sie und ihr Mann, Innen-Staatsekretär Ole Schröder, das Familienleben? Doch Kristina Schröder reagierte auf Fragen zurückhaltend. "Wir organisieren das Familienleben gemeinsam und bekommen dabei Unterstützung von der Familie. Aber wer genau was macht, gehört nicht in die Öffentlichkeit." Mehr wollte sie dazu nicht sagen, machte aber schon am ersten Tag deutlich, dass sie sich nicht scheut, Tochter Lotte Marie auch mal mit ins Büro zu nehmen. In der CDU-Zentrale wurde darum bereits ein Wickeltisch aufgestellt.

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  • Text: Claudia Kirsch, Insa Winter, Michèle Rothenberg
    Fotos: Actionpress, dpa, Imago, Cinetext, Corbis
Letzte Kommentare
  • Virginia West
    am 02.10.11 um 17:36
    Ich habe meine Kinder in der Zeit bekommen, als es noch 2 Jahre Kindergeld gab, was ich voll ausgenutzt habe. Der berufliche Wiedereinstieg war nicht ganz leicht, aber durchaus möglich. Ich verstehe folgendes nicht: warum kann man sich und den Kindern bei niedriger Kinderzahl und steigender Lebenszeit nicht diese wertvollen ersten Jahre gönnen? Auch ich kenne nur die gerade genannte amerikanische Studie und die Bedenken der Bindungsforschung. Alles andere scheint mir eher unbewiesen zu sein. Wenn Skandinavien und Frankreich ins Feld geführt werden, muss man auch dazu fügen, dass die Wochenarbeitszeit dort sehr viel niedriger ist. In meinem Freundeskreis habe ich gerade zwei gleich alte Babies erlebt. Das eine wurde mit einem Jahr in die Krippe gegeben, das andere von den Eltern abwechselnd zu Hause betreut. Der Unterschied, was Laune und Ausgeglichenheit der Kinder betrifft, ist sehr auffällig – zugunsten der häuslichen Betreuung (bei vergleichbaren häuslichen Verhältnissen).
  • Virginia West
    am 02.10.11 um 17:35
    Ich habe meine Kinder in der Zeit bekommen, als es noch 2 Jahre Kindergeld gab, was ich voll ausgenutzt habe. Der berufliche Wiedereinstieg war nicht ganz leicht, aber durchaus möglich. Ich verstehe folgendes nicht: warum kann man sich und den Kindern bei niedriger Kinderzahl und steigender Lebenszeit nicht diese wertvollen ersten Jahre gönnen? Auch ich kenne nur die gerade genannte amerikanische Studie und die Bedenken der Bindungsforschung. Alles andere scheint mir eher unbewiesen zu sein. Wenn Skandinavien und Frankreich ins Feld geführt werden, muss man auch dazu fügen, dass die Wochenarbeitszeit dort sehr viel niedriger ist. In meinem Freundeskreis habe ich gerade zwei gleich alte Babies erlebt. Das eine wurde mit einem Jahr in die Krippe gegeben, das andere von den Eltern abwechselnd zu Hause betreut. Der Unterschied, was Laune und Ausgeglichenheit der Kinder betrifft, ist sehr auffällig – zugunsten der häuslichen Betreuung (bei vergleichbaren häuslichen Verhältnissen).
  • Angelika
    am 26.09.11 um 20:35
    Kate, i
    ch halte diese Behauptung, es käme auch bei der Kinderbetreuung in erster Linie auf die Qualität und nicht auf die Quantität an, halte ich auch für ein Gerücht. Und außerdem ist es voll unrealistisch, wie Du ja auch schon geschrieben hast. In der kurzen Zeit, die am Abend bleibt, ist das Kind ausgepowert und übersätttigt von "Qualität" satt und die Eltern sind auch total fertig vom Tag und brauchen eigentlich ihre wohlverdiente Ruhe. Da ist man froh, wenn das Kind schnell eingeschlafen ist und man endlich mal in Ruhe die Beine hochlegen kann, wobei auch noch Haushalt usw. bewältigt werden muss. Gilt übrigens nicht nur für die berufstätigen Eltern, sondern auch für Mütter/Väter, die den ganzen Tag Familienarbeit geleistet haben. Aber die haben tagsüber ja durchaus für Gemütlichkeit und gemeinsame ruhigere Beschäftigungen gesorgt. Die kommen in strikt an dem Job orientierten Familien zunehmend zu kurz. Da ist Stress angesagt, auch beim Kind
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