Lasst den schwedischen König in Ruhe!

BRIGITTE-Redakteurin Stefanie Hellge liebt das schwedische Königshaus - und ist empört über die Schmutzkampagne gegen Carl Gustaf.

  • 8 Kommentare
  •  
  •  

Carl Gustaf hat also aushäusigen Sex gehabt. War in Nachtclubs und Stripbars und soll eine Affäre mit der Sängerin Camilla Hennemark gehabt haben. Das ist nicht schön, und Königin Silvia tut mir leid. Trotzdem finde ich das, was die drei Autoren mit ihrem Enthüllungsroman "Der widerwillige Monarch" in der Presse losgetreten haben, absolut entsetzlich. Musste das sein?

Abgesehen davon, dass ich die sexuellen Vorlieben des Königs so lange für seine Privatsache halte, solange dabei keine Zwangsprostituierten, Kinder oder Tiere im Spiel sind, verstört die Schmutzkampagne gegen den König auch mich selbst. Ausgerechnet die Schweden! Mein Lieblingskönighaus!

Ich liebe die romantische Kennenlerngeschichte von Carl Gustaf und Silvia, die sich bei den Olympischen Spielen 1972 in München kennen gelernt haben, wo Silvia als Hostess arbeitete. Ich habe fünf Stunden vor dem Fernseher gesessen und mir die Hochzeit von Prinzessin Victoria und Daniel Westling angeschaut und bei jedem Kuss ein paar Tränen verdrückt. Das schwedische Königshaus ist ein wahr gewordener Mädchentraum. Und das einzige Königshaus, das mich überhaupt berührt. Wen interessiert schon das langweilige Leben der englischen Segelohr-Familie?

Es weiß doch jeder, dass Könige und Prinzessinnen heutzutage nichts mehr zu sagen haben. Sie sind eine Projektionsfläche für unsere Träume, eine Huldigung an die Würde, den Pomp und die Romantik. Und ich lasse mir von ein paar mediengeilen Skandalautoren und zynischen Klatsch-Reportern nicht meine Träume kaputtschreiben. Schreibt über den HSH-Nordbankchef oder über Silvio Berlusconi, aber lasst meinen König in Ruhe!

  • Artikel vom 16.11.2010
Letzte Kommentare
  • Dinah
    am 26.11.10 um 16:59
    Der schwedische König ist sicherlich nicht mit schmierigen u. korrupten Politikern á la Berlusconi, der beinahe täglich mit neuen Skandalen nervt, gleichzusetzen. Ausserdem sorgt er mit seiner Familie durch Repräsentanz wiederum für Einnahmen des Staates, was die Angelegenheit natürlich nicht besser macht. Um so bedauerlicher dieser Ausrutscher. Aber mal ehrlich .... wie viele andere (EHE)Männer, tun das nicht auch, ja gehen damit sogar noch stolz hausieren (wie B.Becker, der die unwürdige Zeugung seiner 1. Tochter öffentlich noch unwürdiger korrigierte) ? Würde das alles genauso breit getreten, gäbe es kein anderes Thema mehr in den Medien. Schade, daß ein König eben auch keine Ausnahme ist und damit wieder ein Märchen-Traum zerplatzt. Es gibt heutzutage in unserer schnell lebigen Zeit sowenige davon. Das Träumen fällt immer schwerer, die harte Realität holt uns noch schneller wieder ein. Ich denke, das hat die Autorin damit gemeint.
  • Karin
    am 23.11.10 um 08:01
    Wer ohne Sünde ist....
    So niemand missbraucht wurde, niemand genötigt wurde und niemand zu Schaden kam, sollte es uns auch nichts angehen was dieser Mensch! in seinem Privatleben tut, König ist sein Beruf, in den er hinein geboren wurde, man sollte diesen Leuten wenigstens etwas Privatleben zugestehen, in dem niemand herum zu schnüffeln hat. Ich möchte auch nicht, das Nachbarn oder sonst wer überall bei mir herum wühlt.
  • Kerstin
    am 22.11.10 um 14:20
    Einen Hurenbock der vom Steuerzahler ernährt wird und in Saus und Braus lebt soll man in Ruhe lassen?? Lassen Sie bitte mal Ihr Gehirn untersuchen!
mehr (8)
Kommentar schreiben
Wird nicht angezeigt.
Unter diesem Namen erscheint Ihr Kommentar
Bitte schreiben Sie den Sicherheitscode ab * Andere Zeichenfolge
noch 1000 Zeichen übrig!
Mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder, alle anderen sind optional.
BRIGITTE im ABO