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Ein Grund: Die Fruchtbarkeit nimmt mit den Jahren rapide ab. Die Hälfte der Frauen, die zwei- bis dreimal pro Woche Sex haben, werden mit 30 nach drei bis vier Monaten schwanger, mit 40 erst nach über eineinhalb Jahren - die anderen Frauen noch später. Oder gar nicht. Denn in diesem Alter nistet sich nur noch jede achte befruchtete Eizelle in die Gebärmutter ein.
Außerdem nehmen Chromosomenstörungen deutlich zu, deswegen enden bei 45-jährigen Frauen drei von vier Schwangerschaften mit einer Fehlgeburt. Und auch Behinderungen bei den Kindern werden wahrscheinlicher. Darum empfehlen Ärzte älteren Schwangeren oft zusätzliche Vorsorgeuntersuchungen wie die Chorionzottenbiopsie oder die Amniozentese (Fruchtwasseruntersuchung), mit denen sich Anomalien beim Erbmaterial des Fötus erkennen lassen.
Die am weitesten verbreitete Chromosomenanomalie ist die Trisomie 21, das Down-Syndrom. Bei einer 20-jährigen Schwangeren liegt die Wahrscheinlichkeit, ein Kind mit Down-Syndrom zu bekommen, bei 1 : 1018, bei einer 35-Jährigen bereits bei 1 : 270. Mit 45 steigt das Risiko auf 1 : 20. Das bedeutet allerdings auch, dass von 100 Kindern 95 kein Down-Syndrom haben. Viele Ärzte beruhigen deshalb ältere Patientinnen. Zudem verlaufen die so genannten Risikoschwangerschaften (ab 35) und die späten Geburten oft völlig problemlos. Auch deshalb, weil reifere Frauen meist besonders sorgsame Schwangere sind: Sie halten sich an die Kontrolltermine, essen gesund, rauchen nicht, trinken keinen Alkohol und meiden Stress.
Sollten Frauen über 40 noch Kinder bekommen?
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