Serie Bundestagswahl 2009

TV-Duell: Konnten Merkel und Steinmeier überzeugen?

Inszeniert wurde es als Höhepunkt eines bislang spannungsarmen Wahlkampfs. Wie gut schlugen sich Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier in ihrem einzigen TV-Duell? Fünf Meinungen aus der BRIGITTE-Redaktion.

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In diesem Artikel:

"So kriegt Ihr meine Stimme nicht"

Susanne Gerlach

Susanne Gerlach

Ich weiß immer noch nicht, wen ich wählen soll. Frau Merkel, Herr Steinmeier, überrascht mich doch einfach mal! Schon vorab die erste Hochrechnung in der ARD: 64 % der Befragten glauben, dass Angela Merkel das Duell gewinnt, verkündet Jörg Schönenborn und liefert den Versprecher des Abends: "Die Favoritenrolle ist klar verteilt!" Aha ...

20.30 Uhr: Auftritt der Duellanten. Die Themen werden abgespult: Atomkraft, Arbeit, Soziales, Mindestlohn, Opel. Die Journalisten fragen, die Politiker antworten nicht. Wie üblich - gähn. Dann doch was Überraschendes: Bild- und Tonausfall in der ARD. Nur kurz, dann geht's weiter, mit Merkels Abendessen für Deutsche-Bank-Chef Ackermann.

21.30 Uhr: Gesundheit und Ulla Schmidts Dienstwagenaffäre.

21.40 Uhr: Afghanistan. Ich schaue auf die Uhr.

21.50 Uhr: Doch noch eine Überraschung, mein Mann sagt "Ich glaub' ich wähl den Westerwelle. Der ist wenigstens ehrlich schwul."

Fazit: Von Duell keine Rede, nee, Steinmerkel, so kriegt Ihr meine Stimme nicht.

Susanne Gerlach, Redakteurin Ressort Gesundheit, Diät, Fitness

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  • Foto: RTL
Letzte Kommentare
  • riva76
    am 16.09.09 um 12:49
    In diesem Duell konnte es keinen Gewinner geben weil es keine Gegner gab.
    Wie Bruder und Schwester klopften sich Merkel und Steinmeier gegenseitig auf die Schulter -
    und sparten das brisante Thema "Bildung" in gegenseitigen Einvernehmen aus.
  • elly
    am 15.09.09 um 19:28
    Während die Diskussion lief , haben wir auf 3Sat beim Satire-Festival Florian Schröder gesehen . Er bot Merkel ,Steinmeier und Plasberg in einer Person. Seine Zusammenfassung hat völlig gereicht ! Elly
  • mieseswetter
    am 15.09.09 um 16:59
    Ich frage mich, was die Wähler eigentlich wollen. Verspricht ein Politiker (immer auch w) etwas für die nächste Legilsaturperiode, wird der Wähler wahldesinteressiert, weil "die Versprechen sowieso nicht gehalten werden". Wird der Politiker konkreter, wird später minutiös aufgerechnet, was er wann gesagt hatte. Ist der Politiker vorsichtig und dadurch emotions- und leidenschaftslos, fühlt der Wähler sich nicht zur Wahl angeregt, weil er nicht überzeugt wurde. Könnte es sein, dass die Wähler träge und eigentlich desinteressiert sind und einfach nur gerne meckern? Sie dürfen nur eins nicht vergessen: Jeder vermeintliche Nicht-Wähler ist dennoch ein Wähler, vielleicht dann aber für die falsche Partei!
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