Porträt

Das Prinzip Ursula von der Leyen

Kann sie noch Kanzlerin? Ursula von der Leyen wirkt angeschlagen. Doch die Ministerin ist noch lange nicht am Ziel. Was sie vorhat und was sie stark macht.

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Ihr Charme

Selbst politische Gegner können sich ihr kaum entziehen - Ursula von der Leyen, 52, hat eine überwältigend positive Ausstrahlung. Und damit ist nicht nur ihr legendäres Lächeln gemeint (das sie, wie wir seit den zähen Hartz-IV-Verhandlungen wissen, auch mal ablegen kann), sondern ihre gewinnende Art, auf Menschen zuzugehen: Egal, mit wem sie spricht, ob mit Kita-Kindern oder Kabinettskollegen, immer wirkt sie persönlich zugewandt, lebhaft interessiert und dazu meist noch bestens gelaunt. Natürlich sei sie auch mal sauer, sagt sie, aber "im Beruf haben Menschen, mit denen ich umgehe, ein Recht darauf, dass ich mich professionell verhalte". Diese Professionalität beherrscht Ursula von der Leyen so perfekt, dass sie öfter geradezu unheimlich wirkt - manche vermuten deshalb, ihre stete Freundlichkeit sei Fassade.

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  • Text: Silke Baumgarten
    Fotos: Goetz Schleser
    Ein Artikel aus der BRIGITTE, Heft 13/2011
Letzte Kommentare
  • Anita
    am 26.06.11 um 20:21
    Zensursula macht gerne einen auf "Denkt denn keiner an die Kinder?!?" Dass arme Familien das tolle Bildungspaket manchmal garnicht in Anspruch nehmen koennen, steht auf einem ganz anderen Blatt, aber da kann der Staat schon wunderbar sparen - auf Kosten der Kinder.
  • susemichel
    am 25.06.11 um 19:28
    Eiskalt hat Frau v.d. Leyen den über 25jährigen Behinderten, die / für die Allgemeinheit billig) von den Eltern betreut werden, die Regelbedrfsstufe 3 "beschert". Diese kürzt die Grundsicherung der Betroffenen um 20%! Entgegen der Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts ( keine pauschale Kürzung)! Und noch im Herbst letzten Jahres hat sie gegenüber der Lebenshilfe geäußert, dass es keine Kürzungen bei Behinderten geben würde! So viel zum Thema Glaubwürdigkeit!
    Auch der "Aktionsplan" zur Umsetzung der UN- Behindertenrechtskonvention ist eine lauwarme Solidaritätsbekundung- mehr nicht! Die Betroffenen klagen sich wie immer durch alle Instanzen für ihre Rechte und ihr Existenzminimum!
  • Vic
    am 24.06.11 um 18:19
    Ich hoffe, diese Debatte bleibt uns erspart: Frau von der Leyen als Kanzlerin. Die "Hoheit" herrscht im Ministerium, das hört sich für mich nicht sehr demokratisch an. Wir brauchen Politikerinnen und Politiker, die vom echten Leben Ahnung haben. Akten sagen darüber wenig.
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