Ursula von der Leyen: "Alleinerziehende Mütter im Alltag unterstützen"
BRIGITTE: Frau von der Leyen, 6146 Frauen haben unsere Forderungen für Alleinerziehende unterschrieben . . .
Ursula von der Leyen: Ich bin Ihnen sehr dankbar für diese Aktion, denn sie rückt endlich die wirklichen Probleme von Alleinerziehenden in den Mittelpunkt. Das gibt mir Rückenwind, mich noch konsequenter im politischen Raum für dieses Thema einzusetzen.
BRIGITTE: In unserem Dossier haben wir das "Palme-Projekt" vorgestellt. Das ist ein Seminar, in dem Alleinerziehende lernen, besser mit ihren Alltagssorgen zurechtzukommen. Sie haben unsere Idee, Palme-Seminare künftig bundesweit in den von Ihnen initiierten Mehrgenerationenhäusern anzubieten, sofort angenommen.
Ursula von der Leyen: Ja, denn wir haben das gemeinsame Ziel, Alleinerziehende im Alltag zu unterstützen. Diese Frauen wollen zu Recht ihr eigenes Einkommen verdienen, und sie wollen zu Recht Zeit für ihre Kinder haben. Und: Junge Familien und vor allem Alleinerziehende brauchen ein engmaschiges Netz der Unterstützung. Wenn wir das Palme-Projekt mit unseren 500 Mehrgenerationenhäusern verknüpfen, fügen wir neben dem Ausbau der Kinderbetreuung und dem Elterngeld einen weiteren wichtigen Baustein an. Die Mehrgenerationenhäuser bringen eine hervorragende Infrastruktur aus nachbarschaftlichen Netzwerken und familiennahen Dienstleistungen mit ein. Ende April startet das erste Seminar im Mehrgenerationenhaus Düsseldorf.
BRIGITTE: 2,2 Millionen Alleinerziehende in Deutschland - 95 Prozent davon Frauen. Viele leben in Armut.
Ursula von der Leyen: Ja, ein Drittel. Diesen Frauen müssen wir Perspektiven eröffnen, um mit den Kindern aus der Armutsfalle herauszukommen. Der Ausbau der Kinderbetreuung ist ein wichtiger Schritt, der weiterentwickelte Kinderzuschlag ein zweiter.
BRIGITTE: Der Kinderzuschlag für Familien mit geringem Einkommen soll einen Ausgleich schaffen. Im Herbst 2007 sprachen Sie nun davon, zukünftig sollten 530 000 Kinder diesen Zuschlag erhalten. Jetzt ist nur noch von 250 000 Kindern die Rede. Was ist passiert?
Ursula von der Leyen: Ich habe sehr dafür gekämpft, dass der Kinderzuschlag verbessert wird. Nach langen Auseinandersetzungen sind wir jetzt im Gesetzesverfahren. Alleinerziehende werden in zwei Punkten von den neuen Regelungen profitieren. Erstens: Die Grenze, ab wann es den Kinderzuschlag gibt, wird klar definiert. Alleinerziehende, die bis 600 Euro verdienen, können den Zuschlag beantragen. Bisher war die Grenze sehr schwammig definiert - vier von fünf Anträgen wurden abgelehnt. Und zweitens: Bisher wurden bei jedem dazuverdienten Euro 70 Cent vom Kinderzuschlag abgezogen. Dieser Abzug wird auf 50 Prozent reduziert. Nach den zähen Verhandlungen stehen jetzt insgesamt 200 Millionen Euro mehr zur Verfügung - und damit werden wir rund 250 000 Kinder erreichen.













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Anna
am 12.01.12 um 10:50
Hallo erst einmal! Ich erachte eine Differenzierung zwischen Ein-Eltern Familien und Zwei-Eltern Familien auch unter steuerrechtlichen Gesichtspunkten als unbedingt notwendig. Als Alleinverdiener(-in) mit Kind ist man/frau einfach schlechter positioniert, als wenn zwei mögliche Verdiener in einem Haushalt leben. Die steuerliche Benachteiligung der Alleinerziehenden im Vergleich zu einem verdienenden Ehepaar stimmt einfach nicht mit den Maximen unseres sog. "Sozialstaates" überein und ist eine absolute Ungerechtigkeit! Die hilflosen Versuche seitens der Politik, den Zustand der Alleinerziehenden zu verbessern, sind absolut lächerlich, verschleudern einmal wieder nur mehr Steuergelder und helfen den Betroffenen überhaupt nicht. Sehr geehrte Frau von der Leyen, Sie haben das Problem ja gar nicht erkannt! Ihre Statements sind eine einzige Lachnummer! Eigentlich sollte man/frau richtig gezielt gegen die Ungleichbehandlung Alleinerziehender vorgehen..
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erika
am 26.11.11 um 04:30
Warum heist es immer alleinerziehende mütter , und nicht mal alleinerziehende väter mit einer 8std schicht , die schauen müsssen wo sie ihre kinder bei der spätschicht unterbringen können , oder das man ihm eine geeignete hilfe zur seite stellt,oder wie kann es sein das die mutter der kinds so weit weg ist , das sie sich drotz vereinbarung nicht um die kids , die sie verlaaen hat ,, kümmert ,und ihren unterhalts pflichten nicht nach kommt .damit der erleihnerziehende vater , die auslagen für betreuung decken kann . aber wie immer werden solche menschen , die sich um haushalt , kids und arbeit kümmern im stich gelassen ,, ich finde das man den vätern , auch helfen sollte ,, , den sie haben das gleiche recht wie mütter die auf ihre kids auf passen ,, und nicht arbeiten , warum wird nur darüber geredet , aber im nachhinein nichts getan .. erlebe den kampf schon 3jahre , , und nichts passiert , auf den ämtern ,, es gibt so viele arbeitslose .frauen die das machen könnte
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Lisa Kober
am 31.08.11 um 08:52
Das Wort "alleinerziehend" macht die Stigmatisierung in Deutschland deutlich. Das große Glück der Familie ist auf ein kleines, den Mangel ausdrückendes Adverb geschrumpft. Schrecklich. Wie scheinbar leicht kommt unser Nachbarland Frankreich da mit "parent solo" daher. Wir haben einfach keine Lobby in Deutschland. Ich würde mich freuen, wenn Brigitte dieses Thema als Dauerthema aufnehmen würde: wie gehen andere Länder damit um (in Frankreich gibt es mehrere Campingplätze ausschließlich für Einelternfamilien), vertiefte Analyse der Probleme im Einzelnen, Forum für eine Solidarisierung der Betroffenen, ... Wir brauchen Helfer, um den gesellschaftlichen Wandel in geltendes Recht zu wandeln.
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Lisa Kober
am 31.08.11 um 08:27
Die Diskussion mit Frau von der Leyen zum Thema Steuerrecht hat mich mal wieder deprimiert. Die ungerechte Unterscheidung zwischen Steuerklasse II und III kann doch nicht damit begründet werden, dass der "Blick sich jetzt nicht mehr auf den Haushalt, sondern auf jedes einzelne Kind richtet" und Freibeträge für Betreuung, Erziehung und Ausbildung und Kindergeld für a l l e Eltern erhöht wurden. Trotzdem müssen doch die Haushalte mit einem Einkommen vorab gleichgestellt sein. Es darf keinen Unterschied in der Besteuerung von Eltern geben, je nach dem ob sie verheiratet, geschieden oder verwitwet sind. Allein die Höhe des Einkommens muss ausschlaggebend sein. Ein-Eltern-Familien müssen Zwei-Eltern-Familien endlich gleichgestellt werden. Wir sind Familien - doch mindestens genauso sehr wie ein verheiratetes, kinderloses Ehepaar. Frage: Mit welcher Begründung verdiene ich mit einem angetrauten Hausmann ca. 300 € netto mtl. mehr als mit meiner 9-jährigen Tochter?
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Sina Vilon
am 22.06.11 um 15:43
Schon wenn man sagt, das man alleinerziehend ist, gucken die Menschen um einem rum sehr traurig. So mitleidig. Dabei ist es immer schon ein Thema gewesen. Seid es die Menschheit gibt. Es wurde eben nie darüber gesprochen. Frauen nach dem Krieg, frage mich wie die das gemeistert haben ohne Waschmachine etc. Mit Alleinerziehenden ist alles in Ordnung. Die meisten sind gute Eltern. Die Gesellschaft muss ihre Haltung dazu ändern und aufhören uns anzugucken, wie damals die Leprakranken.Familienfreundliche Firmen mit Hausinterner Betreuungsmöglichkeit müssen her. Das für alle! Auch für Eltern die zusammenleben. Denn heutezutage kann doch keiner mehr davon Leben wenn nur einer arbeitet.Meist wollen Frauen arbeiten und nicht zu Hause bleiben wo sie geistigt veröden. Glaube dies ist eine Männerwelt wo Frauen gezwungen werden sich für Kind oder Karriere zu entscheiden.Das nennen sie dann Gleichberechtigung. Wir betroffenen müssen uns bald was einfallen lassen und solidarich handeln. H
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Sina Vilon
am 22.06.11 um 15:25
Ich habe lernen müssen mir selbst zu helfen, denn sonst hilft dir keiner. Für Süchtige und Behinderte wird viel gemacht in diesem Land, aber alleinerziehende müssen zusehn wo sie bleiben.Sie werden abgefertigt mit Hartz4, Kindergeld Unterhalt und jeder Cent den sie dazu verdienen werden ihnen abgezogen.Was nützt es dann wenn Väter gezwungen werden Unterhalt zu Zahlen,wenn diesen Müttern doch ehe der finanzielle Gurt dann wieder enger geschnallt wird.Arbeit gibt ihnen auch keiner.Ich werde bei der nächsten Bewerbung nicht angeben das ich Mutter bin. So weit bin ich schon.Ich hoffe das dies Politiker lesen und sich mal im ernst Gedanken darüber machen.Und das Geld für diesen unnötigen Palte Kurs sollten sie Firmengründern geben, die Firmen mit integrierten Hauseigenem Kitas haben.So wie das der Flughafen Fa/M macht.Nicht neue Kitas müssen her sondern Firmen die hauptsächlich alleinerziehende einstellen und man seine Kinder,Mittags mal sehen und in den Arm nehmen kann,weil s
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Sina Vilon
am 22.06.11 um 15:06
Ich finde gut das über verschiedene Alleinerziehende berichtet wurde. Ein bißchen düster,meiner Meinung nach.Es geht uns nicht immer gut und wir müssen kämpfen aber das wir einsam sind Energie und Männermangel haben sollen.Das finde ich nicht so. Das wir auch so als überfordert dargestellt werden, finde ich auch nicht gut. Die Kurse für Alleinerziehende finde ich lächerlich. Denn nicht sie brauchen diese Kurse sondern diese neurotischen alten Politiker die keine Ahnung von Familien und Kindern haben, da bei ihnen eine Frau zu Hause sitzt und ihm alles nach traditionellem klassichem altem Muster,alles schön abnimmt. So wie vor fünfzig Jahren und so sollte es ihrer Meinung ja auch bleiben Denn die nehmen morgens ihre Jacke und den Schlüsselbund mit,wenn sie das Haus verlassen und kommen abends mit ihrem Notebook wieder Heim und alles ist gemacht. Kinder sind schon gebadet worden und liegen ohne den GuteNachtKuss von Papa im Bett.Die kriegen uns nur nebenbei so mit.Hilf dir be
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