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Lebensmittel einkaufen: Ist das wirklich frisch?

Während wir uns bei Fertiggerichten weitgehend auf die Zutatenliste verlassen müssen, können wir bei frischer Ware die Qualität selbst überprüfen. So erkennen Sie wirklich gute Lebensmittel.

Fleisch: Vorsicht bei süßlichem oder muffigem Geruch

So sollte es aussehen: Frisches Geflügel und Schwein hat eine hell- bis dunkelrosa Färbung, Rind, Lamm und Wild sollten rot bis dunkelrot sein. Auf keinen Fall dürfen bräunliche, gräuliche Verfärbungen oder Flecken auftreten. Ganz wichtig: Frisches Fleisch darf glänzen, aber nicht zu feucht oder gar schmierig wirken. So sollte es riechen: Neutral bis leicht säuerlich, keineswegs aber süßlich oder muffig. So sollte es sich anfühlen: Bei leichtem Fingerdruck muss man einen deutlichen Widerstand spüren, das Gewebe darf nicht zu weich oder schwammig sein.

Das sollten Sie zusätzlich beachten:

  • Bei verpackten, eingeschweißten Fleischwaren deuten Bläschen unter der Verpackung und Ausbeulungen auf Gasbildung hin - mit hoher Wahrscheinlichkeit ist das Fleisch verdorben!
  • Lassen Sie Hackfleisch immer frisch vom Metzger zubereiten und verarbeiten Sie es zügig. Denn die große Oberfläche bietet Keimen ideale Bedingungen zur Vermehrung.
  • Verzichten Sie ganz auf fertig panierte oder marinierte Schnitzel und Steaks. Die Panier- und Würzmischungen verdecken nämlich den Blick auf den Zustand des Fleischs und maskieren außerdem auch noch den Eigengeruch.

Fisch - Schau mir in die Augen!

So sollte er aussehen: Fangfrischen Fisch erkennen Sie beim Aufklappen der Kiemen an der leuchtend roten Farbe. Keinesfalls dürfen die Kiemen verklebt und bräunlich oder grau aussehen. Dazu sollte die Schuppenschicht feucht glänzen und fest anliegen. Auch die Augen sind ein wichtiger Frische-Indikator: Achten Sie auf pralle, metallisch-glänzende Augen, die nicht milchigtrüb oder in der Mitte eingesunken sind. Die Flossen sollten gleichförmig und gut erhalten sein. So sollte er riechen: Auf keinen Fall streng fischig oder sauer. Frischer Fisch verbreitet einen angenehmen Meeresgeruch, leicht salzig und nach Seetang. So sollte er sich anfühlen: Wenn sie ihn leicht eindrücken, sollte der Fisch in kurzer Zeit zur ursprünglichen Form zurückkehren.

Das sollten Sie zusätzlich beachten

  • Auch Filets dürfen nicht nach Fisch riechen. Ein silbriger Glanz und saftiges Fleisch sprechen hier
  • für Frische. Matte, milchige und trockene Ware ist wahrscheinlich schon älter.
  • Bei Meeresfrüchten bestimmt der Duft ebenfalls die Qualität: nicht fischig, sondern eben nach Meer. Muscheln müssen beim Kauf eine geschlossene Schale haben oder sich bei Berührung zusammenziehen. Sollten sich manche beim Kochen nicht öffnen: Weg damit, niemals geschlossene Muscheln aufbrechen!
  • Kaufen Sie frischen Fisch generell nicht auf Vorrat, sondern immer an dem Tag, an dem Sie ihn auch zubereiten möchten.

Obst - oft entscheidet der Stilansatz

Hier gelten für verschiedene Arten unterschiedliche Kriterien. Deshalb ein Überblick über die gängigsten Sorten und ihre typischen Frische-Merkmale:

Äpfel

... sind frisch, wenn man beim Klopfen in der Nähe des Stiels einen dumpfen Ton hört. Sie sollten straff aussehen, keine braunen Flecken oder Dellen haben.

Ananas

... darf man beschnuppern: Wenn der Boden sehr süß riecht, ist sie richtig reif. Auch die Blätter sollten sich leicht lösen lassen.

Birnen

... müssen angenehm fest sein - weder zu hart, noch butterweich. Zu reife Birnen haben oft einen verschrumpelten Stielansatz.

Mangos

... geben auf Druck leicht nach und sind gelblich-rot. Dazu duften sie lecker und fruchtig.

Orangen

... verraten ihre Frische durchs Gewicht. Schwere, pralle Früchte haben viel Saft, ältere sind ausgetrocknet, sie fühlen sich weich und leicht an.

Weintrauben

... sollten fest am grünen Stiel sitzen. Ein holziger Stiel zeigt, dass die Trauben schon älter sind. Die Früchte selbst sind prall und glatt, ohne Verfärbungen und Dellen.

Gemüse - raschelnde Zwiebel und intensive Farben

Brokkoli

...schillert bläulich-grün, wenn er frisch ist. Ältere Ware verfärbt sich gelblich, und die Röschen öffnen sich.

Karotten

...dürfen sich nicht biegen lassen, dann haben sie bereits Feuchtigkeit verloren. Sie sollten straff und fest sein, intensiv orange leuchten.

Kohlrabi

...kauft man besser in kleinerer Ausführung, die großen Knollen sind meist schon holzig. Nach frischen grünen Blättern schauen, bei welken Blättern den Kohlrabi gleich liegen lassen.

Lauch

...sollte keine zwiebelförmige Verdickung am Wurzelende haben. Der weiße Teil muss deutlich länger als die grünen Enden sein.

Tomaten

...müssen aromatisch duften, prall und rot sein und auf Druck etwas nachgeben.

Kopfsalat

...ist schon älter, wenn die Blattränder und der Strunk dunkel verfärbt sind. Insgesamt soll er grün und knackig aussehen und nicht die Blätter schlapp hängen lassen.

Zwiebeln

...im Netz schütteln: Raschelt es leise, sind sie frisch - dann löst sich die Schale leicht, es ist noch viel Feuchtigkeit enthalten. Finger weg von Zwiebeln, die schon austreiben.

Text: Tanja Pöpperl Ein Artikel aus BRIGITTE-BALANCE

Wer hier schreibt:

Tanja Pöpperl

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