Fastenzeit: 11 Tipps, die beim Durchhalten helfen

Fasten mit Zitronenwasser

Was tun gegen kleine Krisen und große Gelüste beim Fasten? Elf bewährte Tipps, die beim Durchhalten helfen.

Es ist gar nicht so einfach mit dem Durchhalten beim Fasten. Immer wieder lauern Verlockungen am Wegesrand und der innere Schweinehund will sich manchmal auch nicht recht in Bewegung setzen. Damit das Durchhalten in diesem Jahr leichter fällt, haben wir elf Tipps für euch zusammengestellt. So klappt das Fasten bestimmt!

1. Positiv einstimmen

Schreibt vor Beginn der Fastenwoche auf, was ihr mit dem Fasten erreichen möchtet: ein neues Körpergefühl, eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, oder soll das Fasten vor allem eine Zeit der Besinnung für euch sein? Hängt euch den Zettel deutlich sichtbar an den Kühlschrank oder die Pinnwand am Arbeitsplatz. Überlegt euch, ob ihr auch ganz persönliche Vorsätze habt, die ihr mit dem Fasten verbindet - das motiviert oft besonders.

2. Mit Hungergefühlen umgehen

Trinkt Wasser oder Tee, wenn sich ein Hungergefühl einstellt. Auch eine Hafer- oder Reissuppe tut gut. Geht an die frische Luft, lenkt euch mit einem kleinen Spaziergang ab. Macht euch immer wieder bewusst, dass der Hunger nach zwei bis drei Fastentagen ganz von allein deutlich nachlässt.

3. Sich austauschen

Fastet zeitgleich mit einer Freundin und ruft sie an, wenn ihr nur noch ans Essen denkt. Oder geht in unser Bfriends-Forum Fasten. Dort könnt ihr von euren Krisen berichten und alles über die schlechten Momente anderer erfahren.

4. Verlockungen widerstehen

Gebt der Versuchung, endlich wieder etwas zu kauen, nicht nach. Allenfalls ein zuckerfreier Kaugummi ist ab und zu erlaubt, schon ein Apfel (den ihr als Saft problemlos genießen dürft) kann euer Fasten erschweren. Denn jeder Bissen, jede Form von fester Nahrung lässt die Magensaftproduktion anspringen. Und das verstärkt den Hunger. Ein konsequentes Nicht-Essen ist wirklich leichter!

5. Belohnungen einplanen

Motiviert euch mit gezielten Belohnungen. Die Schuhe, die ihr schon lange im Schaufenster gesehen habt, die teuren Konzertkarten oder der Besuch bei der Kosmetikerin - jetzt ist der ideale Zeitpunkt, sich außer der Reihe etwas zu gönnen!

6. Zeit nutzen

Da ihr nicht kocht und esst, habt ihr viel mehr Zeit am Tag für euch übrig. Nutzt sie - für ein langes Telefonat mit der Freundin, für ein Buch, das ihr schon immer lesen wolltet, für all die Dinge, die euch Freude machen und die sonst aus Zeitmangel auf der Strecke bleiben.

7. Sich selbst mit natürlichen Mitteln helfen

Durch die Stoffwechselumstellung beim Fasten kann es in Einzelfällen zu leichten Beschwerden kommen. Das hilft bei Kopfschmerzen: viel trinken, Bewegung an der frischen Luft, entspannen und ruhen. Auch eine heiße Kompresse, die in den Nacken gelegt wird, oder Minzöl, auf die Schläfen gerieben, schaffen Erleichterung.

Bei Kreislaufstörungen, Schwindelgefühl, Übelkeit, Schweißausbrüchen: Rosmarin- oder Weißdornblättertee trinken, einen Teelöffel Honig lutschen. Vorbeugend kalte Ganzkörperwaschungen (mit einem Waschlappen), Bürstenmassagen, Gymnastik machen. Achtung: Halten die Beschwerden mehr als einen Tag an, einen Arzt aufsuchen.

8. Das hilft bei Magenbeschwerden

Bei Blähungen hilft Kräutertee mit Kümmel, Fenchel oder Anis - dazu eine Wärmflasche und leichte, kreisförmige Bauchmassage. Bei Durchfall oder anderen Magenbeschwerden lasst ihr die Fruchtsäfte weg (verdünnte Gemüsesäfte sind okay). Wärme, Ruhe und ein Esslöffel Heilerde können den Magen wieder beruhigen.

9. Das hilft bei Schlafstörungen

Sorgt für warme Füße und ein gut durchlüftetes, nicht zu stark geheiztes Schlafzimmer. Kneippsche Anwendungen wie eine kalte Teilwaschung von Bauch, Armen und Beinen erleichtern das Einschlafen.

10. Das hilft bei Frösteln

Wärmende Tees trinken (z. B. Ingwertee, Zitronenmelissetee mit einer Prise Zimt). Statt kalter Säfte lieber heiße Brühe löffeln. Bürstenmassagen und Bewegung bringen den Kreislauf auf Trab und wärmen ebenfalls.

11. Das hilft bei Unruhe

Sanfte Bewegung hilft dagegen - Walken, Spazierengehen, Gymnastik, wozu ihr Lust habt. Oder probiert diese Entspannungsübung: Zieht euch an einen ruhigen Ort zurück. Setzt euch bequem auf einen Stuhl, ihr könnt euch aber auch einfach lang hinlegen. Atmet tief und bewusst durch die Nase in den Bauch ein und durch den Mund aus. Sprecht oder denkt jeweils dreimal hintereinander folgende Sätze: "Mein Körper ist ruhig und entspannt"; "Meine Atmung ist ruhig und entspannt"; "Mein Geist ist ruhig und entspannt". Versucht, die aufsteigende Ruhe und Gelassenheit zu spüren.

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