Ayurveda

  •  
  •  
In diesem Artikel:

1. Gute Nachricht für Lerchen: Ayurveda-Experten empfehlen, früh aufzustehen, auch am Wochenende. Damit bleibt man immer im Rhythmus und fühlt sich besser. Bei ständig wechselnden Schlafzeiten kann dagegen das Luftelement (Vata) aus dem Gleichgewicht geraten, heißt es. Trick zum Wachwerden für Langschläfer: auf die linke Seite legen und tief einatmen. Das stimuliert das rechte Nasenloch, stärkt die aktive rechte Körperseite.

2. Zusätzlicher Energie-Push: Nach dem Duschen die Zunge reinigen. Dafür einfach mit einem Silberlöffel den Belag abreiben. Alternative ist eine kleine Massage mit der Zahnbürste. Anschließend soll man auch besser schmecken können. Den Mund mit Wasser ausspülen und gurgeln. Oder einen speziellen Zungenschaber und ein ayurvedisches Mundwasser nehmen. Das Reinigen der Zunge soll übrigens auch Kariesbakterien ausbremsen, wie der Informationskreis Mundhygiene in Bonn festgestellt hat.

3. Zum Fitwerden: Mit den kleinen Fingern und etwas Öl (zum Beispiel Jojoba- oder Mandeöl) die Nasenlöcher von innen massieren - das pflegt die Nase und regt die Atmung an.

4. Und danach einen Kaffee im Stehen und nichts wie los? Lieber nicht! Im Ayurveda sollte man sich aufs Essen und Trinken konzentrieren. Wichtig ist nicht nur, was wir essen, sondern auch, wie wir essen. Also sich in Ruhe hinsetzen, eine Blume auf den Tisch stellen und zum Beispiel etwas frisches Obst essen. Ein Kaffee ist auch okay - aber dabei möglichst keine Nachrichten hören oder lesen.

5. Während der Arbeit sollten Sie möglichst bei dem bleiben, was Sie gerade tun. Also sich nicht zuviel vornehmen, und nicht fünf Sachen gleichzeitig anfangen. Ganz schlecht: ständig daran denken, was man morgen noch alles tun muss - oder gestern nicht geschafft hat.

6. Wer trotzdem in Job oder Haushalt unter Druck gerät, sollte einen Moment innehalten und sich auf den eigenen Atem konzentrieren. Das schafft Distanz und beruhigt. Fließt der Atem ziemlich flach, ist immer noch zuviel Spannung da. Dann die Hände im Sitzen oder Stehen hinterm Rücken falten, Arme durchstrecken und die Schultern nach hinten nehmen. Dabei wird die Atmung automatisch tiefer.

7. Sitzen Sie viel vor dem Bildschirm? Dann immer wieder zwischendurch nach draußen in den Himmel oder auf Bäume gucken. Wenn es dort wenig Natur zu sehen gibt: Hängen Sie ein Foto oder ein Poster auf. Blau und Grün beruhigen. Auch gut, eine Postkarte von einem tollen Wald oder Strand in die Unterlagen oder in den Timer legen.

8. Lächeln Sie andere an, beim Einkaufen, im Büro - oder einfach vor sich hin, wenn niemand da ist. Das entspannt und man ist besser drauf.

9. Feierabend! Stellen Sie sich locker hin, lassen Sie die Arme hängen und schauen Sie aus dem Fenster. Dann langsam hin und her pendeln und das Gewicht von einem Fuß auf den anderen verlagern. Dabei werden nur die Fersen leicht angehoben. Die Übung löst Spannungen im unteren Rücken und in den Schultern.

10. Wer schlecht schläft, sollte vorm Schlafengehen einen kurzen Spaziergang machen. Danach eine Tasse warme Milch mit Muskatnuss und Kardamon trinken und die Fußsohlen mit Sesamöl massieren. Wer keine Milch mag, nimmt stattdessen einen ayurvedischen Ruhe-Tee. Beim Einschlafen hilft, sich auf die rechte Seite zu legen; das stimuliert das linke Nasenloch und damit die passive linke Körperseite. Gut bei innerer Unruhe: auf den Bauch drehen, die rechte Hand über die linke schieben und die Stirn darauflegen. Die großen Zehen berühren sich, die Fersen fallen nach außen. Nun aufs Zwerchfell konzentrieren.
Gute Nacht!

  • Programm: Barbara Lütge, Ayurveda- und Yoga-Lehrerin, Berlin.
BRIGITTE BALANCE
im Abo