- In diesem Artikel:
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- 7 Uhr: Der Kaffee ist fertig!
- 8:30 Uhr: Mist, wo habe ich den Geldbeutel?
- 9:30 Uhr: Das neue Handy abholen
- 10 Uhr: Entscheidungen im Job
- 12 Uhr: Thüringer oder asiatisch?
- 13 Uhr: Leichter Leistungsabfall
- 15 Uhr: Brainstorming
- 16 Uhr: Fitnessstudio
- 17:30 Uhr: Crash in der Rushhour
- 18 Uhr: Kinderschuhe kaufen
- 21:30 Uhr: Feierabend
- 24 Uhr: Tiefschlaf
7 Uhr: Der Kaffee ist fertig!
Foto: sinistrose/photocase
Frühstück machen: Kaffeepulver in die Maschine, Toaster anwerfen, Saft einschenken - gelernte Automatismen, die keine große Geistesleistungen erfordern. Und in Gedanken sind wir woanders.
Es sind die Nervenzellen, die diese Gleichzeitigkeit erlauben, und wie sie es genau tun, daran wird heftig geforscht. Schließlich hat die Evolution mehr als 650 Millionen Jahre gebraucht, um aus simplen Nervenstrukturen von Quallen ihr Meisterwerk zu schaffen: das menschliche Gehirn.
Die Nachrichtenübertragung im Schädel erfolgt auf elektrischem und auf chemischem Weg. 300 Millisekunden braucht das Bewusstsein zur Formung eines Gedankens. Das ist verhältnismäßig lange. Das prozedurale Gedächtnis, der Teil von uns also, der weiß, wie man den Wasserhahn aufdreht, Fahrrad fährt, Nudeln kocht und eine Tasse anhebt, arbeitet in Bruchteilen von Millisekunden. Deswegen verbraucht Routine, wie eben Kaffeekochen, wenig geistige Energie.
Was tun? Tägliche Routinearbeiten, bei denen wir körperlich aktiv sind, sorgen dafür, dass unser Gehirn zwar gut durchblutet, allerdings nur wenig gefordert ist. Es sucht sich also selbst neue Aufgaben - und gerade dann kommen uns oft die besten Ideen. Wenn Sie die Routine aber eher als langweilig empfinden und Ihr Gehirn trainieren möchten: Bereiten Sie den Kaffee mal mit der ungewohnten Hand zu, für Rechtshänderinnen also mit links. Das ist schwierig, weil die Finger der anderen Hand diese Bewegungen nicht automatisiert beherrschen; die Koordination erfordert viel Aufmerksamkeit und sorgt für neue Verschaltungen im Gehirn.














