Blasenentzündung - was ist das eigentlich?
Foto: Klawitter/Corbis
Blasenentzündung - die Ärzte sprechen auch von Zystitis - ist eine Infektion der unteren Harnwege (Harnröhre oder Harnblase). Sie wird durch Bakterien ausgelöst; die Erreger stammen meist aus dem Darm und gelangen durch die Harnröhre in die Blase.
Eine Blasenentzündung lässt sich gut behandeln und ist in der Regel zwar lästig, aber harmlos. Wird sie jedoch verschleppt und steigt in die Nieren auf, kann sich die Entzündung auf andere Organe ausweiten. Im Extremfall droht eine lebensgefährliche Blutvergiftung.
Wer bekommt eine Blasenentzündung?
Blasenentzündung ist ein typisches Frauenproblem - zwei von drei Frauen haben einmal im Leben eine Blasenentzündung. Der Grund: Bei Frauen ist die Harnröhre kürzer als bei Männern, die Erreger sind schnell am Ziel.
Besonders oft betroffen sind schwangere Frauen. Da sich bei ihnen die Blasenentzündung leicht zu einer Nierenbeckenentzündung ausweiten und eine Fehlgeburt auslösen kann, werden sie stets mit Antibiotika behandelt.
Ist das Immunsystem geschwächt, etwa durch Stress oder Medikamente, kann dies eine Blasenentzündung begünstigen. Häufiger Sex reizt die Schleimhäute, so dass die Bakterien leichtes Spiel haben - man spricht auch von einer "Honeymoon-Cystitis".
Übertriebene Intimhygiene schwächt die natürliche Abwehr der Harnwege gegen die Bakterien. Auch spermizide Cremes stehen unter Verdacht, die Scheidenflora zu schwächen.
Frauen in und nach den Wechseljahren neigen wegen der hormonellen Veränderungen zur Blasenentzündung.











