Gesundheits-Info
Was tun bei Blasenentzündung?

Blasenentzündung erwischt viele Frauen: ständig aufs Klo, Brennen, Jucken - unangenehm! So bekommen Sie die Blasenentzündung in den Griff. Mit Infos zur Impfung gegen Blasenentzündung und Tipps für sanfte Heilmethoden.

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Blasenentzündung - was ist das eigentlich?

Foto: Klawitter/Corbis

Blasenentzündung - die Ärzte sprechen auch von Zystitis - ist eine Infektion der unteren Harnwege (Harnröhre oder Harnblase). Sie wird durch Bakterien ausgelöst; die Erreger stammen meist aus dem Darm und gelangen durch die Harnröhre in die Blase.

Eine Blasenentzündung lässt sich gut behandeln und ist in der Regel zwar lästig, aber harmlos. Wird sie jedoch verschleppt und steigt in die Nieren auf, kann sich die Entzündung auf andere Organe ausweiten. Im Extremfall droht eine lebensgefährliche Blutvergiftung.

Wer bekommt eine Blasenentzündung?

Blasenentzündung ist ein typisches Frauenproblem - zwei von drei Frauen haben einmal im Leben eine Blasenentzündung. Der Grund: Bei Frauen ist die Harnröhre kürzer als bei Männern, die Erreger sind schnell am Ziel.

Besonders oft betroffen sind schwangere Frauen. Da sich bei ihnen die Blasenentzündung leicht zu einer Nierenbeckenentzündung ausweiten und eine Fehlgeburt auslösen kann, werden sie stets mit Antibiotika behandelt.

Ist das Immunsystem geschwächt, etwa durch Stress oder Medikamente, kann dies eine Blasenentzündung begünstigen. Häufiger Sex reizt die Schleimhäute, so dass die Bakterien leichtes Spiel haben - man spricht auch von einer "Honeymoon-Cystitis".

Übertriebene Intimhygiene schwächt die natürliche Abwehr der Harnwege gegen die Bakterien. Auch spermizide Cremes stehen unter Verdacht, die Scheidenflora zu schwächen.

Frauen in und nach den Wechseljahren neigen wegen der hormonellen Veränderungen zur Blasenentzündung.

Welche Beschwerden sollten mich aufhorchen lassen?

Typisch für eine Blasenentzündung: Man muss dauernd aufs Klo, aber dann kommen nur ein paar Tropfen, und dabei brennt es auch noch höllisch. Auch Blut im Urin und eitriger Ausfluss können Alarmsignale sein.

Wie stellt der Arzt fest, ob ich betroffen bin?

Der Arzt schaut zunächst nach, ob die Mündung der Harnröhre gerötet ist und ob es Ausfluss gibt. Bei der Laboruntersuchung des Mittelstrahlurins auf Bakterien lässt sich jede zweite Infektion entdecken. Teststreifen für Urin zeigen bei einer Blasenentzündung erhöhte Werte für weiße Blutkörperchen und Nitrit.

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  • Text: Angelika Unger
    Foto: Corbis
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