Gesundheits-Info

Was tun bei Blasenentzündung?

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Gibt es auch sanfte Heilmethoden?

Beim ersten Ziehen in der Blase sollte man sich warm einpacken und eine Wärmflasche oder eine heiße Heublumenpackung (Apotheke) auf den Bauch legen.

Das wichtigste und einfachste Mittel gegen Blasenentzündungen: Viel trinken! Zusätzlich zu den gewohnten Mengen etwa drei Liter Kräutertee oder Mineralwasser am Tag. Die Erreger werden auf diese Weise aus dem Körper geschwemmt. Auch Cranberry- oder Preiselbeersaft hilft - er enthält keimtötende Substanzen (wer den Saft nicht mag: Beides gibt es auch als Kapseln).

Noch stärker ist der Effekt, wenn man außerdem drei bis sechs Tassen eines speziellen Arzneitees trinkt. Mehrere Heilpflanzen können helfen:

Bärentraubenblätter wirken desinfizierend und verlangsamen die Vermehrung von Bakterien im Urin. Zwei Teelöffel Blätter mit einer Tasse kaltem Wasser ansetzen, ziehen lassen und nach zwei bis drei Stunden durch ein Sieb abgießen. Vor dem Trinken kurz erhitzen und eine Messerspitze Natron (aus der Apotheke) dazutun.

Goldrute regt die Tätigkeit der Nieren an, wirkt krampflösend auf den Blasenschließmuskel und lindert dadurch auch die typischen Schmerzen beim Wasserlassen. Zwei Teelöffel zerkleinerte Pflanzenteile mit einer Tasse kaltem Wasser ansetzen, kurz aufkochen, nach zehn Minuten durch ein Sieb abgießen.

Katzenbart (Orthosiphon) wirkt ähnlich wie die Goldrute. Drei Teelöffel zerkleinerte Pflanzenteile mit kochendem Wasser übergießen, nach 15 Minuten abgießen.

Um den Geschmack der Arzneitees zu verbessern, kann man Süßholz, Pfefferminze, Melisse oder Fenchel dazu tun. Bei Wassereinlagerungen im Gewebe, die durch eingeschränkte Herz- oder Nierentätigkeit verursacht werden, dürfen Trinkkuren und Tees nur in Absprache mit dem Arzt angewendet werden!

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  • Text: Angelika Unger
    Foto: Corbis
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