Blasenentzündung: Was tun, wenn sie chronisch wird?
"Sobald es zwickt, trinke ich zwei Liter Tee"
"Vor ein paar Jahren im Sommer war es besonders schlimm: Da war dieser Mann, der mir nicht guttat, gleichzeitig mein Staatsexamen. Das war einfach zu viel. Die Blasenentzündungen häuften sich. Nur Antibiotika halfen. Das war damals eine große Erleichterung.
Heute weiß ich: Antibiotika wirken nur kurzfristig, auf Dauer begünstigen sie sogar neue Entzündungen. Etwa fünf Jahre lang steckte ich in einer richtigen Tretmühle: Stress, Krämpfe, Antibiotika, fast jeden Monat. Das Gemeine: Ich wusste sogar, warum ich krank wurde, wusste, dass Druck im Job oder Beziehungsstress Auslöser waren. Aber erst, als ich anfing, ein Frühwarnsystem zu entwickeln, änderte sich etwas.
Beim allerersten Anzeichen trinke ich jetzt sofort zwei Liter Wasser oder Tee, mache mir eine Wärmflasche und lege mich ins Bett. Das ist, als würde ich eine Notbremse ziehen. Ich habe zwar immer noch gelegentlich Probleme, aber seit ich weiß, dass meine Sofortmaßnahmen helfen, verkrampfe ich nicht mehr so, wenn die Beschwerden losgehen, und bekomme sie schnell in den Griff. Antibiotika habe ich seit Jahren nicht mehr genommen."
Stephanie Z., 40, Grundschullehrerin













