Blasenentzündung: Was tun, wenn sie chronisch wird?

Ich werd' das nicht mehr los - manche Beschwerden kommen, um zu bleiben. Eine Frau erzählt, wie sie mit ihrer chronischen Blasenentzündung umgeht. Dazu die besten Tipps vom Experten.

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"Sobald es zwickt, trinke ich zwei Liter Tee"

"Vor ein paar Jahren im Sommer war es besonders schlimm: Da war dieser Mann, der mir nicht guttat, gleichzeitig mein Staatsexamen. Das war einfach zu viel. Die Blasenentzündungen häuften sich. Nur Antibiotika halfen. Das war damals eine große Erleichterung.

Heute weiß ich: Antibiotika wirken nur kurzfristig, auf Dauer begünstigen sie sogar neue Entzündungen. Etwa fünf Jahre lang steckte ich in einer richtigen Tretmühle: Stress, Krämpfe, Antibiotika, fast jeden Monat. Das Gemeine: Ich wusste sogar, warum ich krank wurde, wusste, dass Druck im Job oder Beziehungsstress Auslöser waren. Aber erst, als ich anfing, ein Frühwarnsystem zu entwickeln, änderte sich etwas.

Beim allerersten Anzeichen trinke ich jetzt sofort zwei Liter Wasser oder Tee, mache mir eine Wärmflasche und lege mich ins Bett. Das ist, als würde ich eine Notbremse ziehen. Ich habe zwar immer noch gelegentlich Probleme, aber seit ich weiß, dass meine Sofortmaßnahmen helfen, verkrampfe ich nicht mehr so, wenn die Beschwerden losgehen, und bekomme sie schnell in den Griff. Antibiotika habe ich seit Jahren nicht mehr genommen."

Stephanie Z., 40, Grundschullehrerin

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  • Text: Anne Otto
    Fotos: Nele Martensen
    BRIGITTE Balance Heft 4/09
Letzte Kommentare
  • -Sternle-
    am 04.12.09 um 10:33
    Das Blasen-Problem hatte ich auch - nach einer Immunisierungstherapie mit Uro-Vaxom war es aber vollständig weg. Ich weiss bis heute noch nicht, warum die Ärzte bei der Immunisierungstherapie so zögerlich sind, denn sie wird kaum verschrieben. Liegt es vielleicht an Kosten?
  • Korallenriff
    am 02.12.09 um 08:34
    Hmm, da wäre noch die "Empfindlichkeit" für Infekte der Blase durch Uebersäuerung. Also probieren, ob durch Ernährungsumstellung etwas zu machen ist. Und dann gibt es auch noch die Möglichkeit einer Impfung. (3 Spritzen im Abstand von 1-2 Wochen, Auffrischung nach einem Jahr.)
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