Frauengesundheit

Was Brust-Beschwerden bedeuten können

In der Brust spüren wir es: Wenn sich der Hormonhaushalt ändert oder gar das Leben aus dem Tritt gerät. Bei Brust-Beschwerden fragen wir uns: Ist es Brustkrebs - oder steckt etwas anderes dahinter?

  • 28 Kommentare
  •  
  •  
In diesem Artikel:

"Alles in Ordnung": Viel mehr wollen wir nicht hören, wenn einmal im Jahr, beim Vorsorgetermin, die Brüste abgetastet werden. Aber im Laufe eines Frauenlebens hat fast jede ab und zu Probleme mit ihrem Busen. Oft helfen schon einfache Hausmittel - und das beruhigende Gefühl, die Beschwerden zumindest einordnen zu können.

Die Brust tut vor der Regel weh

Extreme Berührungsempfindlichkeit vor der Regel nennt man Mastodynie. Ursache ist ein Ungleichgewicht der Hormone Östrogen und Progesteron, ein "relativer Progesteronmangel". Auch das Hormon Prolaktin, das z. B. bei Stress vermehrt ausgeschüttet wird, kann die Brust sehr schmerzempfindlich machen.

Was hilft dagegen? Zunächst mal ein gut sitzender BH. Dann kalte Umschläge (praktisch sind Tiefkühlerbsen im Beutel, in ein Gästehandtuch gewickelt), Mönchspfefferpräparate aus der Apotheke oder ein Hormongel (Gestagengel, auf Rezept) zum Einreiben. Kaffee, Tee und Schokolade in der zweiten Zyklushälfte lieber weglassen, denn sie enthalten so genannte Methylxanthine, und die können die Beschwerden verstärken.

Schmerzen, die nicht mit dem Zyklus zusammenhängen, werden als Mastalgie bezeichnet. Nicht immer liegt die Ursache aber wirklich in der Brust. Der Schmerz kann z. B. auch von der Halswirbelsäule ausstrahlen, gelegentlich auch vom Herzen ausgehen. Häufige Ursache ist eine Mastopathie, also eine knotige, teilweise auch zystische Veränderung der Brust (siehe "Knoten-ABC"). Auch schlecht sitzende BHs können zu Schmerzen führen.

Sie interessieren sich für unsere Themen?
Kostenlosen Newsletter bestellen

Seite:

  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5
  • Text: Dr. Sabine Thor-Wiedemann
    Ein Beitrag aus der BRIGITTE
    Foto: Getty Images