Diagnose Brustkrebs: Das ist jetzt wichtig

Brustkrebs - die Diagnose ist ein Schock für jede Frau. Doch gerade jetzt müssen Weichen gestellt werden. Fünf Expertinnen sagen, was in dieser frühen Phase der Krankheit wichtig ist.

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Brustkrebs - und von einer Sekunde zur nächsten ist nichts mehr, wie es vorher war. In einer solchen Krisensituation ist es nicht einfach, Entscheidungen zu treffen. Doch gerade jetzt müssen Weichen gestellt werden, für die Behandlung und für das eigene weitere Leben. Fünf Expertinnen sagen, was in dieser frühen Phase der Krankheit wichtig ist, woran Sie als Betroffene denken sollten und was Sie schon jetzt tun können, um die Therapie aktiv zu unterstützen. Und wie sage ich's den Menschen, die mir nahe stehen? Diesem Thema widmen wir einen separaten Artikel.

Aus medizinischer Sicht: "Die erste Behandlung ist entscheidend!"

Das rät Professor Dr. Nadia Harbeck, Leiterin des Brustzentrums der Universitätsfrauenklinik in Köln:

Suchen Sie sich ein zertifiziertes Brustzentrum

Die erste Therapie ist die Basis für eine erfolgreiche Behandlung und der erste Schritt zur Heilung. Deshalb ist jetzt nach der Entdeckung des Tumors eine optimale Versorgung besonders wichtig.

Werden in diesem frühen Stadium ohne Metastasenbildung notwendige Maßnahmen unterlassen oder sogar falsche ergriffen, kann dies die Chancen auf Heilung verringern. Die Therapie sollte deshalb so schnell wie möglich begonnen werden - aber keinesfalls überstürzt! Brustkrebs ist kein Notfall.

Nach der Diagnose sollten Sie sich deshalb genügend Zeit nehmen, um sich für die Operation eine gute Klinik mit einem erfahrenen und freundlichen Team zu suchen. Ein Operateur um die Ecke ist nicht unbedingt geeignet, und auch ein schöner Teppichboden macht noch keine gute Klinik aus. Suchen Sie lieber ein paar Tage länger, als in das erstbeste Krankenhaus zu gehen.

Am besten sind Sie in einem der zertifizierten Brustzentren aufgehoben. Diese erfüllen automatisch alle Qualitätskriterien: Dort wird Jahr für Jahr eine Mindestanzahl an Brustkrebsfällen behandelt, das Personal ist auf dem aktuellen wissenschaftlichen Stand und führt eine interdisziplinäre Therapie, an der Experten verschiedener Fachrichtungen beteiligt sind, durch. Außerdem werden in diesen Zentren häufig Studien zu den neuesten Behandlungsmethoden durchgeführt, an denen Sie eventuell teilnehmen können.

Sollten Sie sich für die Operation für ein Zentrum entscheiden, das von Ihrem Wohnort weiter entfernt ist, können Sie anschließend in ein näher gelegenes Zentrum wechseln. Wichtig ist auch, dass Ihr niedergelassener (Frauen-)Arzt von Anfang an in die Therapie einbezogen wird. Dann sind Sie während der Nachsorge in Ihrer vertrauten Umgebung gut versorgt.

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  • Text: Monika Murphy-Witt
    Foto: Eric Hood/iStockphoto.com
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