Diagnose Brustkrebs: Das ist jetzt wichtig
Komplementärmedizinisch: "Ein starkes Immunsystem hilft dem Körper im Kampf gegen den Krebs"
Dr. Nicole Weis, Ärztin im Beratungsdienst der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V., empfiehlt:
Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für alle Ihre Entscheidungen
Brustkrebs muss nicht übereilt operiert werden. Informieren Sie sich vor dem Eingriff umfassend über alle Möglichkeiten - auch über frühzeitige komplementäre Maßnahmen. Und lassen Sie sich möglichst in der zweiten Zyklushälfte operieren. Bei Frauen vor der Menopause treten bei diesem Termin, wie eine italienische Studie gezeigt hat, deutlich weniger Rückfälle, Rezidive, auf. Grund genug, den OP-Termin eventuell etwas nach hinten zu verschieben.
Beginnen Sie bereits vor der Operation mit einer Therapie, die die Abwehrkräfte stimuliert
Ein geschwächtes Immunsystem kann die Entstehung von Metastasen begünstigen. Deshalb ist es wichtig, es so früh wie möglich durch begleitende Maßnahmen zu stärken. Dazu können Sie sich von Ihrem behandelnden Arzt ein Mistel-Präparat (die Kosten trägt die Kasse) verordnen lassen, das regelmäßig injiziert wird. Oder Sie nehmen hoch dosiertes anorganisches Selen. Zur Förderung der Wundheilung zusätzlich am Tag vor der Operation ein bis drei homöopathische Globuli Arnika C 30. Möglich ist ebenfalls die Einnahme von Enzympräparaten, hoch dosierten Vitaminen (E, C, Betacarotin) und Zink.
Eine spezielle Art der Immuntherapie ist die Tumorimpfung, bei der Ihnen Ihre eigenen Krebszellen, speziell aufbereitet, injiziert werden. Bei diesem Verfahren gibt es zwei Varianten: Für die Aktiv-Spezifische Immuntherapie (ASI) wird der Impfstoff aus Tumormasse, die bei der ersten Operation gewonnen werden muss, hergestellt.
Für die Impfung mit so genannten "dendritischen Zellen" reicht eine Blutentnahme, um das Serum jeweils frisch herzustellen. Die erste Impfung sollte möglichst sofort nach der Operation erfolgen. Danach wird im Abstand von jeweils vier Wochen noch dreimal nachgeimpft. Da diese Therapie von der Schulmedizin nicht anerkannt ist, tragen die Kassen die Kosten (je nach Aufbereitung zwischen 2500 und 15.000 Euro) nicht.













