Um kaum etwas hat die Frauengesundheitsbewegung so sehr gekämpft: Ab 2007 sollen endlich alle Frauen in Deutschland, die zwischen 50 und 69 Jahre alt sind, regelmäßig und kostenlos zur Mammografie eingeladen werden. Doch die Umsetzung hat sich immer wieder verzögert und an der Praxis gibt es schon jetzt viel Kritik.
Zum Beispiel: Das Screening sei zu unpersönlich, die Einladungen flattern wie "Vorladungen" ins Haus. Es gebe kein Angebot zur Beratung und selbst bei der Untersuchung kein Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt. Das bemängeln Frauen, die das Screening schon mitgemacht haben. Und wenn ein auffälliger Befund - oft erweist er sich später als Fehlalarm - vorliegt und weitere Untersuchungen nötig sind, erfährt man das erst ein bis zwei Wochen später, per Post. Viele empfinden das als ziemlich unsensiblen Umgang mit einem Thema, das Angst macht.
Auch Ärzte formulieren Kritik an dem Programm, nicht immer aus uneigennützigen Motiven: Denn die - kostenlose - Mammografie darf nicht von jedem Radiologen angeboten werden, sondern wird in speziellen Zentren durchgeführt. Auch die Frage, wie viel die Röntgen-Reihenuntersuchungen nützen oder ob sie vielleicht sogar schaden können, wird unter Experten immer wieder diskutiert, wenn neue Studienergebnisse vorliegen.
Was haben Sie erlebt?
Für eine Frau, die eine Einladung zum Screening bekommt, ist es nicht leicht, sich in dieser Debatte zu orientieren - und eine ganz persönliche Entscheidung zu treffen. Deshalb ist ein Erfahrungsaustausch umso wichtiger: Haben Sie schon eine Einladung zum Screening bekommen - und wie sah diese aus? Fühlten Sie sich vorab ausreichend informiert und bei der Untersuchung gut behandelt? Und, falls ein Krebsverdacht auftauchte, wie ging es dann weiter? Bekamen Sie schnell einen Termin und ein Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt? Wurde Ihnen erklärt, dass Sie alle Freiheiten und auch Zeit genug haben, um sich den Spezialisten, das Zentrum und die Behandlungsmethoden auszusuchen, denen Sie am meisten vertrauen? Oder fühlten Sie sich zu weiteren Schritten gedrängt, wurden Sie "automatisch" in eine bestimmte Praxis oder Klinik überwiesen?
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