Brustkrebs: "Offen und ehrlich miteinander reden"

Die Diagnose Brustkrebs ist ein Schock - nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für Familie und Freunde. Eine Expertin berät in der Frage: Wie sage ich's den Menschen, die mir nahe stehen?

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Das rät Agnes Korinth, Case Managerin im zertifizierten Emsländischen Brustzentrum am Ludmillenstift in Meppen und Vorstandsmitglied bei kombra Netzwerk e.V., betroffenen Frauen.

Akzeptieren Sie, dass Ihre Mitmenschen verunsichert sind

Wahrscheinlich haben Sie sich bis vor kurzem nicht krank gefühlt - jetzt sind Sie plötzlich mit einer lebensbedrohlichen Krankheit konfrontiert. Da ist es ganz normal, dass Sie das Gefühl haben, die Kontrolle über Ihr Leben zu verlieren. Doch nicht nur Sie haben Angst, sind geschockt und verunsichert, Ihrem Partner, Ihren Kindern, Ihren anderen Angehörigen und Ihren Freunden geht es genauso.

In dieser Situation ist es oft schwierig, wirklich vertrauensvoll miteinander zu reden. Es kann durchaus sein, dass Männer oder ältere Kinder zunächst abweisend reagieren, weil sie den Tatsachen noch nicht ins Auge blicken mögen. Oder Ihre Mitmenschen sprechen mit Ihnen über alles nur nicht über Ihre Krankheit. Nehmen Sie das nicht persönlich. Vielleicht geht es Ihnen ähnlich, vielleicht möchten auch Sie Ihre Angehörigen erst noch schützen oder Sie brauchen Zeit für sich, um die Diagnose zu verarbeiten. Es gibt keinen Königsweg.

Akzeptieren Sie, dass dies eine äußerst belastende und unsichere Phase in Ihrem Leben ist, und legen Sie nicht jedes Wort auf die Goldwaage. Haben Sie Geduld, mit sich und den anderen. Mit der Zeit wird es allen Beteiligten leichter fallen, über ihre Gefühle zu sprechen.

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  • Text: Monika Murphy-Witt
    Foto: Getty Images
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