Dauerschnupfen: So werden Sie ihn los!

Schnupfen kann ziemlich quälend sein. Vor allem, wenn man ihn nicht mehr los wird. Zum Glück gibt es Mittel, die wirklich helfen.

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Verstopfte Nase, na und? Ist nicht gefährlich und tut nicht weh. Dabei leiden die Betroffenen viel mehr, als Freunde und Kollegen glauben: Wer nicht durch die Nase atmen kann, muss ständig den Mund offenhalten. Die Folgen: Die Schleimhäute trocknen aus, man schläft schlecht, Kehlkopf und Stimme werden rauh. Dauerschnupfen macht anfällig für Infektionen und führt zu chronischer Erschöpfung.

Chronischer Schnupfen ist keine Bagatelle, sondern kann krank machen - und selbst Anzeichen verborgener Krankheiten sein. Wenn Ihre Nase auch nach einer Woche noch verstopft ist, sollten Sie zum Arzt gehen.

Daran kann es liegen

In jedem zweiten Fall steckt eine Allergie hinter der verstopften Nase - und dagegen gibt es heute ein breites Spektrum an Behandlungsmöglichkeiten: Man kann den allergieauslösenden Stoff weglassen, vorsichtig desensibilisieren oder mit Hilfe von Medikamenten die allergische Reaktion des Körpers bremsen.

Genaue Selbstbeobachtung kann weiterhelfen: Wann setzen die Beschwerden ein und wann sind sie am schlimmsten? Während Heuschnupfenbeschwerden saisonal zu- und abnehmen, ist die Nase bei einer Tierhaar- oder Hausstauballergie das ganze Jahr über verstopft. Schwillt sie nach einer Nacht im (milbenkotverseuchten) Bett am stärksten zu? Oder immer dann, wenn man die Hauskatze auf dem Schoß hat?

Dauerschnupfen schwächt die Abwehrkräfte

Lässt Ihr Schnupfen im Urlaub und an den Wochenenden nach? Dann leiden Sie vielleicht unter einer berufsbedingten Allergie. Auch wenn sich solch eine Allergie "nur" in einer verstopften Nase äußert, sollte sie vom Allergologen behandelt werden. Denn eine allergisch bedingte schleichende Entzündung kann die Abwehrkräfte schwächen, zu einer Entzündung der Nasennebenhöhlen führen oder schlimmstenfalls - wenn unbehandelt - in einem allergischen Asthma enden.

Aspirin kann die Nase verstopfen

Was viele Schnupfengeplagte nicht wissen: Es gibt Arzneimittel, die als Nebenwirkung eine verstopfte Nase auslösen können, zum Beispiel der Wirkstoff ASS (Aspirin), blutdrucksenkende Mittel und einige Hormone. Vielleicht müssen Sie auch einfach nur Ihr Schnupfenmittel absetzen: Am häufigsten werden dauerhaft verstopfte Nasen durch Nasensprays oder -tropfen verursacht. Denn wenn die Betroffenen ihre Symptome mehr als ein paar Tage damit bekämpfen, gewöhnt sich die Nasenschleimhaut daran - und schwillt schließlich gar nicht mehr nicht mehr ab.

Chronische Nebenhöhlenentzündung?

Besonders unangenehm und hartnäckig ist die verstopfte Nase, wenn sie durch eine chronische Nebenhöhlenentzündung verursacht wird. Hier kann ein Pingpong-Effekt entstehen, so Dr. Thomas Grundmann, Oberarzt an der HNO-Klinik des Universitätsklinikums Eppendorf in Hamburg: "Mit dem Schnupfen entzündet sich auch die Schleimhaut, die die Nebenhöhlen auskleidet. Durch die zugeschwollenen Abflussgänge in der Nase kann eine chronische Entzündung entstehen, die wiederum die Nasenschleimhaut in Mitleidenschaft zieht."

Es kann sich aber auch lohnen, über die eigene Lebenssituation nachzudenken: Können zum Beispiel Stress, Ängste oder Kummer dazu geführt haben, dass Sie eine Auszeit brauchen? Denn wer hat nicht mal auch im übertragenen Sinne so richtig die Nase voll?

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