Infektionswelle
EHEC: Was können wir noch essen?
Tomaten, Gurken, Salat sind rehabilitiert, aber nun verursachen Meldungen über EHEC-verseuchte Brokkoli- und Knoblauchsprossen die Verbraucher. Wir sagen Ihnen, was Sie bedenkenlos essen können.
Sprossen von Brokkoli, Knoblauch, Bockshorn
Inzwischen gilt als sicher, dass rohe Sprossen verantwortlich sind für die EHEC-Epidemie in Norddeutschland. Immer mehr Spuren führen zu einem Biohof im niedersächsischen Bienenbüttel: Dort sind inzwischen fünf Mitarbeiterinnen erkrankt oder positiv auf den EHEC-Erreger getestet worden. Der Verdacht konzentriert sich auf Sprossen von Brokkoli, Knoblauch und Bockshorn - die hatten die Erkrankten gegessen. Wer Alfalfa-Sprossen verzehrt hatte, blieb gesund.
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Selbst gezogene Sprossen und Keime
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) befürchtet, dass der EHEC-Erreger im Saatgut der Sprossen stecken könnte. Daher sollten Sprossen-Fans vorerst auch auf selbst gezogene Sprossen besser verzichten. Das gilt übrigens auch für die beliebte Kresse! Wer in letzter Zeit Sprossen gegessen hat und sich jetzt Sorgen macht, kann sich an diesen Zahlen orientieren: Nach zehn Tagen ist die maximale Inkubationszeit abgelaufen. Wenn bis dahin keine Symptome aufgetreten sind, wird man auch weiterhin gesund bleiben.
Brokkoli
Auch wenn jetzt Brokkoli-Sprossen unter Verdacht stehen: Brokkoli als Gemüse können wir weiter unbesorgt essen. Ohnehin wird Brokkoli nicht roh gegessen - und Kochen tötet den Erreger zuverlässig: Für mindestens zwei Minuten müssen im Inneren des Lebensmittels mindestens 70 Grad erreicht werden.
Knoblauch
Auch auf Knoblauch müssen Verbraucher in Zukunft nicht verzichten: Die Warnung des BfR beschränkt sich ausschließlich auf Knoblauchsprossen. Knoblauchknollen sind nicht betroffen.
Tomaten
Rohe Tomaten sind rehabilitiert: Das BfR hat seine Warnung vor Tomaten wieder aufgehoben. In den Supermärkten stürzten sich die Kunden auf das Gemüse. Wenn Sie auch Lust auf Frisches haben: Hier finden Sie Rezeptideen für Salate
Gurken
Auch Salatgurken waren als mögliche Infektionsquelle gehandelt worden. Inzwischen gab das BfR Entwarnung: Wir können Gurken wieder ohne Angst und mit Appetit essen.
Blattsalate
Das BfR hat wieder grünes Licht für den Verzehr von Blattsalaten gegeben. Zwar wurde in Bayern ein EHEC-Erreger auf Lollo-Rosso-Salat gefunden. Die Behörden betonen aber, es handele sich um einen anderen Erreger-Typ.
Tiefkühl-Gemüse
Tiefkühlen allein tötet die EHEC-Erreger nicht. Aber Tiefkühlgemüse aus dem Supermarkt wird erstens vor dem Gefrieren blanchiert und zweitens kaum roh gegessen. Erhitzen - für mindestens zwei Minuten müssen im Inneren des Lebensmittels mindestens 70 Grad erreicht werden - beseitigt die Keime zuverlässig. Außerdem gilt die Warnung nur für Sprossen, nicht für TK-Brokkoli.
Rohkost von Paprika bis Karotte
Viele Menschen verzichten derzeit auf Rohkost aller Art, auf Möhren, Paprika, Zucchini, Radieschen und Krautsalat. Diese Vorsichtsmaßnahmen gelten als unnötig. Das BfR rät allerdings grundsätzlich, alle rohen Gemüsesorten gründlich zu waschen: am besten 30 Sekunden unter fließendem warmem Wasser kräftig abrubbeln. Auch Schälen sorgt dafür, dass weniger Keime auf dem Teller landen.
Konserven-Obst und -Gemüse
Bei aller Vorsicht: Auf Obst und Gemüse aus der Dose muss trotz EHEC niemand verzichten. Denn bei der Herstellung werden Obst und Gemüse erhitzt - eventuelle EHEC-Keime hätten keine Chance zu überleben. Davon abgesehen wurden die Konserven, die jetzt im Handel sind, vor Ausbruch der Epidemie produziert.

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BRIGITTE
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Du hast ja Recht, dass die EHEC Hysterie absurde Züge angenommen hat. Dennoch finde ich es richtig, Vorsicht walten zu lassen, schließlich geht es hier ja um Menschenleben bzw. um eine mögliche Pandemie. Die Berichterstattung der Medien hat allerdings auch dazu geführt, dass plötzlich jeder Zweite aus meinem Umfeld meint, EHEC zu haben. Wahrscheinlich ist der <a href="http://durchfall-ehec.de/">Durchfall</a> zumeist psyschologisch bedingt, bzw. eingebildet. Zum Glück ist die Ursache nun gefunden und auch Krankheitsfälle gehen zurück. Ich hoffe, dass wir uns nie wieder mit EHEC beschäftigen müssen aber ein Blick in die geschichte zeigt ja leider, dass das Thema immer weider auf den Tisch kommt.
Einmal sind es Eier, dann Fische, dann Fleisch und nun Gemüse. Absurd.