Eierstockkrebs

Eierstockkrebs wächst oft lange unbemerkt - das macht ihn so gefährlich. Wird er entdeckt, ist eine schnelle Operation unumgänglich.

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Eierstockkrebs - was ist das eigentlich?

Bei Eierstockkrebs - der medizinische Fachbegriff lautet Ovarialkarzinom - wachsen Zellen der Eierstöcke unkontrolliert und es bilden sich bösartige Tumoren, die das umgebende Gewebe zerstören. Außerdem kann der Tumor Metastasen bilden, etwa im Darm oder im Bauchfell. Verglichen mit anderen Krebsarten ist Eierstockkrebs eher selten. Weil der Tumor aber lange keine Beschwerden auslöst, schnell wächst und früh Metastasen bildet, sterben viele Frauen, die an Eierstockkrebs leiden.

Zwar können mehr als vier von fünf Frauen geheilt werden, wenn der Krebs rechtzeitig entdeckt wird. Häufig wird Eierstockkrebs aber erst im fortgeschrittenen Stadium festgestellt. Dann kommt es oft vor, dass die Behandlung zwar zunächst Erfolg hat, der Tumor aber später erneut zu wachsen beginnt. Eine Heilung ist in solchen Fällen nur noch selten möglich.

Wer bekommt Eierstockkrebs?

Nach Informationen der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie erkranken jedes Jahr rund 8000 Frauen an Eierstockkrebs. Vor allem Frauen nach den Wechseljahren sind betroffen - bei Frauen unter 40 tritt Eierstockkrebs nur selten auf.

Frauen, die schon früh ihre erste Regel hatten und spät in die Wechseljahre kamen, erkranken mit höherer Wahrscheinlichkeit an Eierstockkrebs. Ebenso haben kinderlose Frauen ein etwas höheres Risiko als Frauen, die schon mehrere Kinder geboren haben. Weniger gefährdet sind auch Frauen, die mehrere Jahre lang die Pille genommen haben. Wenn Brust- und Eierstockkrebs in der Familie mehrmals vorgekommen sind, kann das ein Hinweis auf eine seltene erblich bedingte Form des Krebs sein.

Welche Beschwerden sollten mich aufhorchen lassen?

Viele Frauen bemerken Eierstockkrebs anfangs nicht. Später fühlen viele Betroffene einen Druck im Unterbauch, verbunden mit Übelkeit. Sie sind oft müde und haben Zwischenblutungen, manchmal nimmt auch der Bauchumfang zu, obwohl die Frau gleichzeitig Gewicht verliert. Große Tumoren können auch Blasenbeschwerden hervorrufen.

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  • Text: Angelika Unger