Eierstockkrebs

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Wie stellt der Arzt fest, ob ich betroffen bin?

Eierstockkrebs macht sich oft erst spät bemerkbar. In der Bauchhöhle kann er eine ganze Weile wachsen, bis er auf andere Organe wie Darm oder Blase drückt. Eine Tastuntersuchung beim Frauenarzt bringt oft den ersten Hinweis. Per Ultraschall ist eine Diagnose ziemlich zuverlässig möglich. Die Untersuchung wird aber von den Krankenkassen nur dann bezahlt, wenn eine Frau bereits über Beschwerden klagt.

Die Doppler-Sonografie hilft dem Arzt, bösartige Tumoren von gutartigen Zysten zu unterscheiden. Computertomografie und Magnetresonanztomografie zeigen, ob der Krebs schon Metastasen gebildet hat. Letzte Sicherheit bringt eine Gewebeprobe, die per Bauchspiegelung oder Bauchschnitt entnommen wird.

Wie kann man Eierstockkrebs behandeln?

Der Tumor wird zunächst so vollständig wie möglich herausoperiert. Oft muss der Arzt dazu beide Eierstöcke, die Eileiter, die Gebärmutter, das große Bauchnetz und die Lymphknoten entfernen, manchmal auch Teile des Darms. Die Operation erfolgt per Bauchschnitt und unter Vollnarkose und dauert in der Regel mehrere Stunden. Da der Eingriff kompliziert ist, sollte er unbedingt von Experten durchgeführt werden. Dennoch können Komplikationen wie Thrombosen, Infektionen und Lungenembolien auftreten.

Wenn Teile des Darms entfernt werden mussten, ist es nötig, für einige Monate einen künstlichen Darmausgang anzulegen. Erkranken gebärfähige Frauen an Eierstockkrebs, versetzt die Operation sie in die Wechseljahre. Die Folge: typische Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen.

Nach der Operation folgt gewöhnlich eine ambulante Chemotherapie, die etwa ein halbes Jahr dauert. Die Patientin erhält per Infusion eine Reihe von Medikamenten, so genannte Zytostatika. Zwischen den einzelnen Behandlungszyklen liegen mehrere Wochen Pause, damit sich der Körper von der Therapie erholen kann. Chemotherapie ist heute viel besser verträglich als früher, es kommt aber immer noch zu Nebenwirkungen wie Übelkeit, Durchfall und Erbrechen. Außerdem fallen bei den meisten Frauen die Haare aus.

  • Text: Angelika Unger
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