Frauengesundheit
Eisenmangel

Blass, müde, unkonzentriert - typische Anzeichen für Eisenmangel. Den sollten Sie Ernst nehmen, denn manchmal steckt eine ernsthafte Erkrankung dahinter.

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Eisenmangel - was ist das eigentlich?

Das Mineral Eisen ist wichtig für die Bildung der roten Blutkörperchen und die Sauerstoff-Versorgung des Körpers. Frauen brauchen täglich rund 15 Milligramm Eisen, Schwangere etwa doppelt so viel. Wird dieser Wert nicht erreicht, kommt es zu Eisenmangel. Fehlt dem Körper Eisen, kann es zu Blutarmut kommen.

Wer bekommt Eisenmangel?

Weltweit leidet jeder Vierte unter Eisenmangel, vor allem in Entwicklungsländern ist die Mangelerscheinung verbreitet. Frauen im gebärfähigen Alter sind besonders oft betroffen, in Europa jede zehnte. Schuld ist vor allem die Regelblutung der Frau: Blutverlust führt zu Eisenmangel. Auch Erkrankungen wie Myome oder Endometriose können Blutungen und damit Eisenmangel auslösen, ebenso wie Magengeschwüre, Hämorrhoiden oder Tumore im Magen-Darm-Trakt. Auch kann Blutspenden für den Eisenmangel verantwortlich sein.

Schwangere und stillende Frauen haben einen besonders hohen Eisenbedarf und leiden daher oft an Eisenmangel. Ebenso Vegetarier und Veganer: Fleisch ist ein wichtiger Eisenlieferant.

Gefährdet sind auch alle, deren Körper Eisen aus der Nahrung nicht gut aufnehmen kann - weil sie etwa an Durchfall leiden oder eine Magenoperation hatten.

Welche Beschwerden sollten mich aufhorchen lassen?

Wenn Frauen ständig blass, müde und abgeschlagen sind, sich nicht konzentrieren können und leicht krank werden, kann Eisenmangel dahinter stecken. Auch trockene Haut, Haarausfall und Rillen auf den Fingernägeln können auf Eisenmangel hinweisen.

Wie stellt der Arzt fest, ob ich betroffen bin?

Eisenmangel lässt sich mit einer Blutuntersuchung leicht feststellen. Schwieriger ist es, die Ursache zu klären. Schuld kann Mangelernährung sein, aber auch Blutverlust kommt infrage. Daher untersucht der Arzt den Stuhl und macht eine Magen-Darm-Spiegelung.

Manche Menschen können Eisen nicht richtig im Körper aufnehmen. Dies lässt sich mit einem so genannten Eisenresorptionstest feststellen. Dabei misst der Arzt den Eisengehalt im Blut, verabreicht Eisen und wiederholt die Messung dann.

Wie kann man Eisenmangel behandeln?

Eisentabletten und eine eisenreiche Ernährung helfen, die leeren Eisenspeicher wieder zu füllen. Das dauert mehrere Monate, da der Körper Eisen nur in begrenzten Mengen aufnehmen kann. Eisenpräparate sollte man nicht ohne ärztliche Aufsicht nehmen, da sie leicht überdosiert werden können.

Wurde der Eisenmangel durch eine Erkrankung wie Endometriose, Magengeschwüre oder Hämorrhoiden ausgelöst, ist es wichtig, bei der Therapie an den Ursachen ansetzen.

Wie kann ich mich schützen?

Gesunde Menschen, die sich ausgewogen ernähren, nehmen über die Nahrung genug Eisen auf. Unser Körper kann Eisen aus tierischer Nahrung besser aufnehmen als aus pflanzlicher, daher ist Fleisch die wichtigste Eisenquelle. Aber auch Bohnen, Nüsse und Vollkornprodukte enthalten viel Eisen. Kaffee, Tee und Milch behindern die Eisenaufnahme, Vitamin C verbessert sie.

  • Text: Angelika Unger
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