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Hier finden Sie außerdem ein neues Forum, in dem Sie sich über Ihre Erfahrungen oder Probleme beim Frauenarzt austauschen können:
Forum "Welche Erfahrungen machen Sie beim Frauenarzt?"
Und wir haben ganz viel Info-Adressen rund um das Thema Frauengesundheit für Sie zusammengestellt, die nicht in der aktuellen BRIGITTE stehen - die finden Sie hier.
Wie gut sind unsere Frauenärtze?
Kein anderer Arzt ist für Frauen so wichtig wie der Gynäkologe oder die Gynäkologin. Keine Arztpraxis suchen wir so regelmäßig auf, und zwar auch dann, wenn wir völlig gesund sind. Bei Teenagern geht es um die erste Liebe und erste Verhütung. Ein paar Jahre danach vielleicht schon um Kinderwunsch, Schwangerschaft oder Abtreibung. Und immer wieder auch um Leiden und Ängste: um Schmerzen und Beschwerden durch die Menstruation, um Schutz vor den Krebsarten, die Frauen am meisten bedrohen, um Hitzewallungen und Schlaflosigkeit in den Wechseljahren. Und niemand berührt so sehr unsere Intimität wie der Frauenarzt oder die Frauenärztin, wenn wir uns halb nackt auf ihren Untersuchungsstuhl setzen. Wie die Gynäkologie uns behandelt, ist seit Jahrzehnten ein zentrales Thema der Frauen. Auch BRIGITTE fragte schon 1977 und 1982 in großen Leserinnenbefragungen nach den brisantesten Konflikten zwischen Frauenarzt und Patientin. Damals hießen sie: respektlose Behandlung, moralische Bevormundung, zu wenig Zeit.
Und heute? BRIGITTE wollte wissen, wie die Realität in den Frauenarztpraxen 2004 aussieht. Fühlen sich Frauen gut beraten? Werden sie als mündige Patientinnen behandelt? Bekommen sie nach der Gesundheitsreform noch alle Behandlungen, die sie brauchen? In einer repräsentativen Erhebung wurden rund 1000 Frauen ab 14 Jahren befragt. Die Ergebnisse zeigen: Vieles hat sich geändert, einiges gebessert. Aber, so das alarmierende Ergebnis der BRIGITTE-Umfrage: Es gibt neue Missstände und eine neue Vertrauenskrise bei den Patientinnen.
Und das sind die zentralen Themen, in denen sich Unzufriedenheit, Probleme und Unbehagen verdichten: 54,6 Prozent der Frauen wünschen sich eine bessere Beratung beim Frauenarzt - mehr Zeit, mehr Information über den Stand der Wissenschaft, mehr alternative Therapie- Angebote. Für 39,8 Prozent ist der Termin beim Gynäkologen eher belastend, und viel zu oft werden immer noch Schamgefühle verletzt. Immer mehr Technik und Tests halten Einzug in die Frauenarztpraxen - doch über die Folgen und Risiken werden Patientinnen oft nur mangelhaft aufgeklärt, bis hin zu eindeutigen Rechtsbrüchen. Für Verunsicherung und Misstrauen sorgt außerdem, dass Patientinnen immer häufiger zur Kasse gebeten werden: vor allem für zusätzliche Untersuchungen zur Früherkennung von Krebs. Sinnvoller Schutz oder das Geschäft mit der Angst? Und noch ein Thema, so zeigt die BRIGITTE-Umfrage, hat das Vertrauen in die Frauenmedizin erschüttert: die Hormontherapie in den Wechseljahren. Zwei Jahre nach dem Schock über Studien, die erhöhte Risiken zeigten, fühlen sich nur 30,8 Prozent der Patientinnen zwischen 45 und 65 von ihrem Frauenarzt in dieser Frage gut beraten und informiert.













