Gesundheits-Wissen
Was Sie über typische Frauenkrankheiten wissen müssen

Von Blasenentzündung bis Regelschmerzen: Lesen Sie, wie Sie sich vor typischen Frauenkrankheiten schützen können - und welche Beschwerden Sie aufhorchen lassen sollten.

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  • 1. Blasenentzündung

    Foto: pressmaster/Fotolia.com

    Blasenentzündung erwischt viele Frauen: ständig aufs Klo, Brennen, Jucken - unangenehm! Es handelt sich dabei um eine Infektion der unteren Harnwege (Harnröhre oder Harnblase). Sie wird durch Bakterien ausgelöst; die Erreger stammen meist aus dem Darm und gelangen durch die Harnröhre in die Blase. Eine Blasenentzündung lässt sich gut behandeln und ist zwar lästig, aber in der Regel harmlos. Wird sie jedoch verschleppt und steigt in die Nieren auf, kann sich die Entzündung auf andere Organe ausweiten. Im Extremfall droht eine lebensgefährliche Blutvergiftung.
    Welche Beschwerden sollten mich aufhorchen lassen?
    Typisch für eine Blasenentzündung: Man muss dauernd aufs Klo, aber dann kommen nur ein paar Tropfen, und dabei brennt es auch noch höllisch. Auch Blut im Urin und eitriger Ausfluss können Alarmsignale sein. Wie kann ich mich schützen?
    Nicht auf kaltem Untergrund sitzen, Unterhemden tragen, im Winter auch mal Wollhosen und dicke Socken rausholen - das ist tatsächlich der beste Schutz vor Blasenentzündungen: Kälte schwächt die Abwehr und macht es Bakterien leicht. Kondome schützen vor Bakterien, die beim Sex in die Scheide gelangen. Außerdem sollte man genug trinken und nicht einhalten, wenn man auf die Toilette muss.
  • 2. Blasenschwäche
    Blasenschwäche gehört zu den medizinischen Leiden, die am seltensten behandelt werden. Der Grund: Fast jede zweite betroffene Frau verschweigt die Blasenschwäche, weil es ihr peinlich ist. Frauen, die unter Blasenschwäche leiden, können nicht mehr kontrollieren, wann sie mal müssen. Am häufigsten leiden Frauen unter Belastungsinkontinenz. Bei leichter Belastungsinkontinenz führen etwa Husten oder Lachen zu unkontrolliertem Urinverlust, in schwereren Fällen schon Laufen, Treppensteigen und schließlich sogar Liegen.
    Welche Beschwerden sollten mich aufhorchen lassen?
    Blasenschwäche beginnt meist harmlos: Anfangs verliert eine Frau nur einen einzigen Tropfen Urin, nach einem Jahr sind es plötzlich ein paar mehr - und irgendwann so viel, dass sie anfängt, ihren gesamten Alltag darauf auszurichten. Häufig kommt es außerdem zu Verspannungen im Rücken-, Nacken- und Wirbelsäulenbereich. Auch Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen und sogar Hämorrhoiden können auftreten.
    Wie kann ich mich schützen?
    Frauen ab 30 können mit Beckenbodentraining vorbeugen. Zehn Minuten täglich reichen aus. Eine Belastung für den Beckenboden sind Sportarten, bei denen aus der Bewegung heraus gestoppt wird, wie Tennis oder Squash. Aber auch bei Bauchmuskelübungen sollte man vorsichtig sein: Um den Beckenboden dabei nicht zu sehr zu belasten, muss er angespannt sein - das machen allerdings nur die wenigsten Frauen richtig. Gut sind dagegen Radfahren, Nordic Walking oder Schwimmen.
  • 3. Brustkrebs
    Brustkrebs ist ein bösartiger Tumor in der Brustdrüse und die mit Abstand häufigste Krebserkrankung bei Frauen: Jedes Jahr erkranken mehr als 55.000 Frauen in Deutschland daran.
    Welche Beschwerden sollten mich aufhorchen lassen?
    Brustkrebs ist lange nicht zu spüren. Meist fällt er einer Frau erst dann auf, wenn sich bereits ein Knoten in der Brust gebildet hat. Darüber hinaus kann es auch zu Veränderungen der Brust kommen. Wenn die Brust hart wird, spannt, juckt oder drückt, sich die Haut entzündet, die Brustwarze ihre Form ändert oder Flüssigkeit austritt, können das Anzeichen für Brustkrebs sein.
    Wie kann ich mich schützen?
    Ein gesunder Lebensstil senkt das Brustkrebs-Risiko deutlich, daher sollten Frauen wenig Alkohol trinken, auf ihr Gewicht achten und regelmäßig Sport treiben. Vorsicht ist bei der Hormonersatztherapie gegen Wechseljahresbeschwerden geboten, sie kann unter Umständen das Brustkrebs-Risiko steigern. Früherkennung kann Brustkrebs zwar nicht verhindern, sie hilft aber, ihn rechtzeitig festzustellen und zu behandeln. Bei Frauen über 30 zahlen die Krankenkassen einmal im Jahr eine Tastuntersuchung beim Frauenarzt. Für Frauen zwischen 50 und 69 gibt es alle zwei Jahre eine Röntgenuntersuchung der Brust, das Mammografie-Screening.
  • 4. Bulimie
    Bulimie, auch Ess-Brech-Sucht genannt, ist eine psychisch ausgelöste Ess-Störung. Die Betroffenen haben immer wieder Anfälle, bei denen sie bergeweise Essen in sich hineinstopfen und sich hinterher oft heimlich übergeben. Zusätzlich nehmen sie manchmal Entwässerungsmittel, Brechmittel oder Abführmittel. Bei Bulimikerinnen dreht sich alles ums Gewicht und sie haben große Angst, dick zu werden. Im Gegensatz zu Magersüchtigen sind sie jedoch meist normalgewichtig.
    Welche Beschwerden sollten mich aufhorchen lassen?
    Unkontrollierbare Essattacken, mehrmals pro Woche, sind ein alarmierender Hinweis auf Bulimie. Dabei stopfen die Betroffenen meist Kalorienbomben wie Chips, Pizza, Eis oder Torte in sich hinein - bis zu 10.000 Kilokalorien pro Anfall sind keine Seltenheit. Typisch für Bulimie ist auch, wenn Frauen danach ein unerträglich schlechtes Gewissen haben und sich zwanghaft erbrechen. Wenn sie nicht gerade Essanfälle haben, versuchen sie Diät zu machen und treiben viel Sport.
    Die Magensäure, die beim Erbrechen in den Mund gelangt, greift die Zähne an - Karies entsteht. Außerdem wird die Schleimhaut von Mund und Speiseröhre in Mitleidenschaft gezogen, die Speicheldrüsen vergrößern sich. Da die Betroffenen oft den Finger in den Hals stecken, um sich zu übergeben, finden sich dort oft Schwielen oder Verletzungen. Eine Folge des häufigen Erbrechens ist außerdem Elektrolytmangel.
  • 5. Chlamydien
    Chlamydien gehören zu den am häufigsten durch Sex übertragenen Bakterien. Sie können sich am Gebärmutterhals, an der Harnröhre oder am After ansiedeln. Chlamydien-Infektionen werden oft nicht rechtzeitig erkannt und können sich dann auf Gebärmutter und Eileiter ausbreiten. Wenn die Eileiter verkleben, kann das zu Unfruchtbarkeit führen. Bei betroffenen Frauen kommt es häufiger zu Eileiter- und Bauchhöhlenschwangerschaften und Entzündungen im Beckenbereich. Schwangere Frauen können ihr Kind bei der Geburt mit Chlamydien anstecken. Die Neugeborenen können dann an Bindehautentzündungen oder einer gefährlichen Lungenentzündung erkranken.
    Welche Beschwerden sollten mich aufhorchen lassen?
    Chlamydien vermehren sich sehr langsam und verursachen anfangs oft keine Beschwerden. Ähnlich wie Pilze können sich die Bakterien jahrelang im Körper verbergen, ohne dass wir etwas spüren. Etwa sieben von zehn infizierten Frauen merken gar nicht, dass sie Chlamydien haben. Wird die Körperabwehr jedoch geschwächt, zum Beispiel durch Stress oder eine Krankheit, zeigt sich die Infektion. Typische Anzeichen sind Unterbauchschmerzen ohne erkennbare Ursache, Zwischenblutungen und gelblich-klebriger Ausfluss. Auch beim Wasserlassen und beim Sex können Schmerzen auftreten.
    Wie kann ich mich schützen?
    Die einzig wirksame Vorbeugung gegen die Erreger ist Safer Sex - mit Kondom. Einen jährlichen Test auf Chlamydien übernehmen die Krankenkassen nur bis zum 25. Lebensjahr.
  • 6. Eierstockzysten
    Eierstockzysten sind Blasen an den Eierstöcken, die mit Flüssigkeit gefüllt sind. Sie sind in 98 Prozent der Fälle gutartig und bilden sich von selbst wieder zurück. Die Zysten können durch Hormonschwankungen im Zyklus entstehen, aber auch durch Hormontherapie oder eine Endometriose. Sie werden bis zu zehn Zentimeter groß und lösen selten Komplikationen aus.
    Welche Beschwerden sollten mich aufhorchen lassen?
    Kleine Zysten machen meist keine Beschwerden und werden nur zufällig entdeckt. Ab einer Größe von etwa vier Zentimetern kann es zu ziehenden Unterleibsschmerzen, Rückenschmerzen oder Schmerzen beim Sex kommen. Auch verläuft die Regelblutung oft schmerzhaft.
    Wie kann ich mich schützen?
    Vermutlich senkt die Antibabypille die Wahrscheinlichkeit, dass sich Zysten bilden. Heutige Pillen sind allerdings oft sehr niedrig dosiert und haben daher kaum schützende Wirkung.
  • 7. Eisenmangel
    Eisenmangel sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen - manchmal steckt eine ernsthafte Erkrankung dahinter. Das Mineral Eisen ist wichtig für die Bildung der roten Blutkörperchen und die Sauerstoff-Versorgung des Körpers. Frauen brauchen täglich rund 15 Milligramm Eisen, Schwangere etwa doppelt so viel. Fehlt dem Körper Eisen, kann es zu Blutarmut kommen.
    Welche Beschwerden sollten mich aufhorchen lassen?
    Wenn Frauen ständig blass, müde und abgeschlagen sind, sich nicht konzentrieren können und leicht krank werden, kann Eisenmangel dahinter stecken. Auch trockene Haut, Haarausfall und Rillen auf den Fingernägeln können auf Eisenmangel hinweisen.
    Wie kann ich mich schützen?
    Gesunde Menschen, die sich ausgewogen ernähren, nehmen über die Nahrung genug Eisen auf. Unser Körper kann Eisen aus tierischer Nahrung besser aufnehmen als aus pflanzlicher, daher ist Fleisch die wichtigste Eisenquelle. Aber auch Vegetarier können mit Bohnen, Nüsse und Vollkornprodukten ihre Eisenversorgung im Lot halten. Sie sollten nur dran denken, dass Kaffee, Tee und Milch die Eisenaufnahme behindern und Vitamin C sie verbessert.
  • 8. Gebärmutterhalskrebs
    Gebärmutterhalskrebs ist ein bösartiger Tumor am Gebärmutterhals, der Gebärmutter und Scheide verbindet. Der Krebs wird in den meisten Fällen durch die sexuell übertragbaren Humanen Papillomviren (HPV) verursacht: Sie lösen Veränderungen der Zellen am Gebärmutterhals aus. Jedoch erkrankt nur jede hundertste Frau, bei der eine solche Zellveränderung entdeckt wird, tatsächlich an Gebärmutterhalskrebs.
    Welche Beschwerden sollten mich aufhorchen lassen?
    Gebärmutterhalskrebs ist lange nicht zu spüren. Hat der Tumor eine gewisse Größe erreicht, können Schmerzen im Becken, Schmierblutungen und übelriechender Ausfluss auftreten.
    Wie kann ich mich schützen?
    Seit Ende 2006 ist in Deutschland eine Impfung gegen die Virentypen HPV 16 und HPV 18 zugelassen, die 70 Prozent aller Fälle von Gebärmutterhalskrebs auslösen. Geimpft werden sollte vor dem ersten Sex - denn hatte die Frau bereits Kontakt mit einem der Virentypen, wirkt der Impfschutz nicht. Daher wird die Impfung für Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren empfohlen und auch von den Krankenkassen übernommen. Außerdem zahlen die Krankenkassen allen Frauen ab 20 einmal jährlich die Krebsvorsorge mit dem so genannten Pap-Test. Dabei streicht der Arzt mit einem Wattetupfer oder einem Spatel über den Gebärmutterhals und entnimmt einige Zellen, die im Labor untersucht werden. Wer regelmäßig zur Krebsvorsorge geht, ist gut geschützt - Krebs am Gebärmutterhals entwickelt sich über Jahre, seine Vorstufen und Frühformen sind fast immer heilbar.
  • 9. Haarausfall
    Jedem Menschen gehen täglich einige Haare aus - das ist kein Grund zur Sorge. Ein Besuch beim Hautarzt ist nötig, wenn man mehr als 100 Haare am Tag verliert.
    Beim anlagebedingten oder androgenen Haarausfall werden die Haare meist zuerst um den Scheitel herum und dann insgesamt dünner. Die Kopfhaut scheint immer mehr durch. Beim kreisrunden Haarausfall unterbricht eine Entzündung an den Haarwurzeln die Haarproduktion. Es kommt es plötzlich zu kahlen Stellen an einer oder mehreren Stellen der Kopfhaut. Die Stellen vergrößern sich und können in einigen Fällen zu völliger Haarlosigkeit führen. Auch die Augenbrauen und die übrige Körperbehaarung können betroffen sein. Beim diffusen Haarausfall werden die Haare auf dem ganzen Kopf dünner. Meist steckt eine andere Erkrankung oder Mangelerscheinung dahinter.
    Welche Beschwerden sollten mich aufhorchen lassen?
    Wenn morgens mehr Haare auf dem Kopfkissen liegen als sonst, beim Kämmen oder Haare waschen extrem viele Haare ausgehen und das Haar insgesamt lichter wirkt, sollten Sie zum Arzt gehen.
    Wie kann ich mich schützen?
    Gegen anlagebedingten und gegen kreisrunden Haarausfall kann man sich nicht schützen. Diffuser Haarausfall, der oft durch Mangelerscheinungen ausgelöst wird, lässt sich jedoch verhindern: durch eine ausgewogene Ernährung und den Verzicht auf extreme Diäten.
  • 10. Krampfadern
    Krampfadern sind eine chronische Erkrankung des oberflächlichen Venensystems. Klappen in den Venen tragen dazu bei, dass das Herz das Blut von den Beinen zum Herzen pumpen kann, unterstützt von den Beinmuskeln. Funktioniert die Pumpe nicht mehr richtig, staut sich das Blut in den Venen und beschädigt dort die Klappen. Die Folge: Sie schließen nicht mehr richtig, das Blut bleibt in den Beinen und überdehnt die Gefäße - Krampfadern entstehen. Die größte Gefahr sind Blutgerinnsel, die sich durch den Stau bilden und im schlimmsten Fall zu einer tödlichen Lungenembolie führen können.
    Welche Beschwerden sollten mich aufhorchen lassen?
    Wenn die Beine wehtun und jucken, anschwellen und schnell schwer werden, deutet das auf eine Neigung zu Krampfadern hin. Auch Besenreiser gelten als Alarmzeichen für Krampfadern.
    Wie kann ich mich schützen?
    Regelmäßiger Sport, zumindest aber einmal täglich Venengymnastik, unterstützt die Muskelpumpe. Walken, Schwimmen, Gehen, Radfahren oder Skilanglauf sollen bei geschwächten Venen besonders effektiv sein. Legen Sie die Beine hoch, wann immer es möglich ist. Güsse mit kaltem und warmem Wasser regen die Durchblutung an. Stützstrümpfe steigern den Rückfluss des Blutes zum Herzen. Wie gut die eigenen Venen noch funktionieren, erfahren sie bei einem Check-up beim Facharzt, dem Phlebologen: Der kann mit einer Ultraschalluntersuchung klären, ob die Gefäße noch intakt sind.
  • 11. Magersucht
    Magersucht ist eine psychisch ausgelöste Ess-Störung. Bei Magersüchtigen dreht sich alles nur noch ums Abnehmen: Sie essen kaum noch, treiben übermäßig Sport, schlucken Abführmittel und Appetitzügler. Magersucht beruht auf einer gestörten Körperwahrnehmung: Die Betroffen empfinden sich als zu dick, auch wenn sie objektiv betrachtet längst untergewichtig sind. Hungern wird für sie zum Beweis, dass sie die Macht über ihren Körper haben. Wird Magersucht nicht behandelt, stirbt jede zehnte Betroffene an den Folgen der Unterernährung.
    Welche Beschwerden sollten mich aufhorchen lassen?
    Alarmierend ist, wenn jemand immer sehr langsam und kleine Portionen isst und versucht, beim Essen allein zu sein. Magersüchtige meiden außerdem kalorien- und fettreiches Essen, reden oft über ihr Gewicht und treiben sehr viel Sport.
    Je stärker das Untergewicht, desto gravierender werden die Beschwerden: So bleibt irgendwann die Regel aus, und die Lust auf Sex schwindet, die Haare fallen aus und die Haut schuppt sich. Magersüchtige leiden oft an Verstopfung. Der Körper schaltet auf Sparflamme: Blutdruck, Puls und Körpertemperatur sinken bedenklich, Wasser lagert sich ab. Wie kann ich mich schützen?
    Eltern können ihre Kinder schützen, indem sie regelmäßig gemeinsam mit ihnen essen und ihre Kinder zu gesundem Selbstbewusstsein jenseits gesellschaftlicher Schönheitsideale erziehen.
  • 12. Myom
    Vielen Frauen macht die Diagnose Angst: ein Myom. Dabei sind die Wucherungen in der Gebärmutter in den meisten Fällen völlig harmlos - und viele Frauen haben Myome, ohne es zu wissen. Schnelle medizinische Hilfe ist nötig, wenn diese plötzlich stark wachsen. Sie können dann zum Beispiel den Harnleiter abdrücken. Auch wenn Frauen nicht schwanger werden oder Fehlgeburten haben, können Myome in seltenen Fällen eine Rolle dabei spielen.
    Welche Beschwerden sollten mich aufhorchen lassen?
    Je nachdem, wie groß ein Myom ist und wo es sitzt, kann es verschiedene Beschwerden verursachen, etwa eine übermäßig starke Menstruationsblutung, Druck auf die Blase oder Schmerzen im Unterbauch. Kleine Myome sind gewöhnlich nicht zu spüren.
    Wie kann ich mich schützen?
    Zwar lässt sich nicht verhindern, dass Myome sich bilden, doch durch Ihren Lebenswandel können Sie Einfluss darauf nehmen, wie schnell sie wachsen. Wenn Sie Hormonpräparate, etwa die Pille, nehmen, besprechen Sie mit Ihrer Frauenärztin, welche anderen Verfahren oder Medikamente für Sie in Frage kommen. Außerdem soll das Wachstum durch folgende Maßnahmen gebremst werden: Wwenig Fleisch essen, Eiweiß und Fett reduzieren, Beckenbodengymnastik.
  • 13. Pilzinfektion
    Eine Pilzinfektion ist unangenehm und vielen Frauen peinlich. Mit zu wenig Intimhygiene hat eine Pilzinfektion in der Scheide aber nichts zu tun - im Gegenteil.
    Welche Beschwerden sollten mich aufhorchen lassen?
    Viele Betroffene spüren keine Beschwerden. Ist aber die Abwehr der Scheide gestört, kann sich der Pilz zu stark vermehren. Dann kommt es zu Juckreiz und Brennen, manchmal auch zu krümeligem Ausfluss. Scheide und Vagina schwellen an, manchmal bilden sich Knötchen auf der Haut.
    Wie kann ich mich schützen?
    Für die Intimhygiene gilt: Weniger ist mehr. Frauen, die ihre Scheide oft mit scharfen Seifen traktieren, schwächen ihr Scheidenmilieu und machen es anfällig für den Angriff der Pilze. Dasselbe gilt für häufige Schaumbäder. Die Scheide lieber nur mit warmem Wasser und einer milden Waschlotion waschen. Verzichten sollte man auch auf luftundurchlässige Binden und Slipeinlagen sowie enge synthetische Kleidung, da sich sonst Hitze und Feuchtigkeit stauen können - ein perfekter Lebensraum für die Pilze.
  • 14. PMS (Prämenstruelles Syndrom)
    Viele Frauen merken ganz deutlich, wenn wenige Tage vor der Monatsblutung das hormonelle Gleichgewicht aus den Fugen gerät. Sie fühlen sich niedergeschlagen, unruhig, genervt, hinzu kommen körperliche Beschwerden: Der Rücken tut weh, die Brust spannt. Mit der Regel verschwinden auch die Beschwerden. PMS ist nicht gefährlich, aber lästig.
    Welche Beschwerden sollten mich aufhorchen lassen?
    Jede Frau erlebt die Tage vor den Tagen anders, daher werden dutzende Symptome für PMS genannt. Typische Anzeichen sind miese Laune und unerklärliche Traurigkeit. Zudem lagert der Körper besonders viel Wasser ein, dadurch steigt das Gewicht; Gesicht, Hände, Füße und Beine können anschwellen. Auch schmerzende Brüste und Verdauungsprobleme treten häufig auf.
    Wie kann ich mich schützen?
    Wer ordentlich zulangt bei Obst oder Salaten und viel Reis und Gemüse isst, spült überschüssiges Wasser aus dem Körper. Salz hat genau den umgekehrten Effekt, deshalb sparsam verwenden. Auch Zucker sollte man vor der Regel nur in Maßen essen.
    Gegen Verdauungsprobleme sollte man vorsorglich täglich zwei bis drei Liter stilles Wasser oder Kräutertee trinken. Vitamin-B6-Präparate stabilisieren die Nerven. Und das Wichtigste: Lassen Sie es an den Tagen vor der Regel etwas ruhiger angehen.
  • 15. Regelschmerzen
    Im Durchschnitt geschieht es alle 28 Tage: Nistet sich in der Gebärmutter kein befruchtetes Ei ein, wird ein Teil der Schleimhaut abgebaut und die Reste abgestoßen - es kommt zur Regelblutung.
    Welche Beschwerden sollten mich aufhorchen lassen?
    Vor allem in den ersten ein bis zwei Tagen der Regel kommt es zu ziehenden Schmerzen im Rücken und im Bauch, oft treten auch Bauchkrämpfe auf. Manchmal leiden die Betroffenen außerdem an Kopfschmerzen, Übelkeit, Völlegefühl oder Durchfall. Wenn Regelschmerzen immer wieder vorkommen und sehr stark sind, kann eine Krankheit oder Störung dahinterstecken, die behandelt werden muss.
    Wie kann ich mich schützen?
    Stress kann Menstruationsbeschwerden verstärken - deshalb sollte man sich vor den "Tagen" viel Ruhe gönnen und auf frische Luft, genug Schlaf und gesunde Ernährung achten. Auch regelmäßiger und gemäßigter Sport kann Regelschmerzen vorbeugen: Das Becken wird besser durchblutet und Verkrampfungen gelöst.
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