Gebärmutterkörperkrebs

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Wie stellt der Arzt fest, ob ich betroffen bin?

Bei einem Scheiden-Ultraschall (transvaginale Sonografie) führt der Frauenarzt ein stabförmiges Ultraschallgerät durch die Vagina in die Gebärmutter und misst dort die Dicke der Schleimhaut.

Stellt der Arzt hierbei etwas Ungewöhnliches fest, macht er eine Ausschabung der Gebärmutter und entnimmt eine Gewebeprobe, die im Labor untersucht wird. Außerdem betrachtet er das Innere der Gebärmutter mit einem Endoskop.

Wurde bei der Gewebeuntersuchung Krebs festgestellt, nutzt der Arzt Röntgenaufnahmen, Computertomografie und gegebenenfalls Blasen- oder Darmspiegelung, um eventuelle Metastasen zu finden.

Wie kann man Gebärmutterkörperkrebs behandeln?

Die gängige Methode zur Behandlung von Gebärmutterkörperkrebs ist die Operation. Bei der Hysterektomie wird die ganze Gebärmutter entfernt. Meist werden gleichzeitig die Eileiter und die Eierstöcke herausgenommen, oft auch die Lymphknoten. Hat der Krebs schon Metastasen gebildet, müssen unter Umständen andere Organe entfernt werden, etwa Harnblase oder Enddarm.

Bei der Operation kann es zu Komplikationen kommen, wenn etwa Blase oder Harnleiter verletzt werden. Erkranken gebärfähige Frauen an Gebärmutterkörperkrebs, versetzt die Operation sie in die Wechseljahre. Die Folge: typische Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen.

Ergänzend oder alternativ zu einer Operation kommt außerdem eine Strahlentherapie in Frage. Als Nebenwirkung kann es zu Entzündungen der Vagina und Harnblase kommen.

Eine Hormontherapie mit Gestagen-Präparaten hilft dem Körper, das Östrogen in Schach zu halten, damit der Tumor langsamer wächst. Chemotherapie wird bei Gebärmutterkörperkrebs nur dann eingesetzt, wenn alle anderen Methoden versagen.

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  • Text: Angelika Unger