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Die Verhütung mit der Pille ist erneut in die Diskussion geraten. Der Grund: In Frankreich sind vier Todesfälle in den vergangenen Jahrzehnten durch Thrombosen mit der Einnahme des Präparats "Diane 35" in Zusammenhang gebracht worden. Die französische Arzneimittelaufsicht hat deshalb Ende Januar 2013 entschieden, sie vom Markt zu nehmen. In Deutschland ist die Pille, die offiziell nur als Aknemittel verschrieben werden darf, weiterhin zugelassen.
Dass die Einnahme der Anti-Baby-Pille das Thrombose-Risiko erhöht, ist seit langem bekannt. Auch die Pillen "Yasmin" und "YAZ" stehen im Verdacht, mit vereinzelten Todefällen aus den vergangenen Jahren in Zusammenhang zu stehen.
Wie gefährlich ist die Pille? Die wichtigsten Fragen und Antworten:
Welche Gesundheitsrisiken haben Anti-Baby-Pillen?
Alle Präparate, die Östrogene enthalten, erhöhen das Risiko für Thrombose, Schlaganfall und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das Thrombose-Risiko ist leider mit der 2. und 3. Generation der Pillen noch gestiegen, das zeigt jetzt eine neue Studie der Universität Leiden. Pillen der 2. Generation verdreifachen das Thrombose-Risiko, Pillen der 3. Generation verfünffachen es sogar im Vergleich zu Frauen, die keine Hormonpräparate nehmen.
Ein besonders hohes, nämlich sechs- bis siebenfach erhöhtes Risiko hatten Kombinations-Präparate, die Desogestrel, Cyproteronazetat, Norgestimat oder Drospirenon enthielten.
Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe kommt 2012 zu dem Schluss, dass Frauen, die Drospirenon-haltige Verhütungsmittel (wie "Yasmin" oder "YAZ") einnehmen, häufiger an Thrombosen erkranken als Frauen, die mit anderen modernen Pillen verhüten. Auf eine Dauer von zehn Jahren berechnet, erkrankt demnach eine von 100 Frauen, die mit Drospirenon-haltigen Pillen verhüten, an einer Thrombose.
Ob auch Minipillen, die Desogestrel als einzigen Wirkstoff enthalten, das Thrombose-Risiko erhöhen, konnte nicht geklärt werden.
Das Thrombose-Risiko ist übrigens vor allem im ersten Jahr nach Start der Pillen-Einnahme erhöht. Wer bereits seit Jahren die Pille nimmt, ist deutlich weniger gefährdet.
Zur Frage, ob die Anti-Baby-Pillen in ihrer heutigen Dosierung das Krebsrisiko erhöht, gibt es unterschiedliche Studienergebnisse. Zumindest scheint es Effekte in verschiedene Richtungen zu geben: Das Brustkrebsrisko wird möglicherweise leicht erhöht, das Eierstockkrebsrisiko aber gesenkt.
Bei der Minipille gibt es kein erhöhtes Krebsrisiko, bei längerer Einnahme kann sie aber zur Bildung von Eierstockzysten führen.












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am um
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Thevoice58
am 14.03.13 um 23:45
Die Pillen zu meiner Zeit waren verträglicher. Ich kann mich nicht errinnern, damals (vor 30 Jahren) über so viele negative Erlebnisse in Zusammenhang mit der Einnahme der Pille gelesen oder gehört zu haben. Bedauerlicherweise ist meine Tochter auch von diesem Schicksal betroffen. Wegen ihrer Akne hat ihr eine gewissenlose Frauenärztin über Jahre eine Pille verschrieben, die nicht half, aber ihr Leben zerstört hat. Sie hat keine Merkmale einer Risikopatientin, aber eine tiefe Beinvenenthrombose und eine beidseit. Lungenembolie haben sie für ihr ganzes Leben verändert. Es ist tragisch wie viele junge Mädchen bereits durch dieses Teufelszeug geschädigt sind, einige andere hatten weniger Glück und sind sogar gestorben. Ich würde heutzutage jedem Mädchen von der Einnahme abraten !!
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Bine
am 14.03.13 um 13:09
Ich bin so froh, dass es endlich bessere Aufklärung zu dem Thema gibt. Mir ist schleierhaft, warum Ärzte häufig so wenig über Nebenwirkungen aufklären und Pillen verschreiben wie harmlose Bonbons - machen ja tolle Haut. Ich selbst hatte ohne jegliche Risikofaktoren von der Petibelle (Generikum der Yasminelle) eine Thrombose. glücklicherweise wurde sie noch vor einer Lungenembolie erkannt und behandelt. Und das alles als gesunde 23 Jährige, ohne Gerinnungsstörung, ohne Übergewicht, ohne Rauchen. Man sollte die pille nicht abschaffen, aber man sollte besser aufklären - grade auch die ganz jungen Mädchen, die schon mit 13 die Pille gegen Pickel bekommen. Und natürlich sollten Frauen sich besser den "Waschzettel" in den Packungen durchlesen und auch ernstnehmen.
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Noura
am 14.03.13 um 12:14
Mir wurde die Cerazette verschrieben. Diese sei ganz unkompliziert, und ich würde sehen, wie gut ich sie vertragen würde. Und dann fand ich mich mit einer schweren Thrombose in der Klinik, Mitte Wade bis Bauchraum. Mehr als ein Arzt hat mir bestätigt, dass ich Glück hatte, überhapt noch zu leben. Mein Leben hat sich seitdem auf den Kopf gestellt. Apotheker in meinem Familienkreis haben beschrieben, dass sie von so einigen Fällen wissen. Da finde ich es ganz gut, wenn andere Leser von einer Panikmache reden.
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Tina
am 14.03.13 um 12:06
Leider bin ich eine (von wahrscheinlich vielen) die durch die Pille an Thrombose erkrankt ist......Die hat dann bei mir eine Lungenembolie ausgelöst und die wiederum eine Lungenentzündung. Es schlug 5 vor 12 für mich. Hatte einen Schutzengel gehabt und bin froh das ich nicht (wie viele) daran gestorben bin.
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BRIGITTE.de-Team
am 20.10.11 um 14:20
Liebe Mirjana,
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Mirjana
am 19.10.11 um 18:47
Eine Frage bitte an die Redaktion. In dem Artikel wurden neuere Studien erwähnt, denen gemäß das Thrombose-Risiko durch die Pille sich verdrei- bis verfünffacht.
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BRIGITTE.de-Team
am 23.08.11 um 15:20
Liebe viola-21,
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viola-21
am 23.08.11 um 01:09
hi leute ich brauch ein guten rat.. bin jetzt 21 und möchte mit der pille anfangen da ich geheiratet habe aber die nächsten 1.5 jahre noch kein baby möchte jetzt hat mir meine frauenärztin eine pille verschrieben (cyproderm)(gestagen-östrogen-kombination)...
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Helen (w,35)
am 03.08.11 um 13:52
Bitte etwas mehr Sachlichkeit. Die Panik um das Thromboserisiko bei Einnahme der Pille ist wirklich übertrieben. Das Thromboserisiko bei jungen Frauen ohne Pille beträgt 2 bis 3 von 10.000, das sind also 0,02%-0,03%. Bei einer Verdopplung des Risikos durch Einnahme der Pille liegt das Thromboserisiko bei 4 bis 6 von 10.000, das sind dann 0,04-0,06 %. Trotz Verdopplung also ein geringes Risiko. WIe hoch ist das Risiko an einer Lungenembolie zu sterben.Eine Lungenembolie erleiden 10% der Pillenanwenderinnen, die eine Thrombose bekommen (also 10% der 0,06 %) – mit einer Mortalität von 10%. Im Jahr 2007 lag die Sterblichkeitsrate pro 1 Million Einwohner im Alter von 15 bis 44 Jahren für eine Lungenembolie bei 3, für Unfälle bei 55 und für Selbsttötung bei 75. Es ist also 25 mal wahrscheinlicher, dass eine Frau sich selber umbringt, als durch die Pille zu sterben.
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Janine
am 11.02.11 um 18:02
hi, auch ich hatte 2007 mit 24Jahren eine Thrombose. Ich musste 2Mal operiert werden und hab viel Glück gehabt. Ich bin schlank, hab nicht geraucht, hab keine Gerinnungsstörung. Aber ich hab die Pille genommen, eine Mikropille! Die Ärzte waren sich alle ziemlich einig, dass die Pille die Ursache für die Thrombose war. Ich kenne auch noch ein anderes junges Mädel, die eine Thrombose hatte. Scheint also gar nicht sooo selten zu sein! Ich nehme aber an dass die Pharma-Industrie und Frauenärzte die Gefahr gerne herunter spielen - aus finanziellen Gründen!
mehr (14)Die Pille werde ich und darf ich nie wieder nehmen.
Januar 2013 hat mein Leben auf dem Kopf gestellt
bei einer schwer wiegenden Nebenwirkung wie Thrombose würde ein Medikament mit einer derart hohen Nebenwirkungsquote gar nicht erst zugelassen. Tatsächlich liegen die Zahlen weit niedriger als von Ihnen genannt.
Ohne Pille erleiden etwa 5 von 100.000 Frauen eine Thrombose. Bei 2. Generation sind es 15, bei Pillen der 3. Generation 25 von 100.000.
Herzliche Grüße,
Ihr BRIGITTE.de-Team
In diesem Zusammenhang würden mich die absoluten Zahlen interessieren. Das heißt: a) Wie viele von tausend Frauen, die NICHT die Pille nehmen, erleiden eine Thrombose?
b) Wie viele von tausend Frauen, die die Pille nehmen, erleiden eine Thrombose?
Denn nehemen wir einmal an, dass die Antwort auf a) 2 ist und die Antwort auf b) 10 ist, so ist zwar das Thrombose-Risiko bei Pille-Nehmerinnen fünf Mal so hoch, dennoch liegt das Risiko bei 1%, also denkbar niedrig. Bzw. in diesem Falle würde das Thrombose-Risiko von 0,2% auf 1% erhöht werden, was ich persönlich als nicht besonders schwerwiegend einschätzen würde.
Über Ihre Antwort würde ich mich sehr freuen.
Gruß Mirjana
grundsätzlich können Sie schon im ersten Zyklus nach Absetzen der Pille schwanger werden. Mehr Informationen darüber können Sie unserem Artikel "Pille absetzen: Die wichtigsten Fakten" (http://www.brigitte.de/gesund/gesundheit/pille-absetzen-1075875/) entnehmen. Wir empfehlen Ihnen jedoch dringend, über das Thema auch mit Ihrer Frauenärztin zu sprechen.
Herzliche Grüße,
Ihr BRIGITTE.de-Team
ich hab angst das ich danach probleme habe überhaubt ein kind zu bekommen was könnt ihr mir raten ist echt dringend. dankee
http://www.medical-tribune.ch/deutsch/Aktuelles/2010/pille_thrombose.php