Wie gefährlich ist die Pille?

Seit 2001 sind sieben Frauen gestorben, die mit Antibabypillen aus Bayers Yasmin-Reihe verhütet haben. Wie gefährlich ist die Pille? Fünf Fragen zu oralen Verhütungsmitteln und ihren Risiken.

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Welche Gesundheitsrisiken haben Anti-Baby-Pillen?

Alle Präparate, die Östrogene enthalten, erhöhen das Risiko für Thrombose, Schlaganfall und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das Thrombose-Risiko ist leider mit der 2. und 3. Generation der Pillen noch gestiegen, das zeigt jetzt eine neue Studie der Universität Leiden. Pillen der 2. Generation verdreifachen das Thrombose-Risiko, Pillen der 3. Generation verfünffachen es sogar im Vergleich zu Frauen, die keine Hormonpräparate nehmen.

Ein besonders hohes, nämlich sechs- bis siebenfach erhöhtes Risiko hatten Kombinations-Präparate, die Desogestrel, Cyproteronazetat Norgestimat oder Drospirenon enthielten. Ob auch Minipillen, die Desogestrel als einzigen Wirkstoff enthalten, das Thrombose-Risiko erhöhen, konnte durch die Studie nicht geklärt werden.

Das Thrombose-Risiko ist übrigens vor allem im ersten Jahr nach Start der Pillen-Einnahme erhöht. Wer bereits seit Jahren die Pille nimmt, ist deutlich weniger gefährdet.

Zur Frage, ob die Anti-Baby-Pillen in ihrer heutigen Dosierung das Krebsrisiko erhöht, gibt es unterschiedliche Studienergebnisse. Zumindest scheint es Effekte in verschiedene Richtungen zu geben: Das Brustkrebsrisko wird möglicherweise leicht erhöht, das Eierstockkrebsrisiko aber gesenkt.

Bei der Minipille gibt es kein erhöhtes Krebsrisiko, bei längerer Einnahme kann sie aber zur Bildung von Eierstockzysten führen.

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  • Text: Antje Kunstmann, Irene Stratenwerth
    Foto: Fotolia
Letzte Kommentare
  • BRIGITTE.de-Team
    am 20.10.11 um 14:20
    Liebe Mirjana,

    bei einer schwer wiegenden Nebenwirkung wie Thrombose würde ein Medikament mit einer derart hohen Nebenwirkungsquote gar nicht erst zugelassen. Tatsächlich liegen die Zahlen weit niedriger als von Ihnen genannt.

    Ohne Pille erleiden etwa 5 von 100.000 Frauen eine Thrombose. Bei 2. Generation sind es 15, bei Pillen der 3. Generation 25 von 100.000.

    Herzliche Grüße,
    Ihr BRIGITTE.de-Team

  • Mirjana
    am 19.10.11 um 18:47
    Eine Frage bitte an die Redaktion. In dem Artikel wurden neuere Studien erwähnt, denen gemäß das Thrombose-Risiko durch die Pille sich verdrei- bis verfünffacht.
    In diesem Zusammenhang würden mich die absoluten Zahlen interessieren. Das heißt: a) Wie viele von tausend Frauen, die NICHT die Pille nehmen, erleiden eine Thrombose?
    b) Wie viele von tausend Frauen, die die Pille nehmen, erleiden eine Thrombose?
    Denn nehemen wir einmal an, dass die Antwort auf a) 2 ist und die Antwort auf b) 10 ist, so ist zwar das Thrombose-Risiko bei Pille-Nehmerinnen fünf Mal so hoch, dennoch liegt das Risiko bei 1%, also denkbar niedrig. Bzw. in diesem Falle würde das Thrombose-Risiko von 0,2% auf 1% erhöht werden, was ich persönlich als nicht besonders schwerwiegend einschätzen würde.
    Über Ihre Antwort würde ich mich sehr freuen.
    Gruß Mirjana
  • BRIGITTE.de-Team
    am 23.08.11 um 15:20
    Liebe viola-21,

    grundsätzlich können Sie schon im ersten Zyklus nach Absetzen der Pille schwanger werden. Mehr Informationen darüber können Sie unserem Artikel "Pille absetzen: Die wichtigsten Fakten" (http://www.brigitte.de/gesund/gesundheit/pille-absetzen-1075875/) entnehmen. Wir empfehlen Ihnen jedoch dringend, über das Thema auch mit Ihrer Frauenärztin zu sprechen.

    Herzliche Grüße,
    Ihr BRIGITTE.de-Team

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