Gesund durch den Sommer
Das hilft gegen Zecken

Im Wald umherstreifen, auf einer Wiese liegen - herrlich! Mit unseren sieben Tipps gegen Zecken können Sie weiter ungestört die Natur genießen.

Richtig anziehen

Foto: dpa/Erwin Elser

Zecken werden ab einer Temperatur von etwa sieben Grad Celsius aktiv und leben meist unterhalb von 1000 Metern über dem Meeresspiegel. Ziehen Sie feste Schuhe, Socken und lange Hosen an, wenn Sie im Wald unterwegs sind, um sich vor Zecken zu schützen. Tragen Sie möglichst auch ein Hemd mit langen Ärmeln. Achten Sie auch beim Picknick auf der Wiese oder bei Gartenarbeiten auf einen Schutz vor Zecken.

Impfschutz prüfen

Die Zeckenimpfung ist sinnvoll, wenn Sie in Risikoregionen leben oder Urlaub machen und sich dort in der freien Natur aufhalten. Sie schützt vor dem von Zecken übertragenen FSME-Virus, das zu einer Gehirnhautenzündung führen kann. Betroffen sind vor allem Bayern und Baden-Württemberg sowie Teile von Hessen, Rheinland-Pfalz, Thüringen und das Saarland. Genaue Angaben über die Verbreitungsgebiete finden Sie auf der Website des Robert-Koch-Instituts (Karte von 2012: im pdf auf Seite 8 und 9).

Wer geimpft ist, muss sich aber trotzdem vor Zecken schützen, denn diese übertragen auch andere Krankheitserreger, insbesondere Bakterien aus der Gruppe der so genannten Borrelien. Das Problem: Die Infektionserkrankung Borreliose (Lyme-Borreliose) hat in Deutschland stark zugenommen. Inzwischen geht man von rund 100.000 Neuerkrankungen pro Jahr aus. Borreliose kann zu chronischen Entzündungen des Nervensystems, des Herzmuskels und der Gelenke führen und in ganz seltenen Fällen sogar tödlich verlaufen. 5 bis 35 Prozent aller Zecken tragen den Erreger in sich, von hundert Zeckenbissen führt durchschnittlich einer zu einer erkennbaren Borreliose-Erkrankung. Bei grippeartigen Beschwerden wie Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen sowie Lymphknotenschwellungen sollte man aufhorchen. Diese können auch erst Tage oder Wochen nach dem Zeckenstich auftreten. Typisch für die Infektion ist die so genannte "Wanderröte", eine ringförmige und mindestens vier Zentimeter große Rötung rund um die Stichstelle. Wichtig: Diese tritt frühestens sieben Tage nach dem Stich auf. Sollte man solche Anzeichen bemerken, sollte man direkt zum Hausarzt gehen, Borreliose läßt sich gut mit Antibiotika behandeln.

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  • Text: Irene Stratenwerth, Antje Kunstmann, Monika Herbst
    Foto: Picture-Alliance
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