Hantavirus: Infektionskrankheit auf dem Vormarsch

Hantavirus

Der Hantavirus breitet sich in Deutschland immer weiter aus, warnen Mediziner. Die Infektionskrankheit hat grippeähnliche Symptome – kann aber auch tödlich enden.

Wie das (RKI) meldet, sind die Zahlen der Hantavirus-Fälle in diesem Jahr drastisch angestiegen. Seit Jahresbeginn wurden alleine in Baden-Württemberg 357 Erkrankungen registriert, das Gesundheitsministerium des Bundeslandes hat 464 Fälle registriert. Auch im bundesweiten Vergleich haben die Infektionsfälle im Vergleich zum Vorjahr zugenommen. Konkret gesagt: Bis vergangenen Mittwoch wurden dem RKI 672 Fälle gemeldet, im vorigen Jahr waren es bis dato 64 Fälle.

Baden-Württemberg gehört schon immer zu den Hauptverbreitungsgebieten in . Das letzte "Hantajahr" mit erhöhten Infektionszahlen war im Jahr 2012. Damals wurden ganze 1778 Fälle gemeldet. In diesem Jahr rechnen Experten mit etwa 2440 Erkrankungen.

Wie verbreitet sich der Hantavirus?

Der Hantavirus wird durch Nagetiere, insbesondere durch Rötelmäuse, aber auch Brand- und Gelbhalsmäuse übertragen. In den Jahren, in denen die Population durch das Nahrungsangebot steigt, gibt es in der Regel auch eine erhöhte Anzahl der Hantavirus-Erkrankungen. In diesem Jahr sei der gute Ertrag der Buchen dafür verantwortlich, der den Nagern als Nahrung dient. Die Hantaviren selbst stecken im Mäusedreck. Doch wie infizieren wir uns nun?

Ganz einfach: Wir atmen den Staub ein, der den Erreger enthält. Und auch über Mäusebisse infizieren wir uns mit der Krankheit. Zur Prävention sollten wir – insbesondere in Gebieten mit vielen Buchen – den Kontakt mit den Ausscheidungen vermeiden, wie beispielsweise bei Holzarbeiten, der von Scheunen, Garagen, Schuppen, Ställen, Dachböden und Kellern. Wer sich das Saubermachen nicht nehmen lassen will, sollte den Staub vorher befeuchten.

Welche Symptome sollten mich aufhorchen lassen?

Im Normalfall treten die ersten Symptome etwa zwei bis vier Wochen nach der Ansteckung auf. RKI-Angaben zufolge verursacht die Infektion zunächst grippeähnliche Symptome, wie:

  • Fieber
  • Kopf-, Bauch- und Rückenschmerzen
  • Husten
  • Rötungen des Rachens
  • Durchfall
  • Erbrechen

Doch auch Blutdruckabfall und Nierenfunktionsstörungen können auftreten, die sich unter anderem in Form von Kreislaufstörungen zeigen. Um festzustellen, dass es sich wirklich um den Hantavirus handelt, muss der Arzt eine Blutuntersuchung vornehmen. Typisch sind auch Blut im Urin, da die Viren die Blutgefäße in den Nieren schädigen können. Im schlimmsten Fall kann die Infektionskrankheit zu Nierenversagen führen, doch nur selten endet die Krankheit hierzulande tödlich.

Leider gibt es bislang noch kein Medikament gegen den Virus, lediglich die Beschwerden können durch die richtigen Arzneimittel gelindert werden.

Videoempfehlung:

jg

Unsere Empfehlungen

Mode&BeautyNewsletter
Bild Montagsnl

Lieblingsartikel direkt in dein Postfach

Melde dich jetzt kostenlos an!

Diesen Inhalt per E-Mail versenden

Hantavirus
Hantavirus: Infektionskrankheit auf dem Vormarsch

Der Hantavirus breitet sich in Deutschland immer weiter aus, warnen Mediziner. Die Infektionskrankheit hat grippeähnliche Symptome – kann aber auch tödlich enden.

Du kannst mehrere E-Mail-Adressen mit Komma getrennt eingeben

E-Mail wurde versendet
Deine Mail konnte leider nicht versendet werden