Hantavirus: Infektionskrankheit auf dem Vormarsch

Hantavirus

Der Hantavirus breitet sich in Deutschland immer weiter aus, warnen Mediziner. Die Infektionskrankheit hat grippeähnliche Symptome – kann aber auch tödlich enden.

Wie das (RKI) meldet, sind die Zahlen der Hantavirus-Fälle in diesem Jahr drastisch angestiegen. Seit Jahresbeginn wurden alleine in Baden-Württemberg 108 Erkrankungen registriert, Experten rechnen für das Bundesland mit 2.400 Infektionen im Jahr 2017. Und auch im bundesweiten Vergleich haben die Infektionsfälle im Vergleich zum Vorjahr zugenommen. Konkret gesagt: Bis Mitte März wurden dem RKI 136 Fälle gemeldet, im vorigen Jahr waren es bis dato 38 Fälle.

Wie verbreitet sich der Hantavirus?

Der Hantavirus wird durch Nagetiere, insbesondere durch Rötelmäuse, aber auch Brand- und Gelbhalsmäuse übertragen. In den Jahren, in denen die Population durch das Nahrungsangebot steigt, gibt es in der Regel auch eine erhöhte Anzahl der Hantavirus-Erkrankungen. In diesem Jahr sei der gute Ertrag der Buchen dafür verantwortlich, der den Nagern als Nahrung dient. Die Hantaviren selbst stecken im Mäusedreck. Doch wie infizieren wir uns nun?

Ganz einfach: Wir atmen den Staub ein, der den Erreger enthält. Und auch über Mäusebisse infizieren wir uns mit der Krankheit. Betroffen sind bislang vor allem Männer zwischen 40 und 50 Jahren. Zur Prävention sollten wir – insbesondere in Gebieten mit vielen Buchen – den Kontakt mit den Ausscheidungen vermeiden, wie beispielsweise bei Holzarbeiten, der Reinigung von Scheunen, Schuppen, Ställen und Kellern.

Welche Symptome sollten mich aufhorchen lassen?

Im Normalfall treten die ersten Symptome etwa zwei bis vier Wochen nach der Ansteckung auf. RKI-Angaben zufolge verursacht die Infektion zunächst grippeähnliche Symptome, wie:

  • Fieber
  • Kopf-, Bauch- und Rückenschmerzen
  • Husten
  • Rötungen des Rachens
  • Durchfall
  • Erbrechen

Doch auch Blutdruckabfall und Nierenfunktionsstörungen können auftreten, die sich unter anderem in Form von Kreislaufstörungen zeigen. Um festzustellen, dass es sich wirklich um den Hantavirus handelt, muss der Arzt eine Blutuntersuchung vornehmen. Typisch sind auch Blut im Urin, da die Viren die Blutgefäße in den Nieren schädigen können. Im schlimmsten Fall kann die Infektionskrankheit zu Nierenversagen führen, doch nur selten endet die Krankheit hierzulande tödlich.

Leider gibt es bislang noch kein Medikament gegen den Virus, lediglich die Beschwerden können durch die richtigen Arzneimittel gelindert werden.

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Der Hantavirus breitet sich in Deutschland immer weiter aus, warnen Mediziner. Die Infektionskrankheit hat grippeähnliche Symptome – kann aber auch tödlich enden.

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